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Das jüdische Echo · 1923-04-27 · 17 (27.4.1923) · p. Seite 205

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
10 (1923)
Issue
17 (27.4.1923)
Date
1923-04-27
Page
Seite 205 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 17 Das jüdische Echo 205 Von Dr. Magnes, der sich, zurzeit in Palästina befindet, ist ein Telegramm eingetroffen, worin er die amerikanischen Juden zur Beteiligung am Keren Hajessod auf ruft und mit großer Anerkennung von den Ergebnissen der zionistischen Arbeit in Palästina spricht. Spreohsaal (Eingesandt) (Ohne Verantwortung der Redaktion) Verehrliche Redaktion. Wenngleich das „Jüdische Echo“ sich mit inneren Angelegenheiten deir „Agudas Jisroel“ nicht befaßt, so hat doch) diese Zeitschrift, wie mir bekannt, einen größeren Leserkreis innerhalb dieser Vereinigung in München. Deshalb sei' mir gestattet, die Mitglieder der „Agudas Jisroel“ auf eine Angelegenheit hinzuweisen, welche sicher bei denselben Anerkennung finden dürfte. In wenigen Monaten tritt die Kenessiija Gedolah der A.J. zusammen und finden demnächst in den einzelnen Ortsgruppen Wahlen hierzu statt. Es wäre wünschenswert, wenn die Wähler ihre Delegierten dahin instruieren würden, daß die A.J. neben ihrer politischen Tätigkeit auch den wahrhaft religiösen Interessen ihre Aufmerksamkeit zuwenden möchte. Betrachten wir nur die Mazzos -und Esrogfrage, so finden wir, daß hier geradezu schreiende Mißstände obwalten. Die Preise sind so in die Höhe geschraubt, daß es den in einfachen Verhältnissen lebenden Juden kaum möglich war, ihren Bedarf zu decken, Nun hört man heute schon, daß Esrog und Lulov in diesem Jahre auf 1 engl. Pfund zu stehen kommen soll. Hier wäre es nun Sache der Leitung der A.J., rechtzeitig einzugreifen. Wenn man die Sache in der bisherigen Form weiter gehen läßt, wird das „toratreue“ Judentum, dessen Vertretung ja die A.J. zu sein vorgibt, gewaltig Schiffbruch leiden. Möchten diese Zeilen in den leitenden Kreisen der A.J. nicht ungehört verhallen. Hochachtungsvoll U. Gemeindenu.Vereins-icho München. In der letzten Vertretersitzung: der isr. Kultusgemeinde wurde an Stelle des verstorbenen Herrn Gustav Fränkel der von der liberalen Vereinigung vorgeschlagene Fabrikbesitzer Herr Dr. Ludwig Wassermann in den Vorstand gewählt. Austritte aus dem Judentum: Frau Dr. Gertrud Witkowski, Chemikerin, München, Prinzregentenstr. 10/0. Das zionistische Büro ist werktäglich — außer Samstag — nachmittags von 2—6 Uhr geöffnet. Telephon 56199; Postscheckkonto Karola Silber, Jüd. Nationalfonds 10121. Verband jüd. Jugendorganisationen Münche n s. Die jüd. Arbeitsgemeinschaft macht uns ausdrücklichst auf den am Sonntag abends stattfindenden Vortrag aufmerksam. Alle Verbandsvereine werden hiermit herzlichst eingeladen. Näheres siehe Anzeige der Arbeitsgemeinschaft. Jüd. Arbeitsgemeinschaft. Wir machen darauf aufmerksam, daß Schriftsteller Holländer-Zucker-Karlsruhe nicht, wie ursprünglich vorgesehen, Samstag, sondern Sonntag, 29. April, über: „Moderne jüdische Literatur“ sprechen wird. Wir bitten Mitglieder und Gäste um sehr pünktliches Erscheinen. Näheres Inserat. I n das jüdische Landhaus W o 1 f r a t shausen ist in der vergangenen Woche eine Anzahl jüdischer Ruhr-Kinder, zum Teil Kinder von Gruben- und Hüttenarbeitern und Handwerkern aufgenommen worden. Die Kinder sollen eine Reihe von Wochen die Erholung in Wolfratshausen genießen. Bar Kochba München. Am Sonntag, den 29. April findet auf dein Platz des T.V. Tutzing in Tutzing ein Propagandawettspiel unserer 1. Mannschaft statt. Wir Laden alle Interessenten hierzu ein. Treffpunkt der Manschaft halb 10 Uhr Starnberger Bahnhof unter der Uhr. Abfahrt 10 Uhr. Spielausschuß. Leichtathletikabtlg. Bar Kochba München. Es ist uns nunmehr gelungen, einen Sportplatz für unsere Abteilung gewonnen zu haben, der in jeder Hinsicht für uns ganz vorzüglich geeignet ist. Zentral gelegen ist er von jedermann bequem erreichbar und auch die Übungszeiten sind sehr günstig festgesetzt. Es ist dies der Platz des Turnvereins 1880 an der Ganghoferstraße (hinter dem Ausstellungspark). Die Trainingszeiten sind ab Sonntag, den 29. April folgende: Sonntag vorm, halb 10 Uhr, sowie Dienstag und Donnerstag von abens 6—8 Uhr. Das Training für Grünwald-München nimmt dortselbst seinen Fortgang und wir erwarten von unseren Aktiven sämtlicher Abteilungen, daß sie pünktlich und regelmäßig zum Training kommen. In dem am Sonntag, den 29. April stattfindenden Erstlingskampf starten wir noch in Klasse C; dbch werden wir die übrigen Konkurrenzen, vor allein Grünwald-München, in Klasse B betreiben. Die Vorstandschaft. Jüdischer Sportverein München. Wandergruppe: Sonntag Ausflug Starnbergers e Treffpunkt 12 Uhr vor dem Starnberger Bahnhof. Radfahrabteilung: Sonntag Ausflug Wolfratshausen- Starnberg. Treffpunkt 11.30 Uhr Isartalbahnhof. Die Abteilungsführer. Schachklub L a s k e r. Montag, 30. April, abends 8 Uhr gibt unser Klubmeister, Herr Friedr. Abeies, eine Simultanvorstellung, zu der Mitglieder und Gäste freundlichst eingeladen werden. Beginn des Sommertourniers am 7. Mai. Anmeldungen bis 30. April beim Spielabend oder an den Schriftführer Fritz Silber, Bürkleinstraße 16/0. — Spielabend jeden Montag abends 8 Uhr im „Herzog Heinrich“ (Ecke Landwehr-Mathiidenstr.). — Für Anfänger im Schachspiel wird kostenlos Unterricht erteilt. Nürnberg. Wir machen an dieser Stelle wiederholt darauf aufmerksam, daß die „Aufführung des Filmes „Das neue jüdische Palästina“ am 29. April, vormittags halb 12 Uhr in der Neuen Bilderbühne, Bucherstraße 5, stattfindet. Der durch ganz vorzügliche Aufnahmen ausgezeichnete Film zeigt dem Beschauer die jüngste Entwicklung Palästinas. Das Problem der Zuführung der Juden zu sogenannter produktiver Arbeit scheint hier zum ersten Male mit überraschendem Erfolge in Angriff genommen. Gute Landschaftsbilder geben dem Filme Licht und Frische. Wir bemerken noch, daß der Gesamtertrag der Aufführung gemeinnützigen Zwecken zugeführt wird, Spendenausweis Jüdischer Nationalfonds. Spenden aus München vom 18.—25. April. Allgemeine Spenden. Familie Brettler- Nümberg anl. d. Jahrz. ihrer unvergeßl. Tochter u. Schwester Berta 2000.—; Kurt Bauchwitz grat. z. Verl. Goldfarb-Meyerstein 2000.—; Paul u. Fanny Grünbaum sagen Max Levinger herzl. Masel Tow u. grat. z. Verl, Goldfarb 2000.—; O. Pariser dankt Farn. Helfgott und Gittler für Telephonbenützung 1200.—; anl. d. Doppelverlobung Goldfarb grat. Farn. L. Spielmann 2000.—/; Herr u. Fr. Reifer grat. Herrn u. Fr. Spielmann u. Fr. Dr. Levinger z. Geb. eines Enkels resp.e. Sohnes 2000.—; Farn. Kluger z. Genesung u. z. Enkel 2000.—; Oskar Wainsche!

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