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Das jüdische Echo · 1924-11-07 · 45 (7.11.1924) · p. Seite 377 [374]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
11 (1924)
Issue
45 (7.11.1924)
Date
1924-11-07
Page
Seite 377 [374] (sequence 14)
Language
German
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Nr. 45 Das Jüdische Echo 37 r alle ihre Anziehungskraft ausüben wird. Herr Dr. Goldmann ist vor wenigen Monaten selbst in Palästina gewesen und es besteht kein Zweifel, daß er seinen Zuhörern ein wirkliches Erlebnis Palästinas zu vermitteln im Stande ist. In Fürth spricht Herr Dr. Goldmann über das Thema: Untergang und Aufbau am Mittwoch, den 12. November abds. 8^ Uhr im Weißengartensaal. In Nürnberg am Donnerstag, den 13. November abends 81^ Uhr im großen Maxfeldsaal (Stadtpark). Thema: „Der Jude als Schöpfer.“ Zionistische Ortsgruppe Nürnberg- Fürth. Am 2. Oktober sprach im Sitzungssaale des Gemeindehauses Dr. Löwengart über das Thema: „Die politischen und wirtschaftlichen Ereignisse Palästinas in der jüngsten Vergangenheit.“ Dem Vortrag schloß sich eine angeregte Diskussion an. Am 23. Oktober sprach Herr Dr. Rudolf Samuel aus Berlin über „Fragen der zionistischen Wirtschaftspolitik“. Der Redner, dessen gehaltvolle Ausführungen besonderen Beifall erregten, behandelte in erster Linie die Frage des Konsolidierungsbudgets. Durch die Anwesenheit von Herrn Dr. Walter Preuß aus Jerusalem, der in der Diskussion gegen das Konsolidierungsbudget sprach, gestaltete sich der Abend äußerst interessant und anregend. Fürth. Durch die Gründung unserer Fürther Zweiggruppe ist das Interesse für die zionistische Bewegung auch in Fürth ein größeres geworden. Die erste Veranstaltung dieses Monats, in der Herr Dr. Löwengart über das Thema: „Die Entwicklung Palästinas in der jüngsten Vergangenheit“ sprach, erfreute sich eines äußerst guten Besuches. Ansbach. Am Sonntag, den 26. Oktober, fand in den Schloßlichtspielen dahier die Vorführung des Palästinafilms: „Eine Reise durch Erez Israel“ statt. Unter den geladenen Gästen bemerkten wir insbesondere Herrn Regierungsdirektor Dr. Hahn mit Frau und Herrn Oberregierungsrat Gümbel als Vertreter der Regierung von Mittelfranken. Auch die Stadt Ansbach war vertreten. Leider fand die Vorführung bei der jüdischen Bevölkerung Ansbachs nicht das gebührende Interesse. Unter anderem hörten wir die Bemerkung eines der anwesenden offiziellen Gäste, „daß es eine Schande für die jüdische Bevölkerung Ansbachs sei, an dieser großen jüdischen Sache einfach interesselos vorüberzugehen.“ Insbesondere vermißten wir auch das geistliche Oberhaupt der Gemeinde, Herrn Dr. B r a d e r, der gerade an diesem Tage dienstlich verreist war. Der Besuch des Filmes wäre zweifellos ein besserer gewesen, wenn man nicht allem Anschein nach von einer gewissen Seite aus, die überall glaubt, das wahre Judentum allein gepachtet zu haben, ein Druck auf die Gemeindeangehörigen, vor allem auf die Jugend ausgeübt worden wäre, die Veranstaltung zu boykottieren. Wenn diese Herrschaften es nicht einmal fertig bringen, eine jüdische Veranstaltung, die ihnen Gelegenheit gibt, das Leben Palästinas kennen zu lernen, zu besuchen, auch wenn sie von einer Richtung ausgeht, die ihnen politisch nicht nahe steht, so muß es wirklich mit der Intoleranz und Engstirnigkeit dieser Leute schon recht weit gekommen sein. Um so überzeugender hat die Aufführung des Films auf die erschienenen Besucher gewirkt. Die meisten von ihnen, die vorher dem jüdischen Palästinawerk fremd oder gar feindlich gegenüberstanden, sind durch das Gesehene eines Besseren belehrt worden, und sind teils mit warmem Interesse, zum großen Teil sogar mit Begeisterung nach Hause gegangen. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dies geht sowohl aus privaten Äußerungen der nichtjüdischen Besucher, als auch aus den Besprechungen der gewiß nicht judenfreundlichen Ansbacher Presse hervor, daß wir durch das ehrliche Aufzeigen unserer Leistungen den Antisemitismus wesentlich wirksamer bekämpfen können und auch bei dem Teil der nichtjüdischen Bevölkerung, der vernünftigen Argumenten noch zugänglich ist, durch die bewußte und aufrechte Betonung unserer Eigenart uns mehr Sympathie erringen, als durch das ängstliche Verkriechen und Verstecken, wie es leider auch bei den Kreisen üblich zu sein scheint, die sich immer als die Vertreter des patentiert-echten Judentums hinstellen möchten. Es war immerhin erfreulich, zu bemerken, daß ein großer Teil der Juden Ansbachs sich so viel gesunden Sinn bewahrt hat, sich dem Einfluß dieser oben erwähnten Gewalten, die wir wohl nicht näher zu umschreiben brauchen, zu entziehen. Wir möchten nicht schließen, ohne jenen zu danken, die eben kraft jenes gesunden Sinns sich den Film angesehen und dann ihr Teil zum Aufbau Palästinas beigetragen haben. Dr. A. Spendenausweis Spenden-Ausweis vom 28. Oktober bis 4. November 1924 Rosch-Haschanah-Glückwunscli- Ablösung: Durch Kalter Max: M. Levy 2.—, M. Schumer 3.—, David Heß 3.—, M. Berger 2.— — 10.—. Durch Siegfried Davidsohn: Dr. B. Nußbaum 10.—, M. Rosenfeld 2.—, Frau Häutemann 1.—, Max Landmann 20.—, A. Heumann 5.—, Gahnmann 5.—, Engelberg 2.—, L. Davidsohn 5.— — 50.—. Thoraspenden für Rosch-Haschanah: Feldherr 3.—, Singer 50.—, Buchaster 2.—, Anmuth 5.—, Eisenberg 5.—, Helfer 1.—, Spielmann 20.—, Wiesenfeld 2.—, Kurzmantel 5.—, Brunnegraber 3.—, Scheinmann-Landshut 10.—, Schumer 5.— — 111.—. Durch Siegfried Moos: Jakob Fränkel 10.—, O. Böhm 5.—, Prof. Iserlin 5.—, Levite 3.—, Dr. Feuchtwanger 5.—, Scharzhautt 3.—, Rothschild 5.—, Krieger 5.—, Apoth. Blum 3.—, Wiener 3.—, Herrn. Binswanger 3.— — 50.—. Durch Ludwig Steinheime r: Levi 3.—, Dr. Friedinger 2.—, Levi 5.—, Silbermann 10.—, Löwenstein 10.—, Neumann 3.—, Dr. Steinfeld 3.— 36.—. Durch Erna Iilias: Wetzlar 1.—, Hauser Durch Emma Neuwirt h: Felsen 3.—, Rosenbaum 1.—, Frau Fleischmann 5.—, Frau Engelberg 1.—, Nattenheimer 1.—, Hirsch 3.—, Oppenheimer 3.—, Westheimer 5.—, Schalter 3.—, Eisenkling 3.— 28.—. Durch Rosa Neuß: Kleinmann 10.—, Ambrunn 2.—, Lehmann 1.—, Neue Galerie Schönmann und Lampel 5.—, Mendle 2.—, Neuß 1.— — 21.—. Durch Eva Gahnmann: Frau Dr. Kitzinger 5.—, Dr. Klugmann 3.—, A. Müller 1.—, Dr. Deutsch 1.—, J. Ascher 3.—, Mendle 5.—, Dr. Würz 2.—, Hullisch 5.—, Königsberg 3.—, Mendle 3.— 31.—. Durch Paula Neuwirth: Dr. Teutsch 10.—, Dr. Bloch 10.—, Rosenberg 5.—, Dr. Levinger 3.—, Rieser 5.— i— 33.—. Durch Rosa Neuß: Bernh. Buff 10.—, Max Hesky 10.—, Isidor Gerstle 5.—, Frau Schwarz 2.— — 27.—.

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