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Das jüdische Echo · 1925-05-22 · 21 (22.5.1925) · p. Seite 411

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
21 (22.5.1925)
Date
1925-05-22
Page
Seite 411 (sequence 19)
Language
German
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Nr 21 Das Jüdische Echo 411 Was erwartet das Elternhaus vom Religionsunterricht Ein jüdischer Elternabend in München. Der 2. j ü*d i s c h e Elternabend, zu dem Vorstand und Rabbinat der Israelitischen Kultusgemeinde München für den 13. ds. Mts. eingeladen hatte, erfreute sich eines bemerkenswert starken Besuches, und bewies, daß diese von der jüdischen Lehrerschaft ausgehenden Versuche, mit den Eltern in engere Verbindung zu treten, auf volles Verständnis und Gegenliebe treffen. Zu dem Thema: ,,W as erwartet das Eltern ha u s vom Religionsunterricht“ sprachen vor ajlen Dingen in vorbereiteten Referaten Herr Studienrat Dr. Schalmann und Frau Erna Straus. Sie beschäftigten sich vorzugsweise mit den Ausführungen des Herrn Oberlehrer D i n g f e 1 d e r im ersten Elternabend. Ohne in großen Gesichtspunkten im Widerstreit zu diesen Darlegungen zu stehen, unterstrichen beide noch manches Wünschenswerte. Da nicht nur Herr Dr. Schalmann praktischer Schulmann ist und dadurch nicht nur als Vater, sondern auch als Pädagog Anregungen zu geben vermochte, sondern da auch Frau Straus aus ihrer unterrichtlichen Praxis wie auch als Mutter, wertvolle Hinweise auf moderne Erziehungsmethoden der Versammlung unterbreiten konnte, hatten die Ausführungen beider ein besonderes Gewicht. Vor allen Dingen beachtenswert war der Wunsch, die Pflege des Hebräischen zu stärken, die Kenntnis der religiösen Handlungen und Riten zu verbreiten und damit dem leider oft nicht stark jüdischen Hause in ergänzender, vielfach sogar vorbildlicher Weise zur Seite zu stehen. Daß nach langen Jahren, in denen solche Wünsche in der hiesigen Kultusgemeinde vergeblich vermutet worden wären, wieder die Besinnung zu jüdischem Wollen sich bemerkbar macht, ist als besonders erfreuliches Zeichen hervorzuheben. In diesem Sinne sind auch die Beifallskundgebungen zu würdigen, die beiden Referaten folgten. Während dann ein Diskussionsredner gegen die „Überbürdung“ der Jugend durch die angeblich zu weitgehende Betonung des Hebräischen Einspruch erhob, bezeichnete ein anderer die stärkere Pflege der hebräischen Sprache analog den sonst in den Schulen gelehrten Fremdsnrachen nicht nur als wünschenswert, sondern erwartet davon und aus einer sonstigen Verlebendigung des jüdischen Lehrinhalts eine Vertiefung des jüdischen Gefühls. Allerdings sei dies mehr von der „jüdischen Schule“ als dem zeitlich beschränkten „Religionsunterricht“ zu leisten. Nach Ausführungen des Herrn Oberlehrer Dingfelder und des Herrn Rabbiner Dr. B a e r w a 1 d über die Gesichtspunkte, die die hiesige Lehrerschaft bei der Verfolgung des Lehrzieles leiten, forderte im Schlußwort Herr Dr. Schal mann zur Gründung einer freien jüdischen Eltern Vereinigung auf, die in Verbindung mit der Lehrerschaft und sonstigen Freunden der jüdischen Schulfra^en dem kundgetanen Interesse Ausdruck geben solle. Auch wurde noch ein besonderer Abend zur Aussprache über die Bedeutung des Hebräischen im Religionsunterricht in Aussicht gestellt. Der Leiter der Versammlung, Herr Adolf Lang, gab als Vorsitzender der Schulkommission der Kultusgemeinde dem Danke Ausdruck, daß ein erfreuliches Zusammenwirken zwischen Schule und Haus sich durch den Abend beweise. Z’bi. Gemeindenu. Vereins-Echo Zionistische Ortsgruppe München. Montag, den 25. Mai, abends 8 Uhr im Bibliotheksaal der Kultusgemeinde, Herzog Maxstr. 7: Fortsetzung der Aussprache über Palästina. Referenten: Rob. Beer, Dr. M. J. Gutmann, Jakob Reich. Blau-Weiß München. 2. Zug: Da am Sonntag, den 24. Mai der größte Teil unserer Jungens beim Staffellauf Grünwald-München startet, fällt die Fahrt aus. Nach dem Staffellauf findet Spielen auf dem Hirschanger statt. —. Am Samstag: Um halb 4 Uhr Spielen! Um 6 Uhr Besprechung der Stafettenmannschaften im Jagdzimmer des Augustiner (Neuhauserstraße). Große Mädels-Gruppe des J. .1. W. B. München. Sonntag, den 24. Mai: 8 Uhr Ostfriedhof, Billett nach Grünwald. Heimabend: Dienstag, 26. Mai, 8 Uhr Herzog Maxstr. 5 Rckgb. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Am Samstag, den 23. Mai 1925 abends präzis halb 10 Uhr findet der erste Kursabend für jiddische Sprache und Literatur statt. Die Teilnahme an diesem Kursus, für den am ersten Abend Tag und Stunde noch festgesetzt wird, steht jedermann (also auch Nichtmitgliedern) offen und ist kostenlos. Interessenten werden ersucht, am ersten Kursabend im kl. Sitzungssaal der Gemeinde, Herzog Maxstr. 5/1 Rckgb., zu erscheinen. Bericht über unsere Ausschußsitzung vom 16. Mai 1925. Der Gedanke „Ausschußsitzungen im Beisein der Mitglieder“ abzuhalten, hat sich in dieser Sitzungsehr bewährt, denn die Vorschläge und Wünsche der Mitglieder konnten sofort durchberaten werden und die Beschlüsse des Ausschusses wurden hierbei auf schnellstem Wege den Mitgliedern bekannt. Es wurde unter anderem beschlossen, mit dem Kursus für jiddische Sprache und Literatur sofort zu beginnen; ferner am Sonntag Ausflüge zu unternehmen. Weiterhin wurde beschlossen, die Grenzen, innerhalb deren sich die Vereinsvorträge halten sollen, bedeutend zu erweitern, sodaß Vorträge aus allen Gebieten, die jüdisches Interesse beanspruchen können, zugelassen sind. Voranzeige. Kurz nach Schawuoth findet im Bibliotheksaal der Gemeinde ein „Kammermusik-Abend“ mit literarischen Rezitationen statt. Beethoven: Serenade Op. 25 in D-Dur (Flöte, Violine und Viola). Goldberg: Quartett (Flöte, Violine, Viola und Cello). Bar Kochba München. Turntafel: Damen Dienstag von halb 8 Uhr bis 9 Uhr; Mädchen Mittwoch von 5 Uhr bis 7 Uhr; Herren Mittwoch von 7 Uhr bis 9 Uhr; Knaben Dienstag von 6 Uhr bis halb 8 Uhr. Die rückständigen Beiträge sind mitzubringen, da beim nächsten Turnen kassiert wird. Die Vorstandschaft. Leichtathletik-Abteilung. Die Schlußsitzung für den Staffellauf Grünwald-München zwecks Aufstellung der Mannschaften, Entgegennahme der Startnummern, ‘Ordnungsbestimmungen usw. findet für die Jugendmannschaft Samstag abends 7 Uhr, für die Hauptmannschaft Samstag abends punkt 8 Uhr im Jagdzimmer des Restaurants. Augustiner, Neuhauserstr. 16/1, statt. Da uns für beide Mannschaften keine Ersatzleute zur Verfügung stehen, kann das Fehlen eines einzigen den Lauf noch unmöglich machen. — Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß jeder für eine saubere einheitliche Kleidung Sorge trägt. Weiße

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