Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- 22 (1.6.1923)
- Date
- 1923-06-01
- Page
- Seite 264 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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264 Das Jüdische Echo Nr. 22 zum Teil selbst zu den besten deutschen Schriftstellern. Somit ist erreicht, was der Herausgeber bezweckte, das „Problem des jüdischen Menschen im deutschen Kulturkreis“ ernstlich aufzuzeigen. Ohne Bindung an irgend eine vorgefaßte Meinung entstand jeder Beitrag, sodaß die weite Spannung der Individualitäten voll durchmessen werden kann. Eine offene Beurteilung dieses gerade heute für uns wichtigsten Fragenkomplexes kann nach diesem Buche einsetzen, das selber Vorbereitung sein will, Vorbereitung auf den Tag, an dem auch dem jüdischen Geistesproblem Gerechtigkeit widerfahren wird. Eine knappe Wiedergabe des Inhalts soll dartun, wie vielgestaltig das Buch ist: Werfel, Kafka, Ehrenstein, Döblin, Lasker-Schüler, Altenberg, Adler, Arn. Zweig, Sternheim, Brod, Heimann, sind neben Georg Hermann, Kerr, Wassermann, Harden, Mombert, Weininger, Hofmannsthal, Buber, Beer-Hofmann, Schnitzler, Kornfeld, Brod und Borchardt behandelt; Mitarbeiter sind u. a.: Brod, Buber, Paquet, Wiener, Ehrenstein, Wolfenstein, Goldstein, Bab und Arn. Zweig. Ein reiches Beet also, das recht Vielen Frucht und Genuß zu bringen vermag! Theo Harburger. Sport-Echo Der Stafettenlauf Grünwald-München. Zwei Siege und einen dritten Preis errang sich der Bar Kochba durch seine Teilnahme an dieser größten öffentlichen Veranstaltung des südbayerischen Landesverbandes. Seine Seniorenmannschaft siegte in der C-Klasse in der Zeit 13 Min. 53,2 Sek. vor M.T.V. Erding, Akadem. Sportklub, T.Sp.V. Turnerbund, S.C. Arnim, Münchner Sport-Vereinigung, S.C. Alemannia I u. II. Die Mannschaft lief in der Aufstellung (Start) Finkei, Weiß, Auerbach, Orlof, Goldfarb, Dzubkewitsch II, Kandel, Glaser, Berger, Mendle, Heumann II, Guggenheim, Frankel, Heumann I, Landmann, Uhlmann, Saposchnik, Magidey, Rosenbaum I, Orljansky. Vom neunten Mann ab führt Bar Kochba dauernd mit Vorsprung, der gegen Schluß immer größer wird, sodaß Orljansky mit zirka 80 m Vorsprung durchs Ziel läuft. Die Strecke von 6 km wurde von 20 Läufern zurückgelegt und die angegebene Zeit entspricht einer Durchschnittsleistung von 41,6 Sek. für 300 m. Dieses Resultat ist beachtenswert, da der Sieger der A-Klasse T.Sp.V. 1860 die 15 km lange Strecke mit 50 Läufern in 35 Min. 50,3 Sek. zurücklegte, d. h. im Durchschnitt 43 Sek. für 300 m. Den zweiten Sieg erwarb sich Bar Kochba in der Klasse J (Jugendmannschaften der B- und C-Vereine, 12. bis 14. Lebensjahr) in 5 Min. 06,3 Sek. vor Sport- Vgg. Pasing, T.Sp.V. Sendling und Turnerbund. Durch einen bedauerlichen Fehler vergab die dritte Mannschaft ihren Sieg, es war dies die 1. Jugendmannschaft des Bar Kochba und gerade von ihr wurde allgemein ein sehr gutes Ergebnis erwartet. Tatsächlich liefen auch die ersten sieben Läufer an der Spitze mit beträchtlichem Vorsprung, der dann durch schlechte Übergabe des Stafettenstabes verloren ging. Diese Mannschaft lief in der Klasse C (Jugend der B- und C-Vereine, 14. bis 17. Lebensjahr) und wurde von 8 Mannschaften die dritte in 4 Min. 40,6 Sek. nach Akadem. Sp.C. 4:35,1 Erster und M.T.Sp.V. Schwabing 4:39,0 Zweiter. Der Bar Kochba kann mit der Leistung seiner drei Mannschaften zufrieden sein und die jüdische Öffentlichkeit hat alle Veranlassung, auf den Sieg der nationalen Jugend mit Stolz zu blicken. Wer die Kämpfe kennt, die der Bar Kochba führen muß, um bestehen und wirken zu können, wer mitansieht, welche Schwierigkeiten und welche Unannehmlichkeiten einem jüdischen Sportsmann von gegnerischer und leider auch von jüdischer Seite bereitet werden, nur der kann begreifen, wie schwer dieser Sieg errungen wurde. Sollte die Tatsache dieses Erfolges der nationalbewußten jüdischen Jugend nicht denjenigen Juden zu denken geben, welche Seite an Seite mit Hakenkreuzlern für ihre Vereine starteten? Haben nicht auch diese Juden Freude empfunden, als der Vertreter des Bar Kochba in voller Öffentlichkeit bei der Siegerfeier die beiden Siegerkränze erhielt? Der 27. Mai ist ein denkwürdiger Tag für die Münchner Juden, denn an diesem Tage hat die jüdische Jugend bewiesen, daß sie auch unter schwersten Bedingungen und umgeben von Feindschaft kämpfen und siegen kann. Fritz Finkei, der Leichtathlet des Bar Kochba, ist auch ein erstklassiger Skiläufer. Die Skirennen am Zugspitzplatt, welche der S.C. Partenkirchen zu Pfingsten veranstaltete, gaben ihm Gelegenheit, gegen stärkste internationale Konkurrenz im Langlauf wie im Sprunglauf den dritten Preis seiner Klasse zu erringen. Die Schekelaktion muß bis spätestens 15. Juni in ganz Deutschland zum Abschluß gekommen sein. Wer noch nicht im Besitze des Schekels ist, wende sich sofort an den Vertrauensmann seines Wohnortes, event. an das Büro des Zion. Gruppenverbandes, Nürnberg, Fürtherstraße 87. Vertrauensmänner, sendet sofort die eingegangenen Schekalim und Gelder an die Berliner Zentrale! PORmLAN-NIEDEBLACIB MÜNCHEN THE ATIN ERSTE ASSE 93 gegenüber dar FeUiherrnhuUt tdSSTK AUSWAHL IM «tiB « »AB CI S F® Dt 25 E 1,1, AK TÄfiLICHH LAHESBB6ÄIZCH«