Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 29 (17.7.1925)
- Date
- 1925-07-17
- Page
- Seite 580 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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580 Das Jüdische Echo Nr. 29 Schale mit „sich im Wasser spiegelnder Palme“ (No. 45) und fast sämtlicher Münzen durch getreue Zeichnungen ein besseres Bild der Gestaltung geboten werden können. Wenn ferner die Wiedergaben der Siegel des Schema und des Asaf nicht zu beschaffen waren, durfte natürlich nicht auf deren Abbildungen hingewiesen werden. Auch ist als Mangel des Werkchens zu bezeichnen, daß die Stellung des Satzspiegels, die wohl von Architekt Josef Hahn herrührt, nicht nur den gewohnten, als angenehm empfundenen Anordnungen zuwiderläuft, sondern geradezu den Leser stört. Theo Harburger. Ein Palästinabilderband, der einen wirklichen, umfassenden Eindruck des Landes vermitteln soll, muß die ganze Vielfältigkeit und die Gegensätze zeigen, die Erez-Israel in seiner Landschaft und seiner Bevölkerung, in Geschichte und Gegenwart aufweist. Wie wir erfahren, erscheint soeben ein solches Bilderwerk im Verlage Meyer &. Jessen in M ü n chen. Dr. Georg Landauer, der Herausgeber des Bandes, hat als besonders, guter Kenner des Landes 300 bisher unveröffentlichte Bilder zusammengestellt, die das alte und das neue Land lebendig werden lassen. Besonderen Reiz erhält der Band durch das Vorwort, das Sven H e d i n dazu geschrieben hat. Ein ausführlicher Anhang unterrichtet über das Wesentliche jedes Bildes. Der Band wird auf schwerem Kunstdruckpapier in Großoktavformat gedruckt und in künstlerischem Ganzleinenband Mk. 20.— kosten. Vorbestellungen nimmt die Ewer-Buchhandlung, München, Ottostr. 2, entgegen. Gemelnden-u.Vereins-lcho Zionistische Ortsgruppe München. Montag, den 20. Juli abends 8 Uhr, findet im Bibliothekssaal der Jüdischen Gemeinde, Herzog-Maxstr. 7, ein Vortrag von Frau Rabbiner Dr. Recha Freier aus Sofia über das Thema: „Von den Juden Bulgariens“ statt. Die Referentin, die das bulgarische Judentum aus eigener Anschauung kennt, wird ein Bild des Lebens der bulgarischen Juden in der Gegenwart entwerfen. Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Gäste willkommen. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintritt von 50 Pfennig erhoben. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Samstag, den 18. Juli 1925, abends 91/* Uhr im kleinen Sitzungssaal der Gemeinde Herzog-Maxstraße 5, Rgb. I, Kursabend für jiddische Sprache und Literatur. Bar Kochba, München. Die Wanderungen der Damen- und Herrenabteilung werden auch während der Ferien fortgesetzt werden. Treffpunkt für Sonntag, den 19. Juli: 8 Uhr Endhaltestelle der Linie 1 (Romanplatz). Zum Abkochen ist mitzubringen: Rohe Eier, Wurst, Schmalz, (Teller und Eßbesteck nicht vergessen). Auskunft erteilen jederzeit Frl. Bober (Tel. 43405) und Leo Fleischer (Tel. 55197). Das Turnen aller Abteilungen fällt während der Ferien aus. Die Vorstandschaft. Große Mädelsgruppe des J.J.W.B., München. Sonntag, 19. VII. Treffpunkt 7 Uhr, Starnberger Bahnhof unter der Uhr. Theaterabend Sakaschansky - Lehmann - Kluger. Am Sonntag, den 5. Juli 1925 fand im mehr als vollbesetzten Museumssaal ein Theaterabend statt, der das Interesse, welches er bei allen jüdischen Kreisen fand, vollauf verdiente. Herr Sa käse h a n s k y, der in München bisher noch unbekannte Schauspieler und Sänger, und seine Partnerin, Frau Sakaschansky-Lehmann, die schon von Berlin einen klangvollen Namen mitbriingt, boten in den zwei von S. verfaßten Einaktern eine sehr gute Leistung jiddischen Bühnenhumors. S. beherrscht vor allem das Litauisch- Jiddische vollkommen und zeigte dies im Verein mit seinem gediegenen schauspielerischen Können in seinen beiden allerdings etwas zu primitiv aufgebauten Stücken. Frau Lehmann, stimmlich sehr begabt, brachte besonders in ihren L i e - d e r n (z. B. „Der Fuden“) echtes ostjüdisches Gefühl zum Ausdruck. Temperamentvoll und von innen heraus zeigte sie sich in der Szene „C h a - ji'm Jankel spielt Fußbai 1“, deren Grundidee, die Gegenüberstellung des Galuthjuden und der modernen jüdischen Jugend, besonders wirkungsvoll zum Ausdruck kam. Herr Bruno Kluger, im Tragischen besser als im Komischen, spielte den armen Hausierer mit zu Herzen gehender Innerlichkeit und stand den beiden routinierten Mitspielern an Charakterisierung seiner Rolle keineswegs; nach. Man konnte sehen, wie dieses junge dramatische Talent, dessen Darstellungskunst sich auf durchwegs aufsteigender Linie befindet, vom Münchner jüdischen Publikum wieder freudig begrüßt wurde. Frl.Emmy Löwenherz begleitete die Lieder in feinfühliger Zurückhaltung am Klavier. L. E. Bremen. Am Montag, den 5. Juli 1925, fand in Bremen die Einweihung eines jüdischen Altersheimes statt. KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Jüdischer Nationalfonds) Postscheckkonto scionnn München 100000 IO 121 tUJMUM f tIP Nürnberg tin DIK T 24565 BV H T 1 Fernsprecher! München KIP! bi 56199 HIKIh KOJimi» » Nürnberg Kijim-i tr.Hf <’()« i II Jly' AHII 9226 Zentrale für Deutschland Berlin W 15 Meinekestraße Nr. io Münchener Spendenausweis Nr. 38 vom 7.—14. Juli 1925. Allgemeine Spenden: Camilla Hohenberger grat. Herrn u. Frau Markus Eisen herzL zur Silberhochzeit 3.—■, Farn. A. Strumpf grat, zur Verlobg. Gidalewitsch-Goldberg 3.—■, Familie Monheit desgl. 1.—, Isaak Sturm u. Frau grat. z. Verlobg. Gidealewitsch-Golidberg u. Herrn Mark. Eisen u. Frau z. Silberhochzeit 2.—, Gesamtausschuß der Ostjuden grat. ihrem Vorstandsmitglied