Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 4 (23.1.1925)
- Date
- 1925-01-23
- Page
- Seite 60 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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60 Das Jüdische Echo Nr. 4 Gründen nicht mehr gehen können. Möge dieses Buch eine Mahnung und eine Warnung zugleich sein! Eine Warnung, die zeigen soll, daß das ,,Salz der Erde“ auch von den sogenannten zivilisierten Völkern nicht mehr bedingungslos aufgenommen wird, eine Warnung insoferne, daß künftige Generationen nicht mehr den Weg zu gehen brauchen, auf dem zwar die Robusten mit einiger Ellenbogenkraft noch vorwärts kommen können, der aber für den feiner gearteten Menschen eine unentrinnbare Sackgasse bedeutet. S. L. Gemeinden-u.Vereins-lc ho nnnyn nstrn umn hi nx dwdiö ujh rvjpsn 'an sv* nywn yiyntp nrw? Ottostr. 2. Jüdische Arbeitsgemeinschaft. Am Samstag, den 24. Januar halb 9 Uhr findet im Sitzungssaal des C.-V., Herzog Maxstraße 5/1. Rgb., eine äußerst wichtige Generalversammlung statt; das Erscheinen aller Mitglieder ist Ehrenpflicht. Herr Dr. Max Meyer wird die Richtlinien des Programms festsetzen. Zionistische Ortsgruppe- München. Donnerstag, den 29. Januar abends 8 Uhr im Bibliotheksaal der Kultusgemeinde Fortsetzung der Diskussion „Warum bin ich Zionist“? Leitung: Dr. Siegbert Feuchtwanger. Zur Diskussion haben sich bisher gemeldet: Justizrat Dr. Emil Fränkel, Jakob Reich, Leo Satonower, Dr. Julius Siegel, Dr. Raphael Straus, Josef Schachno. München. Wie schon im Vorjahre, veranstaltet der Vorstand der Israelitischen Kultus gemeinde auch in diesem Jahre eine Anzahl Lehrkurse, über deren Programm im Inseratenteil eine Veröffentlichung erfolgt. Es wäre sehr erfreulich, wenn eine recht zahlreiche Beteiligung die Kultusverwaltung in ihrer Bemühung unterstützen würde, damit auch in München, wie in anderen Großstädten, der Pflege jüdischen Wissens eine dauernde Stätte bereitet würde. — Die Kurse nehmen bereits am Samstag, den 24. Januar ihren Anfang. B a r Ko c h b a Münche n. Am nächsten Turnabend werden alle Abteilungen in Riegen eingeteilt und Riegenführer und -führerinnen bestimmt. Das Schauturnen findet bereits im März statt. Da also nur ganz kurze Zeit zur Vorbereitung ist, werden alle Turner und Turnerinnen nochmals aufgefordert, regelmäßig und pünktlich zum Turnen zu kommen. Das Schauturnen soll eine machtvolle Kundgebung für das jüdische Turnen und den jüdischen Sport werden, bei der niemand fehlen darf. Die Übungszeiten sind für die Damen Dienstag abend von 7 bis 9 Uhr, für die Herren Mittwoch abend von 7—9 Uhr, für die Mädchen Mittwoch abends von 5—7 Uhr und für die Knaben Dienstag von 6 bis halb 8 Uhr jeweils in der Schule an der Herrnstr. 28. — Die Knaben müssen am kommenden Dienstag bestimmt kommen, da ihre Einreihung in die Jugendabteilung erfolgt. — Das Turnen der Alten Herren- Riege findet Mittwoch von 7—9 Uhr statt. Die Vorstandschaft. Leichtathletik - Abteilung. Unsere wiederholten Aufforderungen haben leider noch nicht den gewünschten Erfolg gezeigt. Es sind noch zu viele, die in ihrem Winterschlaf verharren, die sich nicht aufraffen können, diesen aufzugeben. Wir haben schon oft auf die Notwendigkeit des Wintertrainings hingewiesen, daß wir nun erwarten dürfen, daß es unsere Mitglieder endlich auch beherzigen und zum Training kommen. Dasselbe findet regelmäßig Mittwoch abend von 7— 9 Uhr in der Schule an der Herrnstraße 28 statt. Wir hoffen, daß es keiner solchen Aufforderung mehr bedarf. Die Leitung. N ü r n b e r g. Am Donnerstag, den 8. Januar sprach Herr Dr. Nußbaum über den Delegiertentag in Wiesbaden. An seine Ausführungen schloß sich eine sehr lebhafte Aussprache, 'an der sich insbesondere die Herren Dr. Mayer, Dr. Bamb e r g e r , Dr. Liebstädter und Herr Gorski beteiligten. Der Verlauf des Abends war ein äußerst anregender und man spürte deutlich die neuen Impulse, die durch die Wiesbadener Tagung unserer Ortsgruppe gegeben wurden. F ü r t h. Am Dienstag, den 6. ds. fand im kleinen Weißengartensaale eine sehr gut besuchte Jugendversammlung statt, in der Dr. L i e b s t ä d t e r und Dr. Lö wengart über „Aufgaben und Ziele der jüdischen Jugendbewegung“ sprachen. Es wurde die Gründung einer zionistischen Jugendgruppe beschlossen. — Bei der am 15. ds. stattgefundenen Gründungsversammlung traten insgesamt 40 neue Mitglieder bei. Die Wahlen zum Vorstand hatten folgendes Ergebnis: Dr. L ö w e n g a r t, 1. Vorsitzender, Max Kusmirek, 2. Vorsitzender, Schriftführer: Rosa P f r i d und Ernst Birnbaum, Kassier: Herbert Krisch, Beisitzer: Marie Schulhöfer und Siegfried G u t m a n n. Das Arbeitsprogramm der neuen Gruppe besteht neben zionistischer Außenarbeit vorläufig in der Abhaltung eines Geschichtskurses über neuere jüdische Geschichte. Gunzenhausen. Im Saale der Restauration Strauß sprach Herr Dr. Löwen gart aus Nürnberg über das Thema: „Untergang und Aufbau“. Ausgehend von der kathastrophalen Lage des jüdischen Volkes in vielen Teilen der Welt, zeichnete er ein Bild des werdenden jüdischen Palästina, auf das heute die Augen der gesamten Welt gerichtet sind. An den Vortrag schloß sich eine sehr angeregte Diskussion, an der sich Herren der verschiedensten jüdischen Richtungen beteiligten. In seinem Schlußwort widerlegte der Redner alle Angriffe, die voir gegnerischer Seite gegen den Zionismus gerichtet wurden. Spendenausweis Gesamtausschuß der Ostjuden. Sufrin gratuliert herzlichst zur Hochzeit Goldberg-Bornstein 2.—. Spendenausweis vom 13. Januar bis 2 0. J a n u a r 1 9 2 5. Allgemeine Spenden. C. Hohenberger grat. Fanny Orljansky zur Verlobung 3.—; Familie A. Schindler grat. Farn. Schindel, Goldberg, Orljansky, Rothenberg 2.— — 5.—. Bäume. Bar Kochba-Hain: Farn. B. Goldfarb grat. Orljansky z. Silberhochzeit u. Verlobung 1 B. 6.—. Goldenes Buch. Gold. Buch Dora u. Selig Orljansky anl. ihrer Silberhochzeit u. der Verlobg. ihrer Tochter Fanny mit Herrn Max Stein 100.—. Büchse n. Büchse Hirsch 4.—; N.F.-Telegramme 3.—. Gesamtausweis seit 1. X. 1924 Mk. 3324.65.