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Das jüdische Echo · 1924-04-25 · 17 (25.4.1924) · p. Seite 48

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
11 (1924)
Issue
17 (25.4.1924)
Date
1924-04-25
Page
Seite 48 (sequence 8)
Language
German
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48 Das Jüdische Echo Nr. 17 literarisches Echo Anti-Anti. Blätter zur Abwehr. Tatsachen zur Judenfrage. Herausgegeben vom Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Zu beziehen durch: Philoverlag, Berlin SW. 68. 59 Blätter. Die bayerischen Landtagswahlen haben gezeigt, daß es vorzugsweise die jüdische Frage war, die die Wähler beschäftigte. Allerdings auch hier: Das Nicht-Wissen mancher Tatsachen hat vielleicht neben der angeborenen Abneigung und den Eigenschaften, die stets die „kompakte Majorität“ auszeichnen, den einen oder anderen zum Mitläufer des Völkischen Blocks werden lassen. Dem entgegenzutreten, ist Absicht des im ganzen schlagkräftig zusammengestellten Schriftchens, das der Centralverein soeben herausgegeben hat. Es kQmmt zu den Reichstagswahlen nicht zu spät und wird in den Händen der — allzu wenigen — Belehrbaren gut wirken. Da es die einzelnen Fragenkomplexe: Rassenfragen, Urteile über die Juden, Jüdische Sittlichkeit, Die Juden im Krieg, Die Antisemiten, Juden und „Verjudung“ in knapper Form auf losen Blättern zur Darstellung bringt, ist es zur Propaganda gut geeignet und wird den vielen Juden, die selbst nur zu wenig Kenntnisse gegenüber den Behauptungen der Antisemiten besitzen, sehr förderlich sein. Daneben kann es auch zur Aufklärung nach außen wirken. Z’bi Menorah. So groß die Zahl der jüd. Tagesblätter und Zeitschriften mit bestimmter politischer oder religiöser Tendenz ist, so fehlte bisher eine allgemeine Schrift für die jüd. Familie. Seit Juni 1923 erscheint nun in Wien (Rathausstraße) die jüdische Monatsschrift „Menorah“, die geeignet ist, diese Lücke auszufüllen. In einem ansprechenden äußeren Gewände unter Zuhilfenahme zahlreicher guter Illustrationen brachte sie bisher in jeder Nummer aus allen jüdischen Wissens- und Interessengebieten ausgewähltes Material. Soziologie, Geschichte, Literatur, von dieser auch die neuere hebräische, sind in ausgezeichneten Kapiteln vertreten. Auch der gute Modebericht und ein lustiger Jugendteil werden unseren Hausfrauen nicht unwillkommen sein. Die Zeitschrift, die es mit den besten in den Reihen der Monatsschriften aufnimmt, empfiehlt sich durch sich selbst. Gemeindenu. Vereins-Echo Israelitische Realschule Fürth i. Bayern. Die diesjährige Schlußprüfung fand unter dem Vorsitz des Ministerialkommissärs Herrn Oberstudienrat H. Dauschacher von der hiesigen Oberrealschule statt und ging am 1. April mittags zu Ende. Sämtliche Schüler der Oberklasse, die diese ein Jahr lang besucht hatten, erhielten das Schlußzeugnis ausgestellt, das zum Übertritt in die 7. Klasse einer Oberrealschule berechtigt. Die Aufgabe aus der Religionslehre lautete: Maimonides und sein Werk. Im Deutschen standen den Prüflingen 3 Themata zur Auswahl: a) Welchen Nutzen gewährt die Kenntnis fremder Sprachen? b) Spare, lerne, leiste was: so hast du, kannst du, giltst du was. c) Der Rhein ist nicht Deutschlands Grenze, der Rihiein ist Deutschlands Strom. Die Schlußfeier, die am 9. April in der Aula der Anstalt abgehalten wurde, war umrahmt von herrlichen Chorli©dem und verschönt durch den Vortrag deutscher und englischer Gedichte. Ein Oberklässer, Alfred Weinheber, hielt eine ergreifende Abschiedsrede. Er feierte darin das Andenken des leider am 15. Juli vorigen Jahres heimgegangenen Direktors Professor Dr. Alfred Feilchenfeld b t dessen Schüler gewesen zu sein ihn und seine Kameraden stets mit Stolz erfüllen werde. Er dankte der Schule und ihren Professoren für den gründlichen Unterricht, den er und seine Freunde dort genossen hätten und besonders für den gediegenen Unterricht in der jüdischen Religion und deren Quellen. Er gelobte, sie würden stets das Banner des traditionellen Judentums hochhalten und in Zeiten der Anfeindung nur um so enger sich darum scharen. Der stellvertretende Direktor, Herr Prof. Dr. S. Herzstein, ermahnte die Scheidenden im Anschluß an Goethes Hermann und Dorothea an das Wort: „Haltet am Glauben fest und fest an frommer Gesinnung; denn sie macht im Glück verständig und sicher, im Unglück reicht sie den schönsten Trost und belebt die herrlichste Hoffnung. Er forderte sie auf, als aufrechte Juden und gute Deutsche durchs Leben zu gehen. Der Vorsitzende des Vereins der Israelitischen Realschule, Herr J. L. Weiskopf dankte Herrn Professor Dr. Herzstein, dem Veteranen der Anstalt, für seine freundliche, erfolgreiche Hilfe in der Not, forderte die Abiturienten auf. treu die empfangenen Lehren zu befolgen, und der Schule und dem Judentum stets Ehre zu machen. Spendenausweis Jüdischer Nationalfonds Münchner Spendeneingänge vom 4.—9. April Purimaktion 3. Ausweis Ges. d. W. Goldstern: Böhm 50.—, Louis Feuchtwanger 50.—, L. Spielmann 50.—, Frl. Spielmann 10.—; Summe: 160.—. G e s. d. R. K e s 11 e r : D. Pappenheim 10.—, Berger 5.—; Summe: 15.—. G e s. d. S. P h i 1 i p p s o h n: M. Engelhard 60.—, Chary und Sturm 50.—, Tuchmann und Brunnengraben 50.—, N. Kurzmantel 50.—, I. Singer 50.—, Weissbarth 10.—, Blumenberg 10.—; Summe: 280.—. Ges. d. G. Fraenkel: M. Brym 50.—, J. Meyer 20.—; Summe: 70.—. Gesamtsumme: 520.—. Bisheriger Ausweis der Purimaktion: 2181.28. WO! ist JOSEPH DUSCHL der die allerhöchsten Preise für sämtliche Papiere, Lumpen, Flaschen, Alteisen, Metalle, Gummi zahlt? DACHAUERSTRASSE 21/0 2J4offl20liO|THe^ In unseren grofien Spezial - Abteilungen unterhalten wir stets eine reiche Auswahl preiswerter Gebrauchsu. Luxusartikel zu vorteilhaftem Einkauf Hermann Tietz München Vera« twortl ich Jir die Redaktion Dr. Radolf Liebstftdter, Nöraherg. Fflrtherstrale 87. für den Anzeigenteil i H. W. Stöhr. Mönche« Dr«ck «ad Verlag i B. Heller. B«chd racker ei. Herzog Maxstrale. Mlackea. 1

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