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Das jüdische Echo · 1922-11-17 · 46 (17.11.1922) · p. Seite 576

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
9 (1922)
Issue
46 (17.11.1922)
Date
1922-11-17
Page
Seite 576 (sequence 8)
Language
German
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576 Das Jüdische Echo Nr. 46 BERNHARD BAUCH Schäfflerstr. 3/5 Briennerstr. 8 Telephon 21540 Telephon 21541 ELEGANTE PELZE a iwMwrawwwg auf nehmen kann, um derartigen leistungsschwachen Gemeinden und damit ihren Beamten helfen zu können. Polen 25 Jüdische Sitze im polnischen Sejm Überraschender Wahlsieg des Minderheitsblocks Warschau. (J.C.B.) Nach den letzten Feststellungen haben 30% der gesamten Wählerzahl in Polen, nämlich 750 000, für die Liste des Blocks der nationalen Minderheiten votiert. Für die Liste der Folketisten stimmten außerdem 30 000 Wähler, für den jüdischen „Bund“ 60 000, für die Poale- Zion 20 000 Wähler. Ferner erhielten andere jüdische Listen kleinere Stimmzahlen. Man rechnet mit Sicherheit auf insgesamt 25 jüdische Deputierte im künftigen Sejm. Die Zahl der gesamten Minderheitsmandate wird 55 betragen. Von den bisher gewählten jüdischen Deputierten, die auf die Liste des Minderheitsblocks kandidiert haben, sind bisher dem Namen nach folgende bekannt: Grünbaum (Zionist), Kirschbraun (Orth.), Farbstein (Misrachist), Hartglas (Zionist), Rabbiner Schapiro (Orth.), Dr. Rosenblatt (Zionist), Sirkis, Dr. Schipper, Wigodzki (Zionist), Feldmann (Misrachist), Wischlitzki, Dr. Thon (Zionist), Helmann, Trusker, Weinzieher (unparteiisch), Dr. Reich (Zionist), Rabbiner Rubinstein (Orth.). Außer diesen wurden noch in den ostgalizischen Städten Stanislau und Stryj zwei jüdische Abgeordnete gewählt. England Eine jüdische Emigrationsbank in London Berlin. (J.C.B.) Nach dreitägiger Verhandlung ist die Sitzung des Direktoriums der Vereinigten Emigrations-Komitees geschlossen worden. Als wesentliches Ergebnis der Verhandlungen ist der Beschluß zu betrachten, in London eine jüdische Emigrationsbank mit einem limitierten Kapital von 50 000 engl. Pfund zu errichten. Die Vorarbeiten für die Eröffnung sind einer Kommission übertragen worden, die aus den Herren Dr. Jocheimann (London), L. Motzkin (Paris) und Dr. A. Klee (Berlin) besteht. Die Stellung der Arbeiterpartei Arthur Henderson hat dem Londoner J.C.B. gegenüber folgende Erklärungen über die Stellung der englischen Arbeiterparteien mit Bezug auf die Palästinafrage gegeben: Die Arbeiterparteien stellen ihre Kandidaturen in 400 Wahlbezirken auf. Die Arbeiterparteien haben guten Grund zu hoffen, daß sie die Mehrheit im künftigen Unterhaus haben und eine eigene Regierung bilden werden. Jedenfalls wird die Arbeiterpartei eine sehr starke Fraktion im neuen Unterhause bilden. Die englische Arbeiterpartei, erklärt Henderson, sympathisiert nicht mit denjenigen, die auf die Verantwortung verzichten wollen, die die englische Regierung mit Bezug auf Palästina freiwillig vor der ganzen Welt übernommen hat und die in dem jüngst für die englische Regierung bestätigten Mandat formuliert wurde. Die Arbeiterpartei glaubt, daß die Verpflichtungen der englischen Regierung in Palästina bis zur letzten Möglichkeit erfüllt werden müssen. Sie glaubt, daß deren Erfüllung die ökonomische Wohlfahrt, die politische Autonomie und die geistige Freiheit sowohl der jüdischen als auch der arabischen Bürger in Palästina sichern kann. Lord Balfour über die Stellung der neuen Regierung zur Palästina-Politik London. (J. C. B.) „Daily Expreß“ teilt mit, daß Lord Balfour während seines Aufenthaltes in Edinbourgh dem dortigen Rabbiner Dr. Daiehes erklärt hat, er empfinde eine besondere Befriedigung darüber, daß der neue Unterstaatssekretär des Kolonien-Ministeriums Kapitän Ormsby Gore ist. Kapitän Ormsby Gore, sagte Lord Balfour, ist ein begeisterter Anhänger der zionistischen Politik und hat sie immer richtig einges-chätzt. Lord Derby sei ebenfalls ein Anhänger dieser Politik. ^emelßden*u,VerelRS*ich@ Bar Kochba München. Die Mädchen-Abteilung turnt jeden Donnerstag von 6—7.30 Uhr, die Damen-Abteilung jeden Donnerstag von 7.30—9 Uhr. Sämtliche Turnerinnen werden dringend aufgefordert, regelmäßig zum Turnen zu kommen. — Damen- und Mädchen-Abteilung: Jeden Dienstag nachmittag ab 5 Uhr Schwimmen im Müllerbad; Treffpunkt im Wasser. Jüd. Arbeitsgemeinschaft. Der im letzten Echo angekündigte 1. Abend des Vortragszyklus von Herrn Max Stiefelzieher, stud. jur. et rer. pol., über die Geschichte der Philosophie mußte aus technischen Gründen ausfallen. Er beginnt deshalb am 19. November abends 8 Uhr im Peterhof, Frühstückszimmer, Marienplatz. Alle Mitglieder pünktlich erscheinen. Gäste herzlich willkommen. Jüdischer Jugend-Verein München. Samstag, 18. November (8 Uhr Bibliotheksaal) Vortrag Dr. Ludwig Frank-Nürnberg über Max Brods „Heidentum, Christentum, Judentum“. Gäste willkommen. Nürnberg. Am Sonntag, den 12. November, fand unter überaus zahlreicher Beteiligung seitens der Gemeindemitglieder und in Anwesenheit einer Reihe von Abordnungen offizieller Körperschaften und Vereine die feierliche Einweihung des Gedenksteines statt, den die Nürnberger Israelitische Kultusgemeinde ihren im Kriege gefallenen Söhnen auf der Südseite des neuen jüdischen Friedhofes errichten ließ. —• Wir werden in der nächsten Nummer des Echo ausführlich über die erhebende Feier berichten. Aufruf an unsere Vertrauensleute! Das günstige Ergebnis der Rosch-Hasehanah- Aktion von 1 370 000 Mk.' legt Zeugnis ab von der Arbeitsfreudigkeit unserer Vertrauensleute. Trotzdem darf nicht verkannt werden, daß leider nur die Hälfte unserer Vertrauensleute sich aktiv an der Rosch-Hasehanah-Aktion beteiligt hat. Es ist

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