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Das jüdische Echo · 1924-07-11 · 28 (11.7.1924) · p. Seite 167 [166]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
11 (1924)
Issue
28 (11.7.1924)
Date
1924-07-11
Page
Seite 167 [166] (sequence 13)
Language
German
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Nr. 28 Das Jüdische Echo 167 Sport-Echo F.-Kl. Fortuna I : Bar Kochba I 4:1, Ecken 3:1. Es gibt böse Zungen, die behaupten, daß es der I. F.-Ballmannschaft des B.-K. doch noch einmal gelingen werde, ein Spiel gegen einen Gegner nicht zu verlieren, unter der Voraussetzung allerdings, daß der Sieg einer Mannschaft nicht von der Zahl der erzielten Tore, sondern der — beinahe geschossenen Goals abhängig gemacht wird. Es wäre boshaft, sich dieser Annahme anzuschließen, doch so viel muß betont werden, daß ein Körnchen Wahrheit doch in dieser Behauptung steckt; und von welch unangenehmer Größe dieses Körnchen ist, das zeigt mit grausamer Deutlichkeit das am 6. Juli gegen F.-Kl. Fortuna ausgetragene Freundschaftsspiel. Zu Beginn des Spieles zeigte sich eher eine kleine Überlegenheit Bar Kochbas, die aber zahlenmäßig nicht zum Ausdruck kommt. Erst eine Minute vor Halbzeit blüht der erste und letzte Erfolg: Der Ball gelangt nach schöner Kombination der Läuferreihe zu dem Halblinken Rosenbaum, der unhaltbar einschießt. 1:0 für B.-K. In der zweiten Spielhälfte wendet sich das Blatt zugunsten Fortunas, das Dank größerer Schuß- Jreudigkeit und Entschlossenheit in der 10., 15., •30., 35. Minute durch 4 Tore das Ergebnis auf 4:1 stellt und so den Sieg an sich reißt, nicht ohne vorher dem B.-K. Sturm durch zwei „totsichere Sachen“ Gelegenheit zum Verpassen des Ausgleiches und zum Beweis seiner Hilflosigkeit vor dem Tor zu geben. Von der gegnerischen Mannschaft ist besonders der —• Schiedsrichter zu erwähnen, der besser noch als der gute linke Verteidiger, der Halbrechte und der Mittelstürmer von Fortuna nützliche Arbeit für dieselbe leistete durch beabichtigte Unkenntnis der Abseitsregeln.- Auf Seiten Bar Kochbas verdient wie immer Hervorhebung der unverwüstliche Engel, der schußgewaltige Halblinke Rosenbaum und der vielversprechende Torwächter Kornhauser. Über einige andere Spieler sei schonend der Mantel jüdischer Nächstenliebe gedeckt. —- Vor allem aber muß ausgesprochen werden, daß es dieses Spiel bewies, daß Fußballkönnen nicht Angelegenheit des Temperaments und des Körpergewichts (siehe Heumann, Saposchnik!), , sondern solider Technik ist, die weniger in peinlich berührenden Wettspielen mit überlegenen Gegnern, als im eifrigen andauernden Training erworben wird. Emmeff. Sprechsaal In einer Besprechung über den „Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser“ in einer orthodoxen Wochenschrift findet sich der Vorschlag neben der rabbinischen Aufsicht und neben dem üblichen Maschgiach noch besondere Reisebeamte zu engagieren, welche die betreffenden Restaura- Te^tilhandelsgesellschaft zum „Weberhaus"R/G. München / FrankfurtJ / Leipzig Filialen in allen Stadtteilen ffllllllfllllllllllHIlllHnillW^ Deutsche NeuwSscherel G.m.b.H. FELIX BRANDNEU * MÜNCHEN Wittelsbacherplatz 4/o, Eing. Finkenstr. * Telefon Nr. 23708 Spezial-Dampfwaschanstalt für Herren-Plättwäsche nur Kragen, Manschetten, Vorhemden und Oberhemden. Lieferzeit ca. 8 Tage lllllllllllllllllllllim tionen kontrollieren. Als ich dies las, erinnerte ich mich des Ausspruches eines alten frommen Bäckermeisters in Frankfurt a. M„ dem seinerzeit der selige Rabbiner S. R. Hirsch in Frankfurt am Main nahelegte, durch einen Aufsichtsbeamten seinen Betrieb kontrollieren zu lassen. Der gute Mann entgegnete dem Rabbiner, daß er gerne die Kontrolle jederzeit zulasse, aber, fügte er hinzu, „wenn ich Sie utzen will, kann ich das tun, auch wenn Sie 10 Aufsichtsbeamte in meinen Betrieb stellen.“ Dies sollte man sich auch in unserer Zeit gesagt sein lassen. Das ewige Kontrollsystem führt zu nichts; der Rabbiner, welcher die Garantie übernimmt, dürfte genügen. J. Fraenkel. Gemeinden-u. Vereins-Echo München. Im Inseratenteil dieser Nummer findet sich eine Bekanntmachung des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde, wonach das Gebiet der Kultusgemeinde München, mit Genehmigung der Regierung, sich auf den ganzen Regierungsbezirk Oberbayern mit Ausnahme von Ingolstadt und der Bezirksämter Ingolstadt, Pfaffenhofen, Schrobenhausen, Aichach, Friedberg, Landsberg und Schongau, erstreckt. 3ioniftifdje Ortsgruppe 3ftünd)en Dienstag, ben 22.3uli abbs. 8 Uljr im Baal bes Shinftgemerbeoereins ‘pfanbfjausftraße 7 S)erjjF ©ebeitkfeier anläjjltd) Tfyeobor Sjer^s 20. Soöestag ©ebenkrebe Vortrag aus $)ergls QBerken 9Huftkalifd)er Seil SQ3ir laben alle 3ubeit in 9Jtünd)en ein, mit uns bas ^Inbenken bes größten 3uben ber 9Jeujeit gu feiern ©intrittsgelb 3ur ^oftenbedutng 3DL1

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