Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 15 (8.4.1915)
- Date
- 1915-04-08
- Page
- Seite 266 [264] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9072829-9103075-9153802--06637-9079352- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
266 Das Jüdische Echo Nr. 15 erreicht. Dem vom Verlag erfreulich ausgestatteten Buch ist weiteste Verbreitung zu wünschen. Theo Harburger, Die Menorah des Chanukah festes. Beiträge zur jüdischen Kulturgeschichte. Verlag der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkinäler. ,,Die Strahlen der Sabbathlampe verkünden den Beginn des Ruhetages am Ende der Woche und den Beginn der Festtage. Die Hausfrau verdeckt die soeben entzündeten Flammen mit den Händen, und während sie diese langsam fortzieht, erfreut sie sich beim Segenspruch über das Licht des hellen Scheines.“ Diese und andere interessante Ausführungen über die Rolle des Lichtes in der Religion entnehme ich obigem Heftchen, das den Leiter des Frankfurter jüdischen Museums, Erich T o e p 1 i t z , zum Verfasser hat. Es wird darin der — übrigens gelungene — Versuch gemacht, das Verständnis für jüdische Kulturschätze auch der breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln. Die Schrift ist in flüssigem Stil gehalten und läßt das offensichtliche Bestreben erkennen, wo es nur immer möglich war, alle Darlegungen genügend zu begründen. Auch für Lehrer und Schule ist hier eine reichhaltige Fundgrube erschlossen und das Heft sollte deshalb auch in keiner Schulbücherei fehlen. Die Darstellung führt uns in die Anfänge der Menorah von Palästina über Babylon in die Diaspora, in die Zeiten der Renaissance und des Barock bis ins 19. Jahrhundert, wo die jüdische Kunst in dieser Richtung allmählich versagt und versiegt. Der Text wird unterstützt durch zwölf prachtvolle Abbildungen; daß diese nicht im Text eingestreut, sondern in einem Anhang beigefügt sind, hebt nur die Anschaulichkeit. Möge eine recht große Verbreitung dieses ersten Heftes die Gesellschaft zur baldigen Fortsetzung ihres dankenswerten Unternehmens ermutigen. Es liegt dies auch im Interesse des gesamten Judentums. Julius Straus. Die Verlagsgesellschaft für hebräische Literatur „Eschkol“ bittet uns um Aufnahme des folgenden: Außer den bereits angekündigten Ausgaben des Eschkol-Verlages, die in der hebräischen literarischen Welt lebhafte Aufnahme fanden, wie die ersten Bände des Werkes von Dr. S. Bernfeld, (Sefer Hadmaoth — das Buch der Tränen —• eine Geschichte der jüdischen Martyrologie nach den Urquellen darstellend), der erste Band der Kabbala- Bibliothek des bekannten Forschers der jüdischen Mystik und des Chassidismus Dr. S. A. Horodetzky (Torat Hakkabala schel R'Mosche Kordovero, die Kabala des Rabbi Mosche Kordovero), sowie das talmudische Lesebuch von Dr. J. L. B a r u c h , sind trotz der schwierigen Verhältnisse auf dem Büchermarkt weitere zwei Werke erschienen. Es handelt sich zunächst um eine ausgezeichnete Monographie des hebräischen Dichters S. T schernichowsky über den klassischen hebräischen Dichter der Frührenaissance I m - Te^tilhandelsgesellschaft zum „Weberhaus"R.-<5. München / Frankfurt^ / Leipzig Zentrale München, hesstrasse 74/76 ßauptqeschäftD'>chauerstr. 9. Illustr. Kataloa g-atis u.franko manuel Haromi. Die interessante Gestalt des Immanuel Haromi, des Freundes Dantes und Petrarcas, dessen weltliche Dichtungen an manchen Stellen an Boccacio erinnern, wird hier in ein neues Licht gerückt, das sich auf dem Untergrund des jüdischen Lebens in Italien zu Beginn der neueren Zeit besonders hervorhebt. Ferner ist die Anthologie der Midraschim-Literatur von Dr. S. L. Baruch zu erwähnen, die etwa 500 Seiten stark ist und das Beste der Midraschim- Literatur enthält. Jeder Quelle geht eine ausführliche Einleitung voran, die ihre Entstehungszeit und literarische Wertung darstellt. Außerdem erscheinen in kurzem vier Werke von Dr. Jakob Klatzkin: Suloth, ein Bucn philosophischer Miniaturen. 2. S c h k i a t h hachajim, Versuch einer Welt-Anschauung (Logik, Ethik, Ästhetik). 3. Milon Philosoph i a, philosophisches Wörterbuch und eine Anthologie der jüdischen Religionsphilosophie. 4. Mitoch hapilosophia haatika (aus der alten Philosophie) ausgewählte Übersetzungen aus der vorsokratischen, sokratischen und nachsokratischen Philosophie. Ferner werden demnächst in Druck gehen: 5. Sefer Hadmoath von Dr. J. B e r n f e 1 d, III. Band. 6. Massaot Binjamin, die Reisebeschreibungen des Rabbi Benjamin aus Todela. Das bekannte Werk wird nach einem neuen unveröffentlichten Manuskript von Speer wissenschaftlich bearbeitet. 7. Sefer Haschaaschuim von Ibn Zbarah, neu bearbeitet von Prof. Davidsohn. 8. Machbroth Immanuel Haromi, auf Grund eines neuen Manuskriptes, herausgegeben von Prof. H. B r o d i. 9. Sämtliche poetischen Werke des R. Israel Nagara in 3 Teilen, von denen der 3. Teil noch niemals veröffentlicht wurde. Das ganze Werk wird von Prof. Davidsohn wissenschaftlich bearbeitet. 10. Die Kabbala des A r i und R. Chajim Vital von Dr. S. A. Horodetzky. Eingelaufene Bücher. Soncino-Gesellschaft der Freunde des Jüdischen Buches E. V. Berlin. Ein Werbeheft. Kultur und Leben, Zeitschrift für kulturgeschichtliche und biologische Familienkunde. Herausgegeben von Willy Hornschuch. 2. Jahrg. Heft 1. Januar 1925. Sämtliche im Literarischen Echo besprochenen und in der Liste der eingelaufenen Bücher aufgeführten Druckwerke sind in der Ewer-Buchhandlung, München, Ottostr. 2, erhältlich. Gemeindenu.Vereins-lcho nnnyn rtDtrn ^nmn nx d^öiö mn nwsn 'onn Ti^Dn 0 nyt^n nntso -pyrit? nnw (Ottostr. 2) Jüdischer Kulturverein J. L. Perez München. Am Samstag, den 11. April 1925 (Chol hamoed Peßach) findet im Museumssaal, Promenadestr. 12, pünktlich halb 9 Uhr abends unsere Perez- Gedächtnis-Feier anläßlich des 10jährigen Todestages des großen jüdischen Dichters statt. Frau Else Buschhoff, die beliebte Münchener Sopranistin, hat ihre gütige Mitwirkung zugesagt. Herr Heinrich S c h a 1 i t übernahm freundlicher Weise die Begleitung am Flügel und wird außerdem einige seiner Kompositionen bringen. Herr Josef Löwy wird einleitende Worte über Perez sprechen, und aus des Dichters Werken rezitiert ■ . —i ü.-SV?