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Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern · 1925-11-13 · 27 (13.11.1925) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern
Volume
1925
Issue
27 (13.11.1925)
Date
1925-11-13
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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MITTE ILUN G E N des Israelitischen Lehrervereins für Bayern S chrütlcitung: M. Rosenfeld, München Nr. 27 München, 13. November 1925 Äuszug aus dem Protokoll der 44. Mitgliederversammlung am 30. und 31. August 1925. Zum Begrüßungsabend hatten sich als Ehrengäste Herr Aufseesser als Vertreter des Verbandes und der Kultusgemeinde Nürnberg, Herr Dr. Heilbronn für das Rabbinat, Herr Professor Dr. Tachauer für die Adas Jisroel eingefunden; außerdem wohnten der Veranstaltung zahlreiche Mitglieder der Nürnberger und Fürther Gemeinde an. Nach der Eröffnungsansprache des Vorsitzenden begrüßten die Ehrengäste unsere Versammlung. Kantor Müller hielt einen mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag über „Kantorale Vor- und Fortbildung". Der Vortrag synagogaler Gesänge durch Heimann (Augsburg), Frankel (Nürnberg), Bamberger (Kitzingen) und Müller bildete die beste Erläuterung zu dem Referat und zeigte in mustergültiger Weise, wie unsere synagogalen Weisen vorgetragen werden sollen. Herr Sanitätsrat Dr. Steinhardt (Nürnberg) hatte in dankenswerter Weise die Begleitung übernommen. Die Hauptversammlung wurde um 9 Uhr eröffnet und war von 136 Teilnehmern besucht, darunter etwa 100 Kollegen. Der am Vorabend an der Teilnahme verhinderte 1. Vorsitzende der Kultusgemeinde Nürnberg und Mitglied des Rates des Verbandes, Herr Geheimrat Dr. Held, nahm nach der Begrüßung das Wort, um der Versammlung das Interesse des Verbandes und seiner Gemeinde an den Bestrebungen des Lehrervereins zum Ausdruck zu bringen. Er verwies auf die historische Bedeutung des Verbandes und hob hervor, daß seine Gemeinde1 die Verbandsideale schon früher erfüllt und der Lehrerschaft, welche das Rückgrat einer jeden jüdischen Gemeinde bilde, stets die soziale und materielle Stellung eingeräumt habe, die ihrer Bedeutung entspreche. Besonders verweise er auf das Beamtengesetz, an dem er selbst mitarbeite und das den jüdischen Beamten die Rechte öffentlicher Beamten verschaffen soll. Der Redner schließt mit dem Wunsche, daß Verband, Gemeinde und Lehrerschaft zusammen in gleichem Willen und Geist dem Judentum dienen mögen. Namens der Gemeinde Adas Jisroel richtet Herr Rabbiner Dr. Klein freundliche Worte an die Versammlung. Begrüßungsschreiben sind eingelaufen von dem Präsidenten des Verbandes, den Herrn Rabbinern Dr. Freudenthal (Nürnberg), Dr. Stein (Schweinfurt), Dr. Hanover (Würzburg), dem Vorsitzenden des Württembergischen Lehrervereins, Kollegen Rothschild (Eßlingen), den Vereinsmitgliedern Dr. Eschwege (Harnborn), Ochsenmann (Frankfurt a. M.), Wahler (Hörstein) und Brückheimer (Marktbreit). Der Bericht des Vorsitzenden ist bereits im ,,Jüd. Echo" veröffentlicht worden und wird von dem Verlag dieser Zeitung als Broschüre gedruckt. Dem Kassenbericht unseres Hellmann entnehmen wir, daß leider die Mehrzahl der aktiven Mitglieder jede Tätigkeit für unsere Hilfskasse unterläßt. In eindringlichen Worten zeigt er, wie trotz der segensreichen Tätigkeit des Verbandes die Hilfskasse in sten müsse und mahnt nachdrückin früheren Jahren wenigstens die Einzelfällen eintr liehst, wieder wie Beiträge der bisherigen außerordentlichen Mitglieder einzuhehen. Er bemerkt noch, daß in diesem Jahre zum ersten Male die Zinsen aus der Ida und Simon Dingfeiderschen Stiftung, die inzwischen auf 2000 M. angewachsen ist, verteilt werden konnten. Einem Antrage der Verwaltung zufolge wurde beschlossen: Die Unterstützungsquote pro 10*25 wird auf 100 M. festgesetzt. Soweit die vorhandenen Barbestände nicht ausreichen, sind Anlagepapiere zu sollen insgesamt 10 000 M. zur Veräußern. F teilung gelangen und soweit dieser Betrag für die Quotenzahlung nicht benötigt wird, sind bedürftige Lehrerswitwen besonders zu bedenken. Die Mitgliederbeiträge werden wie im Vorjahre bestimmt: 15 M. für ordentliche Mitglieder, 10 M. für Gewerkschaftsmitglieder, und 7 M. für Pensionisten. Bamberger I Kitzingen) und Strauß (Xördlingen) haben Rechnung und Belege geprüft und richtig befunden. Die Versammlung entlastet Kassier und Verwaltung. Der Vorsitzemde spricht dem Kassier für seine mühevolle und pünktliche Tätigkeit herzlichsten Dank aus. Nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden über die Beamtenordnung und eingehender Debatte, in der in besonders dankenswerter Weise Herr Geheimrai Held uns wert volle juristische Aufschlüsse gab und an der die Kollegen Dr. Bamberger, Stoll, Krämer, Ehrenreich, Strauß (Fürth), Rosenbaum, sowie der Schriftführer sich beteiligten, wurden eine Reihe von Abänderungsvorschlägen beschlossen und und der Verbandsleitung übermittelt. Die Neuwahl ergab die Wiederwahl der bisherigen Verwaltung. Sie besteh! aus: Dingfelder, 1. Vorsitzender, Ehrenreich, 2. Vorsitzender, Rosenfeld, 1. Schriftführer, L. Uhlfelder, 2. Schriftführer, Hellmann, Kassier, den Verwaltungsmitgliedern Blumenthal (Neustadt a. A.), Brückheimer, Krämer, Stoll und Strauß (Uffenheim). Ehrenmitglieder der Verwaltung sind Goldsfein als Ehrenvorsitzender, Gutmann (Otlingen), Mandelbaum und Marx. AlsErsatz- Ieute wurden gewählt Julius Strauß (Fürth), Adler ( München), Bamberger l Kitzingen ) und Godlewsky (Arnberg). Nachdem Oppenheimer (Landenbach) eine Wiederwahl ablehnte, wurden für die neue Wahlperiode des Verbandes Dingfelder und Stoll als Vertreter im Rate, Rosenfeld und Heitmann als Ersatzmänner bestimmt. Dem ausscheidenden Kollegen Oppenheimer spricht der Vorsitzende in herzlichen Worten den Dank für seine erfolgreiche Tätigkeit im Interesse des Lehrerslandes aus. Tn der Nachmittagssitzung wird zunächst die Frage des Anschlusses an den Verband jüdischer Lehrervereine im Deutschen Reiche behandelt und nach einem Referate Stolls, zu dem Dr. Bamberger und Ehrmann (Friedberg) sich zustimmend äußerten, beschlossen: Der Israelitische Lehrerverein für Bayern erkennt die dringliche Notwendigkeit eines Zumschlusses aller Landeslehrervereine schon

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