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Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern · 1923-11-30 · 6 (30.11.1923) · p. Seite 16

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Journal
Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern
Volume
1923
Issue
6 (30.11.1923)
Date
1923-11-30
Page
Seite 16 (sequence 2)
Language
German
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16 Mitteilungen des Israel. Lehrervereins für Bayern Nr. 6 mendes Geschlecht dem unsrigen einmal das Zeugnis ausstellen können: Ihr hiabt euch in schwerster Zeit bewährt! Mitteilungen des Vorstandes 1. Die in Nr. 5 auf Grund Beschlusses der Verwaltung eingeforderte Einzahlung der erhöhten Mitgliederbeiträge ist laut Mitteilung des Kassiers bis jetzt nur von einem geringen Teil der Kollegen betätigt worden. Es ergeht hiermit an die Säumigen die wiederholte Aufforderung zur sofortigen Einsendung der Beiträge (Einzahlung auf unser Postscheckkonto Nr. 6479 beiim Postscheckamt Nürnberg) mit dem Bemerken, daß die Beitäge infolge der Geldentwertung nunmehr das lOOfache der ursprünglich festgesetzten Sätze ausmachen. Eine weitere Aufforderung erfolgt nicht. Mitglieder, die die Beiträge bis längstens 1. Dezember n i c hi t entrichtet haben, werden als ausgetreten erachtet und aus der Mitgliederliste gestrichen. 2. Gesuche um Zuwendungen aus der Unterstützungskasse oder um Beihilfe in Krankheitsfällen wollen nicht an den Vorstand, sondern unmittelbar an den Vorsitzenden der Unterstützungskommission, Hauptlehrer M. Heilmann, Würzburg, Neubergstraße 11, gerichtet werden, da andernfalls nur Verzögerungen in der Erledigung eintreten und zudem erhöhte Portokosten erwachsen. 3. Dringend ersuche ich alle Kollegen, die nicht im Volksschuldienste stehen, sich darüber zu vergewissern, ob sie mit ihrem vollen Gehalte beim Versorgungs-Verbandie angemeldet sind. Versäumnisse in dieser Hinsicht können im Versorgungsfalle (Pensionierung, Hinterbliebenen-Versorgung) die schwersten Nachteile zur Folge haben. 4. Verschiedene Zuschriften, namentlich in Verbandsangelegenheiten, habe ich in der letzten Zeit der hohen Portokosten wegen nicht direkt beantwortet. Die treffenden Kollegen dürfen indes versichert sein, daß meinerseits nicht versäumt wird und alle Anfragen, Anträge usw. sofort den zuständigen Stellen übergeben werden. 5. Unserer Hilfskasse sind in letzter Zeit wieder eine Reihe besonders hervorzuhebender Spenden zugeflossen. Ich glaube indes im Sinne der Spender wie der Vermittler der Zuwendungen zu handeln, wenn ich ihre Namen hier nicht eigens anführe. Mögen sie hiermit den herzlichsten Dank entgegeinnehmen und in dem Bewußtsein, an einem edlen Werke mitgeholfen zu haben, den schönsten Lohn finden. Auf Rosch Haschianah wurden Pensionisten, Witwen und Waisen Beschaffungsbeihilfen im Gesamtbetrage von rund 400 Millionen M. gewährt. Eine weitere Ausschüttung aus der Hilfskasse fand zum Laubhüttenfeste statt. Die Leistungsfähigkeit der Kasse kann indes nur dann auf der bisherigen Höhe erhalten werden, wenn alle Mitglieder unausgestzt für sie werben. Es ergeht darum an die Kollegen die ernste und eindringliche Mahnung: Helfet mit an unserem Werke echter Bruderliebe! Es kann jeder an seinem Auf- und Ausbau mitarbeiten, wenn er nur wahrhaft will. Die Not ist groß, der Winter steht vor der Tür! Mit kollegialen Grüßen! I. V.: M. R o s e n f e 1 d , Schriftführer. Personalien Den Religionslehrern Simon Dingfelder und Moritz Rosenfeld in München wurde der Titel Hauptlehrer verliehen'. Hauptlehrer D. Rosenwald in Winnweiler wurde, nachdem die dortige israelitische Volksschule aufgelöst worden ist, nunmehr zum Lehrer für Deutsch und Geographie an der Lateinschule dortselbst ernannt. Vergütung für den Religionsunterricht an den Volksschulen Laut Ministerialentsehliießung vom September wurde der Vergütungssatz rückwirkend ab 1. Juli auf 120 000 Mk. für die Jahreswoehenstunde festgesetzt. Hierzu kommt dann der jeweilige Teuerungszuschlag und eventuell der Überteuerungszuschlag in besonders namhaft gemachten Orten. Bis 1. Juli betrug die Grundvergütung 3200 Mk. für die Jahreswoehenstunde. Die Teuerungszuschäge lohne Sonderzuschlag waren jeweils: Januar 395%, Februar mit April 942%, Mai 1460%, Juni 4450%, Juli — zum neuen Satz — 405.5%, August 10017%, September 244 370%, Oktober Durchschnittsmeßzahl 564 200, 1. November-Viertel Meßzahl 2 538 750; 2. Viertel 7 500 000; 3. Viertel 20 500 000. Es ergibt sich demnach beispielsweise als Vergütung für eine Wochenstunde im September ein Betrag von 24 438 000 Mk., im Oktober 5,642 Milliarden, für das 3. November-Viertel 205 Milliarden. Wesentlich wird sein, daß die Vergütungen auch rechtzeitig, also in der gleichen Weise wie feste Besoldungen durch die Finanzämter zur Auszah^ lung kommen, da sie ja sonst unter dem Druck unserer Währungsverhältnisse jeden Wert verlieren würden. Bereits in der vorigen Nummer wurde darauf hingewiesen, daß die Vergütungen auf Grund des ab, 'änderten Art. 29 des Schulbedarfgesetzes nicht mehr den Religionsgesellschaften — Kultusgemeinden — zufließen, sondern den Religionslehrern unmittelbar auszuzahlen sind. Da die Ausführungsbestimmungen zu der erwähnten Gesetzesänderung noch nicht vorliegen, scheinen mancherorts noch Unklarheiten zu bestehen, welche wohl nach Erscheinen der Ausführungsbestimmungen behoben werden dürften. Soziale Mitarbeit Unter Mitwirkung verschiedener Kollegen ist es möglich gewesen, sowohl Kinder aus dem besetzten Gebiete als auch erholungsbedürftige Stadtkinder in ländlichen Gemeinden während der Ferienzeit unterzubringen. Wie mir von der Fürsorgestelle des Verbandes hier mitgeteilt wird, strebt dieselbe zur Zeit die Unterbringung einiger Kinder für längere Dauer an. Da hierbei auch zwei schulpflichtige, reiichsdeutsche Mädchen in Betracht kommen, wäre die Möglichkeit zur Auffüllung einer Volksschule gegeben. Kollegen, die hieifür Interesse haben, werden um möglichst umgehende Mitteilung gebeten. Einzahlungen seit 18. IX. 23. ((in Millionien Mark) Durch: Brückheimer, Marktbreit 65. Frl. Edelstein, Sugenheim 17, Rose. Altenstadt 1, Reinhold, Demmelsdorf 0,3, Neustädter, Maßbach 0.16, Herrn' Sonder, Kitzingen 100, Stern, Frankfurt 55, Adler, Ansbach 12, Eisemann, Würzburg 0.2, Ottensoser, Würzburg 10, Strauß, Westheim 6.04, Heymann, Rodaliben 16.96, Bein, Nürnberg 10, Blatt, Obbach 2.15, Gundersheimer, Brückenau 5.5, Massenbacher, Niederwerrn 1.177, Kissinger, Frankenwinherm 0.019, Hofmann, Rothenburg 9, Edelstein. Sugenheim 51, Heippert, Scheinfeld 25, Wißmannt, Künzelsau 8, Reiter Gerolzhofen 10, Rosenfeld, München 57.5, Müller, München 20, Hubert, Windsbach 1.225, Gutmann, öttimgen 11, Hellmann. Würzburg 455, Blumenthal, RLmpar 0.1, Heymann Rodalben 29.75, Dr. Klugmann, München 242.4. Strauß, Uffenheim 9.6, Rosenwaldl Winnweiler 9.7, Gutmann öttingen 75, Weil, Hof 500, Rosenblatt Memmingen 200, D. Sonn, Würzburg 1, Mandelbaum, Würzburg 3 400. Würzburg, den 28. X. 1923. M. H eil m a nn.

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