Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- 49 (5.12.1924)
- Date
- 1924-12-05
- Page
- Seite 438 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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438 Das jütische Echo Nr. 49 Ski-Abteilung. Wir ersuchen nochmals die Interessenten dieser Abteilung ihre Adresse Herrn Siegfried Spielmann, Königinstraße 4, mitzuteilen. Dieselben werden sodann zu einer am kommenden Donnerstag stattfindenden Besprechung eingeladen werden. Die Leitung. Zionistische Ortsgruppe. Regelmäßige Diskussions- und Vortragsabende nunmehr jeden Mittwoch 8 Uhr im Bibliotheksaal, Herzog Maxstr. 7/.,. Als nächste Referate sind vorgesehen: Mittwoch, den 10. Dez.: Dikussionsabend über das Thema: „Warum bin ich Zionist?“ unter Leitung des Herrn Dr. Siebert Feuchtwanger. Zur Aussprache haben sich bisher gemeldet: Herr Justizrat Emil Fränkel, Herr Satanower, Herr Dr. Julius Siegel, Herr Dr. Rafael Straus. Gäste zu diesen Veranstaltungen herzlichst willkommen! Mittwoch, den 17. Dez.: Dr. Max Mayer: „Das hebräische Schulwerk in Litauen“. 2. Teil. (Herr Dr. Mayer war eine Reihe von Jahren in Mariampol, Litauen, tätig.) Zionistische Jugend. Der für Samstag, 6. XII. angesetzte Vortrag des Herrn Schlome Ettlinger wird bis auf weiteres verschoben. Schachklub Lasker. Spielabende von jetzt ab jeden Montag und Donnerstag abends 8 Uhr im „Herzog Heinrich“ (Ecke Landwehr-Mathildenstraße). Fortsetzung des Turniers (4. Runde) Montag, 13. Dezember. Ortsgruppe München des jüdischen Frauenbundes Arbeitskurse finden Mittwoch von 6—8 Uhr abends, Klenzestraße 4, parterre im Lokal der Speiseanstalt statt und zwar: I. Anfertigen und Abändern von Kleidern, Blousen, Mänteln usw. unter fachmännischer Leitung aus altem und neuem Material. II. Handarbeitskurs. Stricken und Häkeln von Frauen- und Kinderkleidern. Anfertigung von Vorhängen und Decken in Filet und Locharbeit. Nähen feiner und einfacher Wäsche mit Handarbeitsverzierung, dies alles für privaten Gebrauch und zum Anlernen für Erwerbsmöglichkeit, ferner Ausbessern von Wäsche und Stricksachen. Jüdische Arbeitsgemeinschaft. Samstag, den 6. Dezember halb 9 Uhr Vortrag von Herrn J. Löwy über „Die jüdische Jugend und ihre Aufgaben“ im Bibliotheksaal der Gemeinde. Donnerstag, den 11. Dezember präzis 8 Uhr: 1. Abend unseres Tanzkurses im Tanzinstitut Opel, Augustenstraße 53, Ecke Gabelsbergerstraße. Jüdischer Gesangverein e. V. München. Das diesjährige Chanukkakonzert findet, wie bereits mitgeteilt, am 23. Dezember 1924 abends 8 Uhr in der Tonhalle unter gefl. Mitwirkung bekannter Solokräfte, des gesamten Chores und des Konzertvereinsorchesters statt. Alles Nähere siehe Annonce in dieser Nummer des Blattes. Es empfiehlt sich die Eintrittskarten frühzeitig in den VorVerkaufsstellen zu lösen. Jüdischer jugendverein München. Freitag, den 12. Dezember Freitagabend-Feier im Restaurant Weiß, Herzog Wilhelmstraße 29, um halb 9 Uhr; Leiter Herr Hirsch. Montag, den 22. Dezember Chanukkafeier mit Tanz im Cherubin-Theater abends 8 Uhr. Näheres siehe Inserat. Meldungen von Darbietungen erbitten wir bis spätestens Montag, den 8. Dezember an Frl. Liesl Ellinger, Beethovenstraße 14/11. nnnyn nsirn 'nmn hi na mn. nwxn 'gh TitPDG 57z nytpn rmo -pyrit? nnn?1? Ottostr. 2. Würzburg. Am Sonntag, den 16. November, 19 Marcheschwan fand hier eine kleine, aber in der jetzigen Zeit gewiß seltene Feier statt. Galt es doch die Einweihung unserer neu hergerichteten kleinen Synagoge festlich zu begehen. In dem Raume der ehemaligen „Mazzestube“ — die alten Würzburger werden sich der Zeit noch erinnern, da diese ihrem eigentlichen Berufe, dem Mazzebacken für die Gemeinde diente — erstand durch, Umbau und Erweiterung der Gemeinde diese „Winterschul für den Wochentagsgottesdienst“. Die hiesige Familie Seligsberger stiftete aus Familienbesitz, zum Andenken an ihren früh verstorbenen Neffen Otto Hirsch s. A. aus München, die hauptsächlichsten Teile der Inneneinrichtung, die aus einer alten unterfränkischen Synagoge stammen. Viele hiesige Gemeindemitglieder ergänzten die fehlenden Stücke und so entstand ein, Mikdosch mead ein wahres Schmuckkästchen, wie es wohl stilvoller und schöner kaum erstellt werden kann. Die Synagoge faßt 70 Herren- und 20 Frauenplätze. Zur Feier der Einweihung waren neben den Spendern und den Mitgliedern der Verwaltung aus Mangel an Platz nur die Vertreter der hiesigen Vereine geladen. Nach Verbringung der Sifre Tora und dem einleitenden Gesänge Mah tauwu übernahm der Vorsitzende der Kultusverwaltung, Herr Justizrat Dr. Haas, die Synagoge seitens der Gemeinde. Er dankte den Spendern, vor allem der Familie Seligsberger und dem Mitgliede der Verwaltung, Herrn Samuel Pfeuffer, der den lange projektierten Plan des Umbaues der Mazzestube verwirklicht und mit unermüdlicher Tatkraft die Erstellung geleitet hat, den anwesenden Architekten Stadtbaurat Kreuter und Sonnen, sowie dem Baumeister Lehritter für ihre Arbeit. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß diese schöne, heizbare Synagoge ein Ansporn für den täglichen Besuch des Gottesdienstes sein möge. Nach einem Jiskor für Herrn Otto Hirsch s. A. fanden die Hakofaus statt und unter dem Gesänge von Menucho jaumar werden die Sifre Tora in den Oranu hakaudesch verbracht. Anknüpfend an den Vers Ner haschem nischmas odom entzündete Herr Rabbiner Dr. Hanover mit der Birch^s schehechejonu das Ner tomid und würdigte in meisterhafter Rede die Bedeutung dieser Stunde. Mit Gesang von Ps. 150 und Minchoh Gebet schloß diese erhebende Feier. Allen Teilnehmern wird sie noch lange in Erinnerung bleiben. Dr. U. Spenden-Ausweis mußte wegen Raummangels zurückgestellt werden. PELZMODE-HAUS SCHWABE MODERNSTE PELZE MÜNCHEN, KAUFINGERSTR.23