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Das jüdische Echo · 1923-10-12 · 41 (12.10.1923) · p. Seite 481

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
10 (1923)
Issue
41 (12.10.1923)
Date
1923-10-12
Page
Seite 481 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 41 Das Jüdische Echo 481 träge aufmerksam machen und vollzählig erscheinen können. Ferner teilt uns die Jüdische Kultusgemeinde mit, daß sie den Bibliotheksaal den Jugendorganisationen zum außerordentlich ermäßigten Grundpreis 1 Mk. X Index überläßt. Das Datum und Thema der Veranstaltung ist in jedem Falle bei Herrn Syndikus Dr. Flaschner zeitig mitzuteilen; das Geld muß umgehend in der Woche nach dem Vortrag bezahlt werden. Verschiedene Wandergruppen haben auf die Benützung des Rückgebäudezimmers Anspruch erhoben; wir bitten alle Interessenten um baldige Mitteilung. Die Obmannschaft für das Jahr 5684: Dr. MaxNußbaum, Weißbart, Freund Diskussionsabend. Der Verband der jüd. Jugendorganisationen Münchens hielt im überfüllten Bibliotheksaal den ersten Sprechabend in diesem Winter über das Thema „Jüdische Jugend und Sozialismus“ ab. Die Referenten Eugen Kohn, Alfred Lindauer und Hugo Kohn beleuchteten die Frage vom J. J. W. B. vom nationalen und vom radikalen Standpunkt aus. Alle drei Referate gipfelten in dem Wunsche, daß die jüdische Jugend, soweit sie in den Jugendorganisationen zusammengeschlossen ist, sich bewußt in die Reihen des Sozialismus eingliedern möge. Die rege Aussprache ergänzte diese Stellungnahme (Rosenfelder) im wesentlichen von erzieherischen Gesichtspunkten und vom orthodoxen Standpunkt aus. Im Schlußwort konnte der erste Referent darauf hinweisen, daß sich keinerlei Meinungsverschiedenheiten darüber ergeben hatten, daß sich die jüdische Jugendbewegung aktiv am Ringen um die sozialistische Weltanschauung beteiligen müsse und daß man höchstens über die dafür geeignetste Methode geteilter Ansicht sein könne. E. K. Terininliste der Fußballabteilung des jüdischen T. u. Sp.-V. Bar Kochba Sonntag, den 14. Oktober: I. Mannschaft gegen Turnerschaft Privatmannschaft vorm. 10 Uhr an der Säbenerstraße. Sonntag, den 21. Oktober: I. Mannschaft gegen Bartlos A.H. 1.45 Uhr nachmittags am Sportplatz vor der Max II Kaserne. Sonntag, den 28. Oktober: I. Mannschaft gegen Beuerberg in Beuerberg. Sonntag, den 4. November: I. Mannschaft gegen F.C. Tempo 10 Uhr vorm, an der Säbenerstraße. Sonntag, den 11. November: I. Mannschaft gegen Olching in Olching. Jugend. Sonntag, den 14. Oktober: I. Jugend gegen Jugendvereinigung Haidhausen vormittags 9 Uhr an der Säbenerstraße. Durch die schlechte Witterung konnte die photographische Aufnahme letzten Sonntag nicht stattfinden und ist auf kommenden Sonntag, den 14. Oktober verlegt worden. Sämtliche Mitglieder, aktiv in Dreß, sowie auch die Passiven und Jugend haben auf das bestimmteste am Platz an der Säbenerstraße zu erscheinen. Die II. Mannschaft hat auf alle Fälle wegen Training anzutreten unter Leitung von H. Engel. Gesellschaftsabend. Am 22. Oktober, abends 8 Uhr, findet im Restaurant Fraunhofer ein jüdischer Gesellschaftsabend unter Leitung des Herrn Reich statt. Damen sowie Herren sind höflichst eingeladen. O. Schachklub Lasker. Unser Winterspielbetrieb hat begonnen; Spielabende jeden Montag ab 8 Uhr „Herzog Heinrich“ (Ecke Landwehr- Mathildenstraße), wozu Mitglieder und Interessenten freundlichst eingeladen werden. Neuanmeldungen erwünscht. Kostenloser Schachunterricht wird erteilt. — Am 22. ds. beginnt das Wintertournier: Zwei Runden in Gruppen zu sechs Teilnehmern. Meldungen bis spätestens 15. Oktober am Spielabend oder an den Schriftführer, Dr. Fritz Silber, Bürkleinstraße 16/0. Krieger-Gedenktafel. Der Bund Jüdischer Frontsoldaten München hat ein internes Preisausschreiben zur Erlangung einer an der Synagoge anzubringenden Gedenktafel für die Gefallenen der Kultusgemeinde München veranstaltet. Das Preisgericht, dem als Künstler die Herren Oberbaudirektor Grässel, sowie die Profesorren Benno Becker und Wadere angehörten, erkannte einstimmig den 1. Preis dem Entwürfe zu, als dessen Schöpfer sich der hier lebende Bildhauer Arnold Zadikow ergab. Zwei Entwürfe, die das Preisgericht mit je einem halben 2. Preis bedachte, waren von Architekten Fritz Landauer eingesandt Arnold Zadikow, der sich z. Zt. auf einer Studienreise in Italien befindet, ist durch eine Reihe hervorragender Arbeiten bekannt; eine Anzahl Grabsteine, vornehmer, künstlerischer Art, von seiner Hand, finden sich auf Friedhöfen deutscher Großgemeinden; sein letztes, in der Öffentlichkeit bekannt gewordenes Werk ist ein besonders schöner, aus dem Wappen der 12 Stämme gebildeter Chanukkaleuchter, der auf verschiedenen Kunstausstellungen Anerkennung gefunden hat. Der preisgekrönte Entwurf, der voraussichtlich am südlichen Treppenturm der Synagoge angebracht werden wird, zeigt eine in edler Form gehaltene Tafel, die von einem heraldischen Löwen bekrönt, in monumentaler Inschrift die Erinnerung an die Gefallenen festhält. Die eingereichten Entwürfe sind am 13., 14. und 15. Oktober von 10—12 Uhr im Sitzungssaal der Kultusgemeinde, Herzog Maxstr. 7/0 rechts, zu besichtigen. Spendenausweis Jüdischer Nationalfonds Spenden aus München Rosch-Haschanah-Spenden: Justizrat Dr. Heinsfurter, D. Heß, Dr. Eilbott, Dr. Koschland, Masur, Lichtenauer. Allgemeine Spenden: Benno Bindei, Teitel, Frl. Lina Moch, I. F., N. N. Gold. Buch Liesel Koronczyk s. A.: Eltern u. Geschw. Koronczyk anläßl. der Jahrzeit von Liesl Koronczyk. Thora-Spenden: Orljansky, Grünbaum, Sommer, Birnbaum, Gelbart, Zinn, Singer, Feuer, Kraus jun., Mehler, Halpern, Schmikler, Lieber, Kleinhaus, Anmuth, Tenzer, Kurzmantel, Mendler, Gitterl jun., Schönwetter, Lehr, Finkei, Goldfarb, Hecht, Ausübel-Stuttgart, Kluger, Nußbaum, S. Notowitz. Berichtigung zu Nr. 38: Es muß heißen: Max Leopold Gittler-Garten: Norbert u. Regina Gittler 10 B., nicht 8 B. Nürnberger Spendenausweis (In .Goldmark) Allgemeine Spenden: B.Wittoff —.03, L. Bamberger —.15, Ortsgruppenabend Tellersammlung 1.95, Herr Scubak anl. R.-H. u. d. Jahrzeit s. s. Eltern —.12, Spenden unter 10 Goldpfennigen —.22.

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