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Das jüdische Echo · 1925-05-29 · 22 (29.5.1925) · p. Seite 435

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
22 (29.5.1925)
Date
1925-05-29
Page
Seite 435 (sequence 19)
Language
German
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Nr. 22 Das Jüdische Echo 435 und in Standard-Werken vertreten sind, sind hebräische Bücher nur in kleiner Anzahl und in schlichtem Einbande vertreten. Anscheinend waren die großen hebräischen Verlage über die Ausstellung nicht informiert, denn die wenigen ausgestellten hebräischen Werke stammen aus privatem Besitz. Jubiläums-Sammelwerke zu Ehren Dr. Nathan Birnbaums. Der Verlag „J e s c h u r u n“, Warschau, hat aus Anlaß des 60. Geburtstages des jüdischen Denkers und Agudah-Führers Dr. Nathan Birnbaum eine J u b i 1 ä u m s s c h r i f t in jiddischer Sprache erscheinen lassen; das prächtig ausgestattete Werk enthält Beiträge hervorragender jüdischer Schriftsteller. Die „H ermon “-Verlagsgesellschaft Frankfurt a. M. hat zu Ehren Dr. Nathan Birnbaums ein Sammelbuch „Vom Sinn des Judentum s“ herausgegeben, welches Beiträge bekannter jüdischer Schriftsteller und Denker bringt. Eine wertvolle Handschrift für die Jüdische Nationalbibliothek in Jerusalem. Durch die Bemühungen von Herrn Dr. Emil Bernhard Cohn bestimmt, hat die Witwe des großen Physikers und Begründers der neuen Auffassung der Elektrizität, Heinrich Hertz, der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem eine sehr wertvolle Handschrift zum Geschenk gemacht. Es handelt sich um die von Heinrich Hertz selbst geschriebene, 18 handschriftliche Blätter starke Abhandlung über die „Beziehungen zwischen den Maxwellschen elektrodynamischen Grundgleichungen und den Grundgleichungen der gegnerischen Elektrodynamik“. Die Abhandlung fällt in das Jahr 1884, als Hertz in Kiel wirkte. Ein Geschenk der palästinensischen jüdischen Schriftsteller an den KKL. Die Abteilung Tel- Awiw des Vereins palästinensisch - jüdischer Schriftsteller hat soeben im Aufträge der Tel- Awiwer jüdischen Schriftsteller ein hübsches kleines Buch herausgegeben, das als Gabe dieser Künstler an den KKL gedacht ist. Das Büchlein enthält Beiträge von Achad Haam, Ben Zion, Ascher, Barasch, Smeljanski u. a. Die gesamten Unkosten der Ausgabe des Buches wurde von der Vereinigung jüdischer Schriftsteller in Tel-Awiw und der Druckerei „Hapoel Hazair“ getragen, während die Einnahmen aus seinem Verkauf dem KKL zufließen sollen. Gemeinden-u. Vereins-Echo Bar Kochba München, Leichtathletik-Abteilung. Im Staffellauf Grünwald-München am vergangenen Sonntag belegten wir in der Klasse B. den 3. Platz. Trotzdem die allgemeinen Erwartungen viel größer waren und man sogar mit einem Siege rechnete, ist die Leistung des Bar Kochba als ein großer Erfolg anzusehen. Man muß berücksichtigen, daß sämtliche Vereine der Klasse B. über tausend Mitglieder in den verschiedensten Sportabteilungen haben und daher die Auswahl der 30 Läufer auf das sorgfältigste treffen können. Anderseits war der Bar Kochba gezwungen, sämtliche Aktiven der Abteilungen laufen zu lassen und da dieselben noch nicht ausreichten, Jugendliche einsteilen, so natürlich auch die Jugendmannschaft schwächend. Diese konnte trotzdem ebenfalls in Klasse B. startend den zweiten Platz belegen. Der Verlauf der Stafette zeigt allerdings, daß sie zu gewinnen gewesen wäre, wenn nicht einige und besonders ein Läufer vollkommen versagt hätte. Finkei, Friedländer, Wiener, Rohfeld, Fleischer, Nagidez Auerbach und Brief waren die ersten Läufer und konnten immer ganz knapp hinter dem ersten bleiben. Pfinger konnte bereits an die Spitze gelangen und übergab mit 10 m führend an Dzubkewitsch II, der diesen Vorsprung, obwohl 400 m laufend, hallen konnte. Kalter Blauzwirn und Weiss hielten immer noch mit gleichem Abstand die Spitze, den Gidalewitsch I durch guten Lauf auf 30 m vergrößern konnte und Heumann II, der 400 m laufen mußte, auf 40 m brachte. Er übergab an Goldfarb, der aber so versagte, daß nicht nur der gesamte Vorsprung, sondern außerdem noch 10 m hinter dem ersten an Kornhauser weitergab. Dieser Verlust von 50 m kostete uns den Sieg. Laudmann, Jakowitz, Schindel und Heumann II kamen zwar wieder dicht an den Führenden heran, jedoch verlor Altmann dann soviel, daß wir an 3. Stelle kamen. Die letzten Läufer Glücksmann Orljansky II, Reins, Kohn u. Saposchnik, der trotz seiner kurzen Strecke auch sehr mäßig lief, konnten nichts einholen. So überagb Dzubkewitsch I 25—30 m hinter dem zweiten liegend an Orljansky I, der diesen Abstand gegen den Schlußmann des zweiten Siegers bis auf 4 m verringern konnte. — Auf jeden Fall konnten wir sehen, daß wir trotz der großen zahlenmäßigen Überlegenheit unserer Gegner ihm doch ebenbürtig sind. Gelegentlich der Vereinsmeisterschaft Ende Juni haben wir erneut Gelegenheit dies zu beweisen. Das Training wird wie bisher weitergeführt und zwar Dienstag und Donnerstag ab 6 Uhr abends. Wir erwarten besonders von den Teilnehmern an der Vereinsmeisterschaft regelmäßiges und pünktliches Erscheinen. Die Leitung. Jüd. Gesangverein München. Nächsten Dienstag (Pfingstdienstag) findet abends 8 Uhr wie gewöhnlich Probe statt und zugleich die Besprechung für den Gesangvereinsausflug. Alle aktiven Mitglieder sollen erscheinen! Gern.-Echo. Jüdischer Jugendverein München. Das S ommerfest des J. J.-V. ist auf Sonntag, den 21. Juni im „Franziskaner über der Klause“ bei Harlaching angesetzt worden und soll seiner ganzen Art nach dem breitesten jüdischen Publikum Münchens einen wertvollen Tag im J. J.-V. bieten. Das Fest beginnt für die Jugend bereits am Nachmittag: zwei Trupps ziehen zu verschiedenen Zeiten ab und treffen sich auf einer Wiese bei Hellabrunn, wo der Nachmittag in frohem Spiel und geselligem Beieinandersein verbracht wird. Der dritte Trupp, hauptsächlich für die älteren Mitglieder und Freunde des Vereins, trifft sich abends am Ostfriedhof, von wo aus er mit der Trambahn und einer 3 Minuten langen Fußwanderung zum Franziskaner gelangt. Dort beginnt dann, nachdem alle drei Trupps angelangt sind, das eigentliche Abendprogramm, das mit ernsteren Darbietungen beginnt und auch der Freude am Tanz voll Rechnung trägt. Nach Schluß des Festes stehen Trambahnwagen bereit, während ein Teil im Fackelzug nach München zieht. Als Einheitspreis ist für den Vorverkauf Mk. 1.50, für die Abendkasse Mk. 2.— festgesetzt. Näheres folgt. Einladungen an Nichtmitglieder erfolgen nach Mitteilung an die Schriftführung: Fanny Landmann, Auenstr. 13, Tel. 23 3 59. Jüd. Kulturverein J. L. Perez, München. Samstag, den 30. Mai 1925, fällt unser Vereinsabend aus. Sonntag, den 31. Mai und Montag, den 1. Juni 25 Pfingstfahrt: Geitau-Rotwand. Treffpunkt 4.15 Uhr Holzkirchner Bahnhof unter der Uhr. i

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