Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern
- Journal
- Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern
- Volume
- 1925
- Issue
- 24 (21.8.1925)
- Date
- 1925-08-21
- Page
- Seite 59 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 24 Mitteilungen des Israel. Lehrervereins für Bayern 59 D. Fink, L'schan limmudim. Sch'wilim, Hebr. Leseu. Unterrichtsbücher 1—8. Heft. Strack, Hebr. Schreibheft. Prerban, Kipniß, Aleph-Bet, Zeichnungen u. Verse (Aus dem Bezabel, Jerusalem). IV. „Der Arbeitsunterricht wie die künstlerische Erziehung wollen die Produktivität jedes Volksgliedes aufs Höchste steigern. Darum droht ihnen auch eine zweite Gefahr: Die begeisterten Vertreter überschätzen oft die Bildungsmöglichkeiten und unterschätzen die Trägheitswiderstände, die bestehen werden, so lange die Schwerkraft nicht aufgehoben ist. Beide Fehler verursachen eine gefährliche Überspannung der Unterrichtsziele, die bei den Gegnern unnötige Widerstände und Erbitterung schafft, welche den Fortschritt hemmen, den alle die herbeisehnen, deren Glauben an eine Aufwärtsentwicklung der Menschheit noch nicht erschüttert ist." (Paul Vogel, Zwickau (Sachsen), Zeitschrift f. jüd. Psychologie usw., XIII. Jahrg., 1912, S. 586/87). Und zu diesen „Unerschütterten" wollen wir alle gehören und weder die Bildungsmöglichkeiten überschätzen noch .... die Trägheitswiderstände ...? Gemeinsames Mittagsmahl anläßlich unserer Versammlung am 31. August. Ich bitte dringend um schriftliche Meldungen — auch derjenigen, die schon zum 12. Juli sich angemeldet hatten — bis spätestens Donnerstag, den 27. August und möglichst vollzählig, da sonst die Durchführung nicht gewährleistet werden kann. Dr. J. B a m b e r g e r , Nürnberg, Hessestr. 6/11, 50 jähriges Jubiläum Am 1. August ds. Js. waren es 50 Jahre, daß unsere Vereinsmitglieder Strauß-Wind, sh e i m und1 Werth ■eimer-Hardheim das Seminar in Würzburg verließen. Strauß, der noch aktiv ist, feierte diesen Ehrentag unter reger Anteilnahme der ganzen Gemeinde Windsheim, deren Bürger ihm durch reiche Blumenspenden und wertvolle Geschenke ihre Dankbarkeit und Verehrung zum Ausdruck brachten. Auch der Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden und unser Lehrervereinehrten ihn durch ein herzlich gehaltenes Glückwunschschreiben. Dem Kollegen Wertheimer wurden wiederholt, wie schon anläßlich seines im Vorjahre erfolgten Übertritts in den Ruhestand die herzlichsten Ehrungen zuteil. Den beiden Jubilaren seien auch an dieser Stelle die wärmsten Glückwünsche zum Ausdruck gebracht. Ad multos annos! Einzahlungen seit 1. 6. 25 Von Nußbaum, Dahn Mk. 10.—, Steinberger, Kissingen 8.—, Haymann, Rodalben 2.—, Kissinger, Fürth 26.—, Berlinger, Schlüchtern 10.—, Frank, Fischach 3.50, Goldstein, Würzburg 5.—, Ochseumann, Frankfurt 2.—, Blumenthal, Hofheim 10.—, Rose, Altenstadt 10.—. Durch: Strauß, Uffenheim Mk. 18.—, Haymann, Rodalben 10.—, Sommer, Wittelshofen 10.—, Ocnsenmann, Frankfurt 20.—>, Rose, Altenstadt 31.—. Rektor Benjamin Falk Vor einigen Wochen entschlief im Alter von 66 Jahren das Gründungsmitglied unseres Vereins, Rektor an der israelitischen Volksschule in Frankfurt a. M., Benjamin Falk. Er entstammte einer alten jüdischen Lehrerfamilie in Aub, wo sein Vater viele Jahre als Lehrer wirkte. Wie wir einem Berichte des „Jüdischen Wochenblatt" entnehmen, war er selbst ein Mann von selten umfangreichein Thorawissen und in seiner ganzen Persönlichkeit der Typus der leider so selten gewordenen, durch Frömmigkeit und Thoraliebe geadelten alten bayrischen Juden. Auf dem Würzburger Seminar vorgebildet, hatte er noch beim Würzburger Row gelernt und war über Schrimm in der Provinz Posen nach Frankfurt a. M. gekommen. Volle 25 Jahre hat er als Rektor die jüdische Volksschule geleitet und sein reiches Wissen in unermüdlicher Weise in den Dienst seiner Gemeinde gestellt. Bis in die letzten Jahre hat er trotz seiner angestrengten Tätigkeit öfter an unseren Versammlungen teilgenommen, wie denn sein Herz an den Stätten hing, in denen er seine Jugend verbracht und seine Ausbildung genossen hatte. Neujahrs wünschen thebungen wollen baldigst auf Postscheckkonto Nürnberg Nr. 6479 eingezahlt werden. Neuaufnahmen Dem Vereine sind als ordentliche Mitlgieder beigetreten: Religionslehrer Simon Berendt-Veitshöchheim und Prediger Hirsch-Koburg. Vom Preussenverband Im Voranschlag für 1925 sind unter anderem vorgesehen: Zur Unterstützung der Lehrer und sonstiger Gemeindebeamten Mk. 50 000; Beihilfen an bedürftige Gemeinden für laufende Ausgaben Mk. 50 000; Bauhilfen an bedürftige Gemeinden Mk. 25 000; Lehrerbildungsanstalten Mk. 12 000 (Seminar Würzburg Mk. 8000, Präparandenschulen Burgpreppach und Höchberg Mk. 4000); drei Rabbinerseminare Mk. 90 000; Bezirksrabbiner (82 Stellen) Mk. 492 000; Bezirkslehrer (30 Stellen) Mk. 120 000. Nach dem vom Verbandstag beschlossenen Etat wurden insgesamt für Subventionen an Gemeinden, theologischer Bildungsanstalten und Lehrerbildungsanstalten Mk. 1.153 700 bewilligt, so daß angenommen werden darf, daß die obigen Positionen entsprechend erhöht worden sind.