Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- 30 (27.7.1923)
- Date
- 1923-07-27
- Page
- Seite 362 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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362 Das Jüdische Echo Nr. 30 BERNHARD BAUCH Schäffierstr. 3/5 Briennerstr. 8 Telephon 21540 Telephon 21541 ELEGANTE PELZE Seiten Text sind in diesen Wiener Zeitungen drei Seiten Sportberichte und! Rennanzeigen. drei Seiten Börse, zwei Seiten Mordgeschichten und Gerichtssaalberichte, höchstens zwei Seiten Politik und Literatur. Kein Wunder, daß die jüdischen Leser dieser Judenblätter über das erhabenste Ereignis des Jahrhunderts, über die Aufrichtung des Judenstaates nidhits hören. Den Oberkommissär von Palästina kennen sie ebenso wenig, wie seine Machtbefugnisse — für den Generalkommissär des Burgtheaters aber und die Machtbefugnisse des Herrn Paulsen weiß sie ihr Leiborgan zu interessieren. „Es ist eine Schmach, daß man Herrn Paulsen ...“ „Das Burgtheater muß gerettet werden vor Herrn ...“ Und Palästina kann darüber zugrunde gehen. * Noch eine kleine, private Bitte, Herr Redakteur. Eine Freundin in Jerusalem bat mich, ihr moderne, gute, deutsche Bücher zu schicken. Ich habe ein paar Bücher gekauft, die in den Zeitungen empfohlen waren. Diese waren zwar modern, aber weder gut noch deutsch. Mir schien, als seien sie nicht das Porto nach Palästina wert. Nun ist meine Freundin böse und glaubt, ich schicke ihr aus Faulheit nichts. Sagen Sie mir, Herr Redakteur, ist die moderne deutsche Literatur wirklich so elend oder habe ich nur Pech gehabt und keine guten Bücher gefunden? Können Sie mir vielleicht etwas empfehlen, das man auch außerhalb eines Eisenbahnwaggons lesen kann? Denn trotz Hakenkreuz kann ich nicht glauben, daß die deutsche Kultur so tief gesunken sei, wie es die deutschsprachige Presse und Literatur jemand glauben machen kann, der aus dem Orient nach Wien kommt. Wien, iim Juli 1923. Gemeindenu. Vereins-Echo München. Eine für das Gemeindeleben wichtige Neugründung ist in der letzten Zeit hier vollzogen worden. Entsprechend einer im Schoße der gemeindlichen Vertretungskörper gegebenen Anregung wurde eine „Gesellschaft von Förderern und Freunden der Kultusgemeinde“ gegründet, die die Gemeinde in der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen soll. Da in Bayern infolge des religionsgesellschaftlichen Steuergesetzes die Steuern ein vom Gesetz festgesetztes Maximum nicht überschreiten dürfen, ist die Gemeinde aul freiwillige Leistungen ihrer Mitglieder angewiesen. Diesen Bedürfnissen kommt die neugegründete Gesellschaft entgegen, die unter dem Vorsitz des Herrn Justizrats Dr. Dispecker steht und ihre Beiträge von Mitgliedern und Stiftern grundsätzlich in Goldmark erhebt. Es besteht begründete Aussicht, daß in kürzester Frist die Gemeinde in der Lage sein wird, die Beamten wieder nach den vollen staatlichen Sätzen zu besolden. Fußball-Abteilung des Bar Kochba. Die Fußball-Abteilung des Turn- und Sportvereins Bad Wörishofen hat für Sonntag, den 29. ds. Mts., die 1. Mannschaft der F.-A. des Bar Kochba zu einem Propagandaspiel verpflichtet. Am Montag, den 6. Aug. 1923, findet die ordentliche Mitglieder-Monatsversammlung statt. Anträge müssen spätestens bis 4. nächsten Monats an den Schriftführer Hrn. Harry Läufer, Reichenbachstr. 32, eingereicht sein. Das Versammlungslokal wird in der nächsten Nummer des „Echo“ bekanntgegeben, und werden noch Mitteilungen mit den näheren Details persönlich ergehen. 0. Gesamtausschuß der Ostjuden. N. Kurzmantel u. Frau grat. zur Barmizwah Schenirer und zur Verm. Bogopolsky-Becker 10 000.—, Farn. Kluger grat. zur Hochzeit Laufer-Nußbaum, Bogopolsky- Becker, zur Barmizwah Schenirer und Schneuer 10 000.—. Isr. Frauen-Unterstützungs-Verein für Kranke und Wöchnerinnen grat. Moritz Eisenberg u. Frau zum Sohn u. dankt für überwiesene Spende. Spendenausweis 'Jüdischer Nationalfonds Spenden aus München vom 12.—17. Juli Allgemeine Spenden: Farn. Brief grat. zur Vermählung Nußbaum-Lauf er, Goldfarb-Neuß 10 000.—, Frl. Dora Baken-Wien durch L. Davidsohn 20 000.—, von drei Wienerinnen durch Apotheker Lewin 20 000.—, Teilerlös b. Versteigern d. Benschen b. Brismiloh Mor. Eisenberg 200000.—, Farn. B. Goldberg grat. Dr. Fritz Silber zum bestandenen Examen, Familie Schenirer u. Familie Schneuer z. Barmizwah ihres Sohnes 10 000.—, für eine angebissene Semmel 10 000.—. Gold. Buch Hanna Katzenstein: Maja u. Adolf Katzenstein anl. d. Geburt ihres Töchter - chens Hanna 150 000.—, Paul Grünbaum für verlorene Wette 10 000.—. R.-A. Dr. Goldscheider-Garten: 1 B. 12 000.— Emanuel Her z-H a i n: E. Droller 40 000.—. Herzlwald: Dr. Schäler anl. Herzls Todestag 1 B. 12 000.—. Büchsen: „Jüdisches Echo“ 9610.—, Goldstern 350 000.—, Orljansky 37 000.—, Theo Harburger 5361.—, Kaiser 10 000.—, Cheikowsky 5737.—, Dr. Cohen 5000.—, Eisen 5174.—, Frieser 5000.—, Helfgott 10 000.—, Zuckerberg 5000.—, Feuer 6842.—, Engelberg 10007.—, Lieber 5750.—, Jakob Misch 6697.—, Bernhard Koch 5067.—, Oppenheimer 5156.—, Adolf Misch 6612.—, B. Zinn 39640.—, Both 5000.—, Sternberg 5000.—, Engelhard 5000.— 548 653.—, Büchsen unter 5000.— 99 497.—. Insgesamt: 1 142 150.—. Spenden aus München vom 17.—24. Juli Allgemeine Spenden: J. Botie u. Frau anl. der Geburt einer kräftigen Tochter 50 000.—, Lina Strumpf grat. Ernst u. Elly Baer-Halberstadt zum Jungen 5000.—, dieselbe grat. Dr. Duddi David-Berlin zum Jungen 5000.—, Neder Simon Blumenberg 20 000.—.