Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- 33 (17.8.1923)
- Date
- 1923-08-17
- Page
- Seite 400 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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400 Das Jüdische Echo Nr. 33 an den Fall Morgenthau. (Zwischenrufe eines amerikanischen Delegierten: Haben wir ihn vorgeschlagen?) Ussischkin: Vor drei Jahren hättet ihr ihn mit Jubel aufgenommen. Auch an den Fall Silvain Lewy erinnert der Redner und an den Augenblick, da Weizmann und Sokolow ihm nach der Einvernahme durch die Friedenskonferenz die Hand nicht reichten. Im Kuratorium des Technikums sind vier Zionisten und zwei Nichtzionisten. Die letzteren haben jetzt schon den hebräischen Charakter des Technikums untergraben, da es auf dem Boden des jüdischen Nationalfonds steht. Wie würde es aussehen, wenn neue Nichtzionisten Rechte im Lande bekommen. Nein! Es ist noch zu früh, die Sache ist nicht reif! Wenn Weizmann selbst sagt, es liegt eine Gefahr in der Sache, wie kann man sich überhaupt für sie entscheiden. Seid vorsichtig, hütet euch, andere an der politischen Arbeit teilnehmen zu lassen. (Lebhafter Beifall.) Richter Rosenblatt (New-York): Es scheint das traurige Schicksal jeden zionistischen Werkes zu sein, daß es unter den allerschwersten Kämpfen geschaffen werden muß. Es ist heute wieder so wie seinerzeit als wir den Keren Hajessod schufen. Heute fürchten wir uns davor, politische Rechte wegzugeben, die einzigen Rechte, die wir nach dem Mandat haben, sind aber ökonomische. Wir müssen den Mandatsvertrag einhalten, weil wir dazu verpflichtet sind und wir können gar nichts anderes tun, als ihn einzuhalten. Die amerikanischen Delegierten traten vor den Kongreß mit einer einfachen Formel! (Sie ist zu einfach!) Wenn Sie eine bessere vorschlagen können, so tun Sie es, die Jewish Agency ist nur das Schlachtfeld gewesen, auf dem ausgefochten werden sollte, wer das Übergewicht auf diesem Kongreß hat. (Beifall.) Es ist die eigentliche Affäre, ob wir die Leitung, vor allem Weizmann und Sokolow, absolvieren sollen oder nicht. Ich sage Ihnen, diejenigen, die denken, daß die Jewish Agency die Zionistische Organisation zerstören wird, werden, wenn Sie Weizmann auf diesem Kongreß untergraben, die Zionistische Organisation zerstören. Zur Bekräftigung dieser Ansicht verliest Redner einen Brief Samuel Untermeyers, eines der bedeutendsten Köpfe Amerikas, der sein unbegrenztes Vertrauen zu Weizmann ausspricht. Spendenausweis Münchner Spendenausweis vom 24. Juli bis 7. August 1923 Allgemeine Spenden: Dr. Sigbert Feuchtwanger, Anwaltshonorar in einer zionistischen Angelegenheit 40 000, Dr. Danziger-Hamburg 20 000, Familie W. Feuer zum Todstage Herzls 20 000, desgleichen Familie David Horn 20 000, Dr. Fritz Silber dankt allen Bekannten bestens f. die Glückwünsche zu s. Promotion, ders. grat. s. 1. David Goldberg z. Dipl. Ing. 30 000, der Schachklub Lasker beglückwünscht s. 1. Gründer und Vorstand David Goldberg z. dipl. ing., desgl. s. 1. Mitglied Philipp Schnapp zum Doktor 30 000, Meta u. Theo Harburger auf d. Namen i. verewigten Großvaters Josef Wertheimer s. A. 60 000, „Ewer“-Buchhandlung für Schwärz 20 000, Teilerlös beim Versteigern des Benschen anl. der Verm. Jakob Mischlibursky und Frau, geb. Schmidt 500 000, Dr. Ambrunn, abgeliefertes Honorar für Rechtsauskunft an Frl. Gusta Strumpf 20 000. Haine: Isidor Bodenheimer sei. A.- H a i n: Frau Henriette Wolf-Ilfesheim 3 B. 270000. Büchsen: Falk 10 000, Büchsensammlung im Trauerhaus Moch 41000, Satonower 25 000, van Cleef 10 120, Granat 14 150, Büchsen unter 10 000 25 218. Gesamtsumme: 1 155 488. Gesamtausweis seit 1. Januar: 8 418 435. Gesamtausschuß der Ostjuden. Familie Kluger gratuliert zur Hochzeit Bogopolsky-Becker, ferner Reiß-Renkazischok und zur Verlobung Bohrer- Lachs 15 000.—. K. Brummer, München Herzog Rudolfstrasse 6/o (an der Maximilianstr.) Haltestelle der Linie 12 und 4 * Telefon Nr. 21149 WorkstStte für feine DamenschneidernI Kostüme, Mantel, Kleider zahlt KARL EIEFON: 40 938 «mw* Holzhofstraße 8—10 Ecke Kellerstraße hinter dem BUrgerbräukeller SBcinreftaurcmt ©amböcft <2$ornel)tne ©aftftütte SBarerftraße 55 Selefon 28 310 SSorjüglidje S^üdje / $3eftgepflegte QBeine Sägltd) ^ünftlerhonäerte Kunstgewerbl. Werkstätte G. Haug, München, Akademiestr. 15—19| Qfthiffc MflHallfl qISop 7llita!fflr Modellschöpfungen aus den ältesten Anfängen der Kriegsu!pillBlu"*§nUllyllu flllCi Llmdaiul und Handelsschiffahrt bis zur Gegenwart in künstlerischer| und konstruktiver Vollendung für Lehr- und Dekorations-Zwecke. Interessenten stehen Kataloge, Skizzen und Entwürfe zur Verfügung. Probesendung gegen Voreinsendung des Betrages._ |