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Das jüdische Echo · 1925-04-03 · 14 (3.4.1925) · p. Seite 241

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
14 (3.4.1925)
Date
1925-04-03
Page
Seite 241 (sequence 17)
Language
German
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Kr. 14 Das Jüdische Echo 241 der Arbeiter in Palästina freundlichst überlassenen Bücher: Den Herren Beer, Feder, Dr. Rafael Straus (Dürer- und Rembrandt-Mappen), Schlome Monheit, Weißbarth, Ernst Heumann, Theo Harburger, Frl. Camilla Hohenberger, Paul Grünbaum, Max Hirsch, Nathan, Simon, Dr. Wilmersdorfer, Davidsohn, Frl. Gerda Mendle, Frl. Gutter, Dr. Leo Feuchtwanger, Elieser Schindler, Manfred Sturmann, Goldberg, Himmelreich, Dr. Jakob Rosner, Dr. Josef Ettinger, Frl. Sachs, Jung-Jüd. Wanderbund. j. Argasi. Jung-Jüdischer Wanderbund München. Fahrtenzettel für Sonntag, 5. April: Große und mittlere Jungens 8.30 Uhr Ostbahnhof; kleine Jungens: S Uhr Stiglmayrplatz; große Mädels: 8.45 Uhr Holzkirchner Bahnhof; kleine. Mädels: 8.30 Uhr Ostfriedhof, Billett Grünwald. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez München. Am Samstag, den 11. April 1925, findet im Museumssaal, Prannerstr., abends 8.30 Uhr unsere Perez-Gedächtnis-- Feier anläßlich des 10jährigen Todestags des großen jüdischen Dichters statt. Frau Else Buschhoff, die beliebte Münchner Sopranistin, hat ihre gütige Mitwirkung zugesagt. Herr Heinrich S c h a 1 i t übernahm freundlicher Weise die Begleitung am Flügel und wird außerdem einige seiner Kompositionen bringen. Herr Jos, Löwy wird einleitende Worte über Perez sprechen, aus des Dichters Werken rezitiert Herr Bruno Kluger Am Samstag, den 4. April fällt unser Vereinsabend aus. Besuch des Synagogen-Konzertes des jüdischen Gesangvereins durch alle Mitglieder. Nürnberg-Fürth. Zionistische Ortsgruppe. Am Donnerstag, den 12. März sprach auf einem gut besuchten Ortsgruppenabend Herr Dr. Albert L ö b „Über unser Zeitalter“. Der Redner, der durch seine hervorragende naturwissenschaftliche Bildung besonders befähigt ist, den Einfluß der technischen Revolutionierung des letzten Jahrhunderts und unserer Tage auf die geistige Struktur unseres Zeitalters zu beurteilen, regte durch seine interessanten Ausführungen eine lebhafte Diskussion an, in der auch entgegengesetzte Weltanschauungen vertreten wurden. Wie bei jedem von uns ernsthaft behandelten Fragenkomplex geistiger Art wurde nicht verabsäumt, auch von einem solchen allgemeineren Standpunkte aus die Bedeutung desselben für das Judenproblem und insbesondere auch für den Zionismus zu würdigen. Der Abend hat bewiesen, daß es durchaus wünschenswert ist, auch auf den internen Veranstaltungen der Ortsgruppe gelegentlich allgemeingeistige Fragen zu behandeln. Im weiteren Verlaufe des Abends ergriff Herr Dr. Meinhold N u ß b a u m das Wort zu einer Abschiedsansprache für den nach Palästina abreisenden bisherigen Gruppenverbandssekretär, Herrn Dr. Stefan Löwen gart. Mit einer Würdigung der von Herrn Dr. Löwengart geleisteten Arbeit, die als durchaus erfolgreich bezeichnet werden kann, und unter Hervorhebung des Bedauerns des Gruppenverbandsvorstandes über den Wegzug seines Sekretärs verband Dr. Nußbaum den Ausdruck der Freude und Genugtuung darüber, daß wieder ein Mitglied aus unseren Reihen, dessen zionistische Entwicklung zu verfolgen er Gelegenheit hatte, den Weg nach Erez Israel gefunden hat. Nachdem Herr Dr. L Mayer im Namen der Ortsgruppe Nürnberg-Fürth noch einen Abschiedsgruß übermittelt hatte, wurde nach einer kurzen Erwiderung von Herrn Dr. Löwengart der Abend geschlossen. Würzburg. An der israelitischen Lehrerbildungsanstalt Würzburg ist mit dem Schuljahre die Schlußprüfung unter Vorsitz des Oberregierungsrates Blaß zu Ende gegangen. Sämtliche Prüflinge haben bestanden. Ein Teil der Absolventen hat bereits Anstellungen in jüdischen Schulen der Großstädte angenommen, ein anderer Teil besucht noch im nächsten Jahre die Jeschibakurse der Anstalt, die ausschließlich der jüdischen Fortbildung gewidmet sind. Lehrziel des Fortbildungskurses sind Talmud mit Rischonim, Tnach mit Kommentaren und jüdische Kulturgeschichte in entsprechender Vertiefung. Die Teilnehmer sollen so weit gefördert werden, daß sie in der Lage sind, neben gründlicher Kenntnis des Tnach, Talmud mit Tossafoth selbständig zu lernen und zu unterrichten, ein Lehrziel, das mit den Absolventen im Vorjahre in der Tat bereits erreicht wurde. Für das neue Schuljahr, beginnend am 24. April 1925, liegen Anmeldungen zu sämtlichen Klassen vor. Obwohl infolge der wirtschaftlichen Verhältnisse der Vorjahre der Zugang zu den Präparandien ein derart schwacher war, daß von dort ein Übertritt in die unterste Seminarklasse heuer nicht erfolgen kann, liegen für den 1. Seminarkurs bereits zahlreiche Anmeldungen vor. Es handelt sich um junge Leute, .die mit Erfolg 6 Klassen eines Gymnasiums oder einer Realschule besucht haben. Ebenso liegen Aufnahmegesuche in den obersten Seminarkurs von Abiturienten 9klassiger Mittelschulen, teilweise auch von solchen mit schon begonnenem Hochschulstudium vor. Die wirtschaftlichen Verhältnisse haben sich eben völlig umgestaltet und der Beruf des jüdischen Lehrers ist heute aussichtsreich geworden. Insbesondere in Bayern ist dank dem Wirken des Verbandes israelitischer Gemeinden die materielle Lage des jüdischen Lehrers eine gesicherte geworden und die volle Eingruppierung in die Klassen 7—9 der Reichbesoldungsordnung ausgesprochen. Mit gutem Gewissen kann also heute die Wahl des jüdischen Lehrerberufes empfohlen werden. Anfangsgehälter von 200—250 Mk„ Endgehälter von 400—500 Mk. sind doch wohl recht beachtenswert. Die Gemeindeverbände der anderen deutschen Staaten werden nicht ,umhin können, dem Vorbild Bayerns zu folgen. Obwohl das Lehrerseminar Würzburg auch vom jüdischen Religionslehrer grundsätzlich die volle Bildung des Volksschullehrers fordert (und dies auch für den Talmud-Thoralehrer als Ideal erachtet) ist im Seminar auch die Ausbildung von pädagogisch und profan qualifizierten Religionslehrern ohne staatliche Volkschullehrerbefähigung vorgesehen. Die volle pädagogische und im wesentlichen die Profanbildung haben auch diese Religionslehrerkandidaten zu absolvieren, nur die Ablegung der staatlichen Volksschullehrerprüfung, zu welcher sie manchmal lediglich wegen des Fehlens formaler Voraussetzungen nicht zugelassen werden können, soll ihnen freigestellt werden. Dafür wird aber als Kompensation ein um so höheres Maß an jüdischer Ausbildung gefordert. Das Seminar beabsichtigt hierdurch Lehrkräfte für die vielen in den Großstädten Deutschlands IlfUSMI-TEE Feinste echt russische Teemarke Gen.-Vertret.: Dr. ETTINGER, MÜNCHEN _Aqnesstrassa 47, Telefon 31 7 92

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