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Das jüdische Echo · 1925-09-04 · 36 (4.9.1925) · p. Seite 699

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
36 (4.9.1925)
Date
1925-09-04
Page
Seite 699 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 36 699 Das Jüdische Echo nicht die überzeugendste. Er schafft einen Typus, bei dem man von Anfang an in Zweifel gerät, wer er eigentlich ist. Man weiß nicht, wo das Ekelgefühl — denn dieser Süß ist als Bestie geschildert — beginnt, und wo die Bewunderung aufhört. Dieser Süß ist denkbar unjüdisch, und doch sucht Feuchtwanger auf jeder Seite uns nachzuweisen, welch ein Jude er ist. Vielleicht sind das Dinge der Überzeugung, aber es muß doch ausgesprochen werden: Dieses Buch hat mit dem Judentum wenig oder nichts zu tun, (Von Nichtjuden, besonders von solchen mit nicht objektiver Einstellung natürlich, würde Feuchtwangers Süß als der Jude katexochen bezeichnet werden.) Der völlig unklar gezeichnete Rabbi Gabriel möge ein Hinweis hierauf sein. Alles in allem jedoch, und abgesehen von dieser Sondereinstellung, die der eine oder der andere dem Buche gegenüber habeni wird, ist es der erstaunliche Rhythmus dieses Romans, der uns Bewunderung einflößt. Der Leser wird in einen Rausch gezwängt. Gestalten wie die des Herzogs sind klar und richtig, auch die des Geheimrats Weißensee und seiner Tochter Magdalen Sibylle. Feuchtwanger nimmt, wie wir wissen, seinen Weg vom Drama her. Dieser Umstand kommt seiner Sprache — im Romane wenigstens — nicht zugute. Sie ist oft nicht ausgeglichen genug, überhastet und überreizt, sie ist nicht in einer einmaligen Gültigkeit plastisch; die epische Ruhe leidet darunter. Man wird dieses Buch um seines Rhythmus willen schätzen. Eine Szene wie die Verhaftung des Süß oder wie der Tod seiner Tochter Naemi bekommt man nicht oft zu lesen. Die Gliederung des Stoffes, die Komposition, sind einwandfrei gelöst. Es ist ein Buch, das den Leser an sich reißt und ihn nicht losläßt. Es ist ein farbiges — aber ein lautes Buch. -nn. (Wird fortgesetzt.) Der Jüdische Nationalfonds und die Lebensversicherung Wie unseren Lesern bereits bekannt ist, steht die Errichtung einer Versicherungs-Abteilung des Jüdischen Nationalfonds unmittelbar bevor. Anläßlich der Anwesenheit des Delegierten des Hauptbureaus des K.K.L. und eines der Direktoren der „Lebensversicherungs-Gesellschaft P li ö n i x“ wurde beschlossen, die Geschäftsstelle der Versicherungs- Abteilung am 1. September 1925 in München, Giselastraße 21, zu errichten. Die Leitung übernahm Herr Sigmund Lion. Wir brauchen wohl nicht noch einmal hervorzuheben, wie außerordentlich günstig der Vertragsabschluß mit der „Phönix“ von uns beurteilt wird. Wir glauben hierin große Möglichkeiten neuartiger finanzieller Erfolge zu sehen. Wir erwarten, daß unsere Freunde nicht allein ihre eigenen Lebensversicherungen durch die Versicherungsabteilung des K.K.L. abschließen, sondern auch hei jeder Gelegenheit propagandistisch hierfür wirken werden. Interessenten stellt die Versicherungs-Abteilung, München, Giselastraße 21, Material zur Verfügung. Jüdischer Turn- und Sportverein Bar Kochba Nürnberg Der Verein beteiligte sich in letzter Zeit mit seiner Leichtathletikmannschaft an verschiedenen Sportfesten in der Umgegend und konnte wieder 'inige sehr hübsche Erfolge buchen. Nordbayerische Meisterschaften in Fürth i. B.: 4 mal 100 in. Staffel, Damen, 3. Preis. Sportfest heim F.C. Zirndorf, 26. Juli: 4 mal 100 m Staffel, Herren-Jugend, 1. Preis und gewann einen wertvollen Pokal. Sportfest in Lauf i. B„ 2. August: 100 m Lauf, Jugend, 2. Preis Guttmann; Hochsprung, Jugend, 2. Preis Guttmann; Weitsprung, Jugend, 2. Preis Willner. Sportfest heim Sportklub Schwabach am 30. Aug.: Schwedenstaffel, Jugend, 2. Preis; Ballweitwurf, 76,2 m, 1. Preis Willner; Weitsprung, Jugend, 5,69 m, 2. Preis Guttmann; 100 m, Jugend, 3. Preis Guttmann. Personal» München. Herr Dr. Ernst E h r e n t r e u , Sohn des Herrn Rabbiners Dr. H. E h r e n t r e u , wurde als dessen Stellvertreter von der israelitischen Kultusgemeinde im Einvernehmen mit der Religions- Gesellschaft O hei Jakob berufen. Dr. Ernst Ehrentreu hat das Rabbinerseminar in B e r 1 i n absolviert und besuchte längere Zeit die Pre ß b u rger Jeschiwa. In letzter Zeit war derselbe Stellvertreter des Oberrabbiners in Bade n bei Wien wo er gleichzeitig Leiter des jüdischen Religionsschulwesens war. Kauft bei den Inserenten des „Jüdischen Echo“. JfktsmnsjßhnßhdhEoi ^j^arven^hnjeidßßei /

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