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Das jüdische Echo · 1923-03-02 · 9 (2.3.1923) · p. Seite 107

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
10 (1923)
Issue
9 (2.3.1923)
Date
1923-03-02
Page
Seite 107 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 9 Das Jüdische Echo 107 Gemeindenu.Vereins-lcho Nochmals der Centralverein. Die Ortsgruppe München des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens wendet sich in einem Briefe gegen unsere Notiz in der vorletzten Nummer unseres Blattes. Wir lassen diesen Brief im Wortlaut folgen und überlassen es unseren Lesern, sich über die Argumente des Centralvereins ihr Urteil zu bilden. «An die Redaktion des Jüdischen Echo München. Verehrliche Redaktion! In der Notiz „München“ auf Seite 82 Ihres geschätzten Blattes geben Sie der Meinung Ausdruck, eine Bemerkung Dr. Holländers in seinem Artikel „Aus Münchens dunklen Tagen“ in der C.-V.-Zeitung enthalte eine gegensätzliche Kennzeichnung der Leistung der Münchener Ortsgruppe durch die Leitung des Centralvereins. Demgegenüber gestatten wir uns darauf hinzuweisen, daß Herr Dr. Holländer bei Abfassung des Artikels in München weilte und vorher eingehenden Meinungsaustausch mit dem Vorstand der Ortsgruppe über die schwebenden Fragen gepflogen hatte. Auf Grund dieses Meinungsaustausches glauben wir mit aller Bestimmtheit sagen zu dürfen, daß Ihr Versuch, einen Gegensatz zwischen der Vereinsleitung der Ortsgruppe München zu konstruieren, fehlgeht, daß insbesondere die von Ihnen angezogene Bemerkung über Inserate in den „M. N. N.“ auf ganz andere Veröffentlichungen abzielt, als auf die Kundgebung der Ortsgruppe vom 28. Dez. 1922. Denn, mochte seine Haltung auch früher schon unerfreulich seih, die offene Hinwendung dieses Blattes zu Hitler erfolgte bekanntlich erst in den letzten Januartagen. Eine abweichende Beurteilung über die Eignung des zur Bekanntmachung gewählten Blattes würde übrigens noch lange nicht eine — gegensätzliche — Kennzeichnung der „Leistung“ der Ortsgruppe, d. h. des sachlichen Inhaltes ihrer Bekanntmachung enthalten. Außerdem weiß jeder in publizistischen Dingen auch nur oberflächlich bewanderte, daß der Gewerbetreibende. der seine Waren anpreist. Opfer bringen und auf die Inanspruchnahme eines Blattes verzichten kann, dessen Haltung er mißbilligt, daß dagegen der Politiker, der sich mit einer Kundgebung an die Öffentlichkeit wendet, notgedrungen die Blätter wählen muß. die von dem größten und maßgebenden Teil des politisch interessierten Publikums gelesen werden und daß er dabei oft auch gegnerische Blätter nicht umgehen kann. Ihre Notiz ruft auch insofern einen falschen Eindruck hervor, als der Leser in den Glauben versetzt wird, die Bekanntmachung der Ortsgruppe München sei nur in den „M. N. N.“ erschienen, während Ihnen bekannt sein dürfte, daß sie in allen führenden politischen Zeitungen Münchens verschiedener Richtung, nämlich auch noch in der Bayer. Staatszeitung, Augsb. Abendzeitung, N. Fr. Volkszeitung, M. Post, Allg. Zeitung, dem Bayer. Kurier und Miinchn. Tagblatt erschienen ist Hochachtungsvoll! Centralverein Deutscher Staatsbürger jüd. Glaubens Ortsgruppe München“ Zion. Ortsgruppe München. Das am 5. März 7.30 Uhr im Bayerischen Hof stattfindende Purimfest begegnet, wie seinerzeit das Chanukkahfest, wieder allgemeinem Interesse. Das Festprogramm verspricht diesmal ganz besonders schön zu werden; erste künstlerische Kräfte sind für die Darbietungen gewonnen worden. (Wir verweisen auf die diesbezügliche Anzeige in dieser Ausgabe des Jüd. Echo.) Besondere Beachtung dürfte es verdienen, daß neben Herrn Dr. Krojanker auch Herr Juda Bornstein aus dem Vorstand des Verbandes der Ostjuden in Deutschland eine Ansprache halten wird. R Chaluzim-FürSorge. Mittwoch, den 28. Febr., kam eine Gruppe Palästinafahrer an, welche hier Aufenthalt bis Donnerstag früh nahm. Dieselbe fuhr mit dem Zug 8.25 Uhr nach1 Triest weiter. Für Unterkunft und Verpflegung usw. wurde ausreichend gesorgt. Den Helfer und Helferinnen, sowie für nachstehend eingegangene Spenden wird hiemit bestens gedankt. Herrn Dr. Leo Feuchtwanger 6000 M., durch Ida Orliansky 5000. Frau Z. Spielmann 2000, Herrn Toltschiner 1000, Herrn Arnold Kohn 10 000, Herrn Apoth. Hartwig Lewin 2000, Frau Mina Eisen 3000, Frau Anna Botie 2000, von einem Palästinafahrer 1 Dollar. Weitere Spenden auf das Postscheckkonto Paul Grünbaum Nr. 150 29. Verband jüd. Jugendorganisationen Münchens. Samstag. 3.März, Jüdischer Jugendverein; Gesellige Zusammenkunft (anl. Purim) mit Vorträgen 8 Uhr abends im Saale des Frauenklubs, Finkenstr. Gäste willkommen. T^buThallmaier München Theatinßv&rAÖ

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