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Das jüdische Echo · 1925-05-08 · 19 (8.5.1925) · p. Seite 356

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
19 (8.5.1925)
Date
1925-05-08
Page
Seite 356 (sequence 12)
Language
German
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356 Nr. 19 Das Jüdische Echo befaßt und sich der Mitarbeit der wichtigsten holländischen auf diesem Gebiet arbeitenden Organisation und Personen versichert. Die Gründungsversammlung fand am 3. Mai in Amsterdam statt. An ihr hat der Vertreter der Jüdischen Welthilfskonferenz das Mitglied der Executive Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee aus Berlin teilgenommen. Den Vorsitz führte Oberrabbiner Onderwijzer, das einleitende Referat hat Universitätsprofessor Dr. David Cohen (Haag- Leyden) übernommen. Es handelt sich im wesentlichen um die Durchführung von drei Aufgaben: 1. methodische Hilfeleistung an notleidende Juden, jüdischer Gruppen, Korporationen und Institutiostina zu berichten hätte, so könnte ich heute vor Ihnen als Märchenerzähler dastehen. — Nach einer Schilderung der gegenwärtigen Lage des Landes erzählte Oberrabbiner Chajes, er habe in Tel-Aviv den hebräischen Dichter Bialik, den Vater der hebräischen Kultur Achad Haam und andere hebräische Dichter besucht. Es besteht die Absicht, aus Palästina das große Zentrum für den jüdischen Verlag zu machen. Alles, was hebräisch gedruckt ist, soll in Palästina konzentriert bleiben. Die ersten Versuche sind bereits im Zuge, große Kapitalien aus Süd-Afrika und Amerika werden es ermöglichen, große Druckereien in Palästina anzulegen. Von dort aus soll die he- /; ''S//''.'-/v'* ,>-* .■ SSSSl Kindergarten in Jerusalem nen; 2. Organisierung besonderer gelegentlicher Nothilfsaktionen; 3. Organisierung der Zusammenarbeit mit den interterritorialen jüdischen Organisationen, insbesondere der Jüdischen Welthilfskonferenz. Oberrabbiner Dr. Chajes über seine Eindrücke in Palästina Wien (J.T.A.). Der Oberrabbiner von Wien, Prof. Dr. Chajes, der soeben aus Palästina zurückgekehrt ist. wo er der Eröffnung der hebräschen Universität in Jerusalem beigewohnt hat, hielt am 20. April abends im großen Konzerthaussaal einen Vortrag über seine Eindrücke in Palästina. Er leitete seinen Vortrag mit den Worten ein: Wäre ich ein Nichtjude oder ein bisher für Palästina nicht interessierter Jude, der aber Augen hat, um zu sehen, und ein Herz, um zu fühlen, und heute über seinen ersten Besuch in Paläbräische Kultur für die ganze Welt ausgesendet werden. Es ist ein Plan für die nächste Zukunft. Der Redner gab dann einen Überblick über die bereits installierten und für die nächste Zukunft geplanten großindustriellen Unternehmungen in Palästina. Die Erfahrungen seien derart, daß man mit einer gewissen Beruhigung an die Fortführung dieser Versuche denken kann. Über die landwirtschaftliche Siedlung ist nur erfreuliches zu sagen. —* Während der Festtage herrschte in Jerusalem eine mustergültige Ordnung, kein Zwischenfall passierte, man hörte keinen unfreundlichen Ruf. Das hat gezeigt, wie gesund die Verhältnisse im Lande sind. „Es hat mich überrascht, daß es so viel Respekt vor den Juden in der Welt noch gibt. Wir erlebten es in Palästina, daß die Vertreter der ganzen Welt zu uns kommen und nichts wie JLiebenswürdigkeit für uns haben. Es war wie ein Traum: kein Antisemitismus mehr, kein Ritual- (Fortsetzung Seite 359)

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