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Das jüdische Echo · 1925-09-04 · 36 (4.9.1925) · p. Seite 696

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
36 (4.9.1925)
Date
1925-09-04
Page
Seite 696 (sequence 8)
Language
German
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696 Das Jüdische Echo Nr. 36 tion zum Präsidenten der erweiterten Jewisli Agency sicherzustellen. Diese Resolutionen unterbreitete der Berichterstatter des politischen Ausschusses, Herr R o t t e nberg, dem Kongreß. Mr. Rottenberg begründet in englischer Sprache den Annahmeantrag und führt aus, daß der Gedanke der Jewish Agency in der zionistischen und jüdischen Öffentlichkeit soviel diskutiert wurde, daß sich weitere Ausführungen erübrigen. Er gibt einen historischen überblick über die Entwicklung des Agency-Gedankens. Dr. S o 1 o w e i t s c h i k begründet sodann in ausführlicher Rede das M i n o r i l ä t s v o t u m der radikalen Opposition und spricht sich entschieden dagegen aus, daß die Leitung der Jewish Agency aus der Hand der Zionistischen Organisation an eine Körperschaft übergehe, die vorwiegend aus Niehlzionisten besteht. Die hiervon erwartete materielle Unterstützung werde nicht groß sein; der Schatten des russischen Krimprojekts ist schon deutlich sichtbar. Die Annahme der Resolutionen des Ausschusses muß zwangsläufig zu einem Zusammenbruch des ganzen Systems der Organisation führen. Dr. Soloweitschik begründet das Minderheit svotum der radikalen Opposition, in welchem erklärt wird, daß man einer Erweiterung der Jewish Agency nur auf Grund demokratischer Wahlen zustimmen kann und unter der Garantie, daß die Gewählten einem gemeinsamen Forum verantwortlich sind. Die Resolutionen des politischen Auschusses werden mit ü h e r w i e g e n d e r Mehrheit angenommen. (Starker Beifall.) Sokolow über die Erziehungsfrage Ich werde über den Wert der Erziehung und nicht über Einzelheiten sprechen. Dazu sind die Spezialkommissionen bestimmt. Ich will nur klarstellen, daß die Erziehung in Palästina Aufgabe und Pflicht in dieser Zeit und gerade in dieser Zeit ist, wo das Land eine so rasche Entwicklung durchmachte. Es gilt hier das Bibelwort: „Ziehe deine Schuhe ab von deinen Füßen, denn dieser Ort ist heilig“, Und wenn die ganze Arbeit heilig ist, so ist die Erziehung das Allerheiligste. Früher wurde oft diskutiert, ob Erziehung Aufgabe des Zionismus sein kann. Man befaßte sich damals nur mit materiellen Dingen. Diese Auffassung ist seit langem aufgegeben worden. Die Erziehung ist eine Sache der Allgemeinheit. Erziehung ist im allgemeinen eine wichtige Sache, aber in Palästina ist sie wichtiger als überall. Die Erziehung in Palästina beinhaltet nicht nur die Erziehung im engeren Sinne, sondern etwas Beispielloses, was sich in keinem Land und zu keiner Zeit wiederholt. Die Frage der Erziehung hängt mit der Wieder - b e 1 e; b u ng de r h e bräisiche n Sp r a; che innig zusammen. Wenn auch alle materiellen Vorbedingungen für ein Gedeihen gegeben wären, auch dann wären im innersten Wesen der Sache Lücken, sie wäre seelenlos, wenn wir sprachliche Parasiten geblieben wären. Es handelt sich hier um eine nationale Frage ersten Ranges, für die das ganze Volk Opfer bringen muß. Wir können uns keine Renaissance des Volkes ohne die Wiederbelebung der hebräischen Sprache vorstellen. Ohne Sprache wären wir in Palästina kein Volk. Als die Juden aus dem babylonischen Exil zuriickkehrlen, haben sie sich nicht mit den nichtigen Dingen befaßt, mit denen wir uns jetzt befassen, ob unser Staat vollkommen ist oder nicht, ob uns die Personen genügen oder nicht. Auch bei ihnen gab es Widersprüche und Gegensätze, und auch sie kämpften untereinander. Bei ihnen war die elementarste Frage die Frage der Sprachenverwirrung. Die eine Hälfte sprach hebräisch und die andere babylonisch. Ein jedes Volk schafft sich seine Sprache in seinem Geist, und die Sprache dient ihm als Mittel für seine Schöpfungen. Bedient es sich anderer Sprachen, so nimmt es von anderen und gibt ihnen nichts. Wir wollen jetzt Neues schaffen, müssen daher unsere Sprache wieder beleben. Einem jeden objektiven Besucher des Landes prägt sich der unbedingte Eindruck ein, daß die Sprache wieder zu leben beginnt. Und ich weiß nicht, mit welchem Betrag man diese Erscheinung bezahlen kann. Dieser Wert läßt sich in Geld nicht abschätzen. Wenn es gelungen ist, Erklärungen verschiedener Minister zum Mandat zu erlangen, so hat die Sprache dabei eine große Rolle gespielt. Dieses kolossale Werk ist die Frucht der treuen und aufopferungsvollen Arbeit unserer Lehrer in Palästina. Sie haben das Wunder der Wiederbelebung der Sprache vollbracht. Auch in Irland gibt es eine Renaissancebewegung zur Wiederbelebung der Sprache. Wir haben in wenigen Jahren und mit unseren wenigen Mitteln hundertmal mehr getan als die Irländert. Ich bin nicht stolz darauf, daß wir viele Schriftsteller, Redner und Literaten in der hebräischen Sprache haben. Es gibt auch solche außerhalb des Landes, die die palästinensischen übertreffen. Aber was wir nicht halten, das ist das Leben der Sprache, nicht nur im Bereich von Geistesmenschen, von Schriftstellern lebt die Sprache, sondern sie herrscht in Schulen und Kindergärten. Ein jeder muß anerkennen, daß wir auf dem Wege zum Ziele sind. Wir werden nicht mehr der nehmende Teil sein, sondern auch ein gebender. Die echt Philippop^|^^U_5^-^ü^schu\U Vor minderwertigen Nachahmungen wird gewarnt. enthalten nur feinste Mischungen der edelsten bulgarischen Qualität stabafce

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