Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 42 (12.10.1925)
- Date
- 1925-10-12
- Page
- Seite 792 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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792 Das Jüdische Echo Nr. 42 Russische Proselyten wollen sich in Palästina niederlasscn. Etwa 200 russische Proselyten, die nach ihrer Überlieferung von Juden abstammen und in der Zeit des Zaren Nikolaus I. zwangsgetauft worden sind, wandten sich an die Palästinaämter und an die Zionistische Palästina-Exekutive mit dem Ersuchen, ihnen die Erlaubnis zur Einwanderung nach Palästina zu erteilen. Diese Proselyten sind in der Hauptsache Ackerbauer und im Besitz von Mitteln für ihre Ansiedlung in Palästina. (Ziko) Die Bnei-Brith-Gartenstadt in Palästina. Berlin. (J.T.A.) Die Jeruschalajim-Loge zu Jerusalem hat sich an den deutschen Orden Bnei Brith gewandt mit der Mitteilung, daß sie eine Gesellschaft zur Errichtung einer Bnei Brith- Gartenstadt bei Jerusalem begründet habe. Die Gesellschaft, die 100 Mitglieder zählt, hat an der Peripherie von Jerusalem in guter Lage ein Grundstück von über 20 Hektar erworben, das Aussicht auf die Kolonie M o z a hat. Es wird die Teilnahme der deutschen Logen und der deutschen Logenbrüder an diesem Bnei-Brith-Werk erbeten. Nach Durchführung des Planes in der Nähe von Jerusalem soll versucht werden, ähnliche Unternehmungen in anderen jüdischen Zentren zu verwirklichen. Wiener Kultusgemeinde und Isr. Alliance stützen den Hechaluz Wien (J.T.A.). Dem der Konferenz des österreichischen Hechaluz vorgelegten Bericht ist zu entnehmen, daß die Wiener Kultusgemeinde und die Isr. Alliance dem Hechaluz eine regelmäßige Beisteuer leisten. K.K. L. 5686 in München und Nürnberg Wir machen auf den Jahresabschluß der K.K.L.- Sammlungen in München und Nürnberg, der im Spendenausweis unserer vorigen Nummer veröffentlicht wurde, aufmerksam. Von München wurden während des Jahres 5686 Mk. 12 004.35, von Nürnberg Mk. 14 012.56 an die Landeszentrale abgeführt. Demnach haben sowohl München, als auch Nürnberg das ihnen von der Zentrale auferlegte Kontingent erreicht. Dieses Resultat ist als erfreulich zu bezeichnen. Für das nächste Jahr wurde das Kontingent wesentlich erhöht; München soll nach der neuen Verteilung in der Zeit vom 1. Oktober 1925 bis 1. April 1926 die Summe von Mk. 10 000.— aufbringen. Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn alle Freunde des K. K. L. die größten Anstrengungen machen, um dem K. K. L. im kommenden Jahr neue Freunde zu werben. tprechsaal (Die liier veröffentlichten Beiträge erscheinen unter persönlicher Verantwortung des Einsenders} Beschäftigt jüdisches Personal! Die Lage der Angestellten ist, gegenwärtig trostlos; ganz besonders aber derjenigen, die Wert darauf legen, Samstags und Jomtow nicht arbeiten zu müssen. Und da ist es sehr verwunderlich, daß es, noch eine ganze Reihe von jüdischorthodoxen Geschäftsleuten gibt, die christliches Personal beschäftigen. Unter diesen Umständen braucht man nicht immer gleich über einen Menschen den Stab zu brechen, der angesichts dieser Umstände — der Not gehorchend — Samstags arbeitet. Die orthodoxen Geschäftsinhaber könnten da viel Gutes tun, wenn sie sich entschließen würden, nur jüdisches Personal, das Samstags nicht arbeitet, zu beschäftigen. Ist es aber noch einigermaßen zu begreifen, wenn ein orthodoxes Geschäft christliche Angestellte hat, so ist es unter keinen Umständen zu verstehen, wenn eine orthodoxe Religionsgemeinschaft wie die „A d d a s J i s - r o e 1“ in Nürnberg sich eine christliche Sekretärin leistet. Anstatt bei ihren Mitgliedern dahin zu, wirken, daß diese ausschließlich nur solches Personal beschäftigen, das Samstags nicht arbeiten kann, geht sie mit einem derartigen Beispiel voran und beschäftigt selbst Nichtjuden. Ich glaube kaum, daß sich ein solches Gebaren rechtfertigen läßt. Glaubt die „Addas Jisroel“ im Ernst, daß ein jüdisches Mädchen nicht in der Lage wäre, den Posten unter den gleichen Bedingungen auszufüllen? Es sollte mich freuen — und viele andere Stellensuchende sicherlich auch —, wenn durch diese Anregung es möglich würde, daß auch solche Stellensuchende nun leichter eine Stellung finden könnten, die Samstags nicht arbeiten. Eine Stellung suchende. Erhatic & Wille Herren- und Damenschneiderei MÜNCHEN Marienplatz 18/1 Telephon 23829 German Böhm & Cs G.m. b.H. München, Isartorplatz 3 Telephon: 26805 Automobile Motorräder Werkstätten Garagen Telegramm - Adresse: Autoböhm Generalvertretung des ,,Perl“-Automobiles, Schnittiges Kleinauto, hervorragend in Qualität und Leistung; und des ,,Harley-Davidson“-Molorrades, weltberühmte, schwere, unverwüstliche Maschine von größter Fahrsicherheit.