Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- 8 (23.2.1923)
- Date
- 1923-02-23
- Page
- Seite 96 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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% Das Jüdische Echo Nr. 8 lllllll[lllill8illllllllllllllMlllllllllllMllllllilllllMail8IMMIBIlllllllllllllillMiillllMIIIIIIilMIIIIIIlHlllll!lllillllHIIIIIIIBl Wer für den Jüdischen Nationalfonds wirbt, gewinnt uns Boden, darum spendet großzügig für Purim. I3©fssei Zur Aufklärung: Die zur Zeit in München von unseren Freunden veranstaltete Warensammlung dient nicht dem Bedarf für die hiesige Chaluzimfürsorgestelle, sondern bezieht sich auf Anforderungen, die aus dringendem Bedürfnis von den deutschen Chaluzim in Palästina gestellt worden sind. Komitee des K.-H. für die Nurisaktion. Zionistische Ortsgruppe München. Voranzeige: Montag, den 5. März, abends 7.30 Uhr findet die Purimfeier der Zionistischen Ortsgruppe unter Mitwirkung erster künstlerischer Kräfte im Bayerischen Hof statt. Als ein besonderes Ereignis dürfte die Uraufführung der von Herrn Heinr. Schalit zu dem Buch Esther verfaßten melodramatischen Musik angesehen werden. Herr Arnold Marie wird den Text unter Begleitung des Komponisten selbst sprechen. Teekarten zum Preise von Mk. 1500.— sind ab Montag, den 26. Februar, in der Ewerbuchhandlung, Wagmüllerstr. 19/o, und in der Zionistischen Ortsgruppe, Herzog Maxstr. 4/o, zu haben. Verband jüd. Jugendorganisationen Münchens. Am 17. Febr. sprach im vollbesetzten Bibliotheksaal innerhalb des Sprechsaals der jüd. Jugendorganisationen Münchens Dr. Ernst Ehrentreu über: „Die Orthodoxie in der Gegenwart“. Vom Kriegserleben der jüdischen Jugend ausgehend, legte der Redner dar, daß vielfach dadurch, daß man sich gegenseitig zu wenig kenne, in manchen Kreisen eine gewisse Abneigung gegen die Orthodoxie und gegen das Religiöse überhaupt entstanden sei. Er zeigte, wie die Gesetze zur Heiligung des Alltages dienten, ferner die Naturfreudigkeit des Gesetzestreuen und die Bedeutung der Zeremonien und Symbole für das ganze Volk. Auch wies der Referent nach, daß die sogenannte Persönlichkeitsreligion den Menschen nicht befriedigen könne. Er sprach über das Verhältnis von Mensch zu G’tt. Dann ging er zur praktischen Stellung der Gesetzestreuen zu Tagesfragen, wie Palästina, Nationalismus, Galuth über und schloß, daß die Gesetzestreuen jeden, der suchend zu ihnen käme, mit Unvoreingenommenheit aufnähmen. An die Ausführungen, die von seltener Höhe zeugten, schloß sich eine durchaus auf guter Linie verlaufende Aussprache an. Sonntag, den 2 5. Februar: Jüdische Arbeitsgemeinschaft. Hr. Leser Schindler spricht 8 Uhr abends im Bibliotheksaal der Gemeinde über: „Jesaia Berschawski, der Schöpfer des jüdischen Romans“.— Montag, den 2 6. Februar: Jüdischer Jugendverein. Hr. Dr. Arthur Reichenberger spricht über: „Unsere kulturelle Mission“. 8 Uhr abends Bibliotheksaal der Gemeinde. Wir machen hiermit auf unsere Freitagabende (8 Uhr im Restaurant Ceres, Löwengrube) aufmerksam. FußbaUabteitung des Bar Kochba gibt hiermit bekannt, daß am Montag, den 26. ds. abends punkt 9.30 Uhr im Restaurant Fraunhofer, Fraunhoferstraße 5, eine außerordentliche Monatsversammlung stattfindet. Wir setzen die Zeit auf 9.30 Uhr fest, da fast sämtliche Mitglieder der F.-A. am Montag abends beim Training sind. Wir sehen uns infolge vieler neuer Ereignisse veranlaßt, diese Sitzung anzuberaumen und es ist Pflicht jedes Mitgliedes, bestimmt zu erscheinen. Punkte: Arbeits- und Turneinteilung, Programm für Monat März, Festprogramm sowie Wahl eines zweiten Schriftführers. Die Vorstandschaft. Erfreulicherweise stellen wir fest daß der Turnbetrieb sich wieder sehr rege gestaltet. Jeden Montag abend 7.30 Uhr Turnverein Sendling, Plinganserstraße, Leichtathletik. Freunde und Interessenten ersuchen wir, zahlreich zu erscheinen. Der Verein Talmud Thora München gibt seinen verehrliehen Mitgliedern bekannt, daß die für Sonntag, den 18. ds., anberaumte Vorstands-Neuwahl auf Sonntag, den 25. ds. nachmittags 2.30 Uhr verschoben wurde und bittet um zahlreiches pünktliches Erscheinen. Talmud Thora-Schule München. Am Samstag, den 24. Februar, abends 8 Uhr findet in den Räumen der Anstalt ein Elternabend statt, an welchem der Leiter der Schule. Herr Dr. Ernst Ehrentreu, über „Jüdische Erziehung“ sprechen und an die Eltern seiner Schüler anläßlich des Scheidens von seinem Amte Abschiedsworte richten wird. — Am Samstag nachmittag 3 Uhr findet ein Jugendgottesdienst für alle Schüler und Schülerinnen statt. — Die von der Anstalt entliehenen Lehr- und Lesebücher sind bis spätestens Sonntag, den 25. Februar, 12 Uhr zurückzugeben. Nürnberg. Die Purimaktion des Jüdischen Nationalfonds in Nürnberg-Fürth hat bereits eingesetzt. Gerade in diesem Jahre hängt von der erfolgreichen Durchführung der Sammlungen ungemein viel ab. Der Keren-Kajemeth Leijsrael hat bekanntlich eine Reihe von neuen Landkäufen abgeschlossen, auf Grund deren ja erst überhaupt eine Aufbauarbeit in Erez-Israel möglich ist. Wir richten daher an alle, die den Aufbau des Landes wünschen, die dringende Bitte, die Sammler, die sich durch einen Sammelbogen des Nationalfonds legitimieren werden, nach besten Kräften zu unterstützen. Alle Beträge über 500 Mk. werden namentlich im „Jüdischen Echo“ ausgewiesen werden. Bamberg. Am Samstag, den 24. Febr., findet um 8 Uhr abends im Hotel „Drei Kronen“ eine Nordau - Gedenkfeier der zionistischen Ortsgruppe Bamberg statt, bei der Herr Dr. W eichselbaum die Gedenkrede halten wird. Gäste sind herzlich willkommen. Die Chaluzim-FürSorgestelle teilt uns mit, daß Mittwoch, den 14. und 21. ds., größere Gruppen Palästinafahrer München passierten. Für ihre Unterkunft und Verpflegung wurde reichlich gesorgt und waren dieselben für die freundliche Aufnahme hier äußerst dankbar. Den Helfern und