Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- 43 (27.10.1922)
- Date
- 1922-10-27
- Page
- Seite 542 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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542 Das Jüdische Echo Nr. 43 „Wir Graben ja unsern Jordan, unsern lieben Jordan, der das ganze Land durchzieht... An seinen Ufern haben unsere Brüder die Erde gepflügt und auf sein Wasser geschaut, das in die Ferne dahinfließt...“ „Es fließt wohl ebenso wie unser Wasser hier . . .“ „Unser Wasser4“ sagt der Enkel. „Fremd ist uns dieses Wasser, den Fremden gehört es und nicht uns, jüdisches Blut ist hier vergossen worden. Wir haben unsere Heimat in Erez-Jßroel, und wir sehnen uns dorthin ...“ „Weit ist Erez-Jßroel,“ murmelt der Alte. Er schüttelt den Kopf und blickt in die Ferne. In der Ferne, am Ende des Städtchens, unten am Wasser liegt der Friedhof. Die Mauer ist in die Erde eingesunken. Man sieht nur einige Grabsteine und einige Bäume oben auf dem Hügel. Zwischen ihnen das Dach des „Zeltes“6), unter 6) „Zelt44 heißt das kleine gemauerte Betstübchen, das auf den Gräbern besonders hervorragender Männer statt eines einfachen Grabsteines steht. dem der heilige Rabbi begraben ist. Und da ist auch noch ein zweites Zelt, das zwischen den Grabsteinen emporragt und stumm auf das Wasser hinunterscGiaut: es ist seines Vaters Grab; und daneben ist ein Fleck Erde abgezäunt, wo er selbst dereinst ruhen wird. Neben seines Vaters Grab ist der Platz für ihn bereitet... Der Alte richtet seinen Blick in weite Ferne... In weite Ferne fließt das Wasser dahin. Hier an diesem Ufer wird er liegen, in dieser Erde, in alle Ewigkeit... Sein Grabstein wird stumm auf das Wasser hinabschauen, und der Strom wird ewig in die Ferne ziehen... „Mein Kind,“ sagte der Alte, sich von seinem Platz erhebend. „Du bist jung, du kannst alles mit deinen eigenen Augen sehen... Aber ich bin schon zu alt, mein Kind, mir winkt das Grab ...“ „Es ist vorbei... Ich werde mich wohl mit der Wanderung nach dem Tode begnügen müssen...“ „Alte, tote Seelen, ihr werdet alle in der Wüste umkommen, ihr Knechte des Golus, — das junge Geschlecht wird aber nach Erez-Jßroel kommen,“ murmelt der Junge vor sich hin. Der Alte nickt mit dem Kopf, als ob er ihm beistimmte: „Ja, mein Kind, ja...“ Gemeinden* u.Vereins-fcho Chaluzim-FürSorge. Am Montag, den 23. Oktober passierte eine kleine Gruppe Palästina- Fahrer München. Sie nahmen mit voller Dankbarkeit für die erwiesene Hilfe den nächsten Anschluß nach Triest weiter. Für nachstehend ausgewiesene Spenden wird bestens gedankt. Chaluzim-Fürsorgestelle. Richard Max Levy 1000.—, Kom.-Rat Kronenberger-Mainz 500.—„ Eisenstädter 30.—, H. M. 200.—, Ariel Avigdor 700.—>. Jüdische Arbeitsgemeinschaft. Unser nächster Abend, Sonntag, den 29. Oktober 1922, 8 Uhr, im Peterhof. Frühstückzimmer. Mitglieder vollzählig erscheinen. Fußballring München (Furim). Sonntag, den 29. Oktober 1922, nachmittags halb 3 Uhr Training am Turnerbundplatz, Grünwalderstraße, gegenüber dem Krüppelheim (Straßenbahnhaltestelle). Sicheres pünktliches Erscheinen ist Pflicht. Der Spielführer. Spendenausweis Jüdischer Nationalfonds. Spenden aus München. Gruppe Fritz Weißbarth 200.—; Fritz Silber 25.—; Carl Cohen grat. Hans Machol z. Dipl-Ing. 25.—; Frau Zinn grat. Farn. Nußbaum zur Barmizwah ihres Sohnes 25.—; Dr. E. Straus u. Frau grat. z. Vermählung Rieser-Dr. Gutmann 25.—; S. Monheit desgl. 30.—; Paul u. Fanny Grünbaum sagen z. Vermählung Dr. Gutmann-Rieser herzl. Maseltow 20.—; dieselben grat. herzl. z. Verlobg. Goldfarb-Neuß 20.—; dieselben kondolieren Farn. Kasriels 20.—; Heinrich Fraenkel u. Frau grat. herzl. z. Vermählung Dr. Gutmann-Rieser 20.—; Dr. Alfred Fraenkel u. Frau grat. Dr. Gutmann zur Vermählung 20.—; Farn. Holzmann grat. zur Barmizwah Nußbaum 25.—; Erna Holzmann verl. Wette an Frau Klausenberg 20.—; Mendel Klausenberg u. Fr. grat. z. Barmizwah Nußbaum 25.—; Farn. A. Strumpf desgl. 25.—; dieselb. grat. z. Verlobung Goldfarb-Neuß 25.—; Ges. bei Verlobung Goldfarb-Neuß durch Bohrer 850.—, Münchener Spendenbuch. Camilla Hohenberger grat. z. Verlobung Goldfarb-Neuß 30.—■. Gold. Buch Blau-Weiß München. Die kleinen Mädels der ersten Gruppe grat. denen, die im Oktober Geburtstag haben 100.—. Gold. Buch Hermann Rosentlhal. N. N. grat. seinem 1. Pinchas Tolziner und Mariechen Oppenheimer 300.—. Dr. Anton Goldscheider Garten. Frz. Stenzer pflanzt zwei Bäume 100.—. Julius Gut mann s, A., Gunzenhausen, Garten. Etienne Basch u. Frau grat. Dr. M. J. Gutmann u. Frau z. Vermählung 1 Baum 50.—. K.J.Ver Hain. V.J.St. Jordania grat. i. 1. A.H. Dr. M. J. Gutmann zur Vermählg. 2 Bäume 100.—. Bar Kochba Hain. Geschw. Bohrer grat. Herrn M. Neuß anl. seiner Verlobung und pflanzen auf dess. Namen 1 Baum 100.—; Wertzeichen 40.—. Eintragung ins Goldene Buch anl. der Filmaufführung in München: Aron Kohn 500.—, Theo Harburger 50.—, Grete Scheinmann 50.—, Moritz Bohrer 50.—, Dr. Bella Wirz 50.—, Dr. J. Siegel 100.—, Marie 100.—, Arnold Zweig 100.—, M. Brym 1000.—, Isidor Fett 1000.—» Jakob Reich 1000.—, Julius Wurzweiler 500.—, Nathan Gerson 500.—, Orljansky 500.—. Sammlung anl. der Filmaufführung: H. Tenzer 50.—, Heini Lamm 30.—, Ing. Goldstern 200.—, D. Horn 100.—, W. Goldstern 200.—, Jos. Orljansky 100.—, Engelhard 50.—, Jugendabteilung Bar Kochba 300.—, Dr. Erich Feuchtwanger 100.—, Isidor Scheinmann 50.—, Julius Markowicz 50.—> Dr. Bella Wirz, Baumspende 50.—, Etienne Basch 100.—, Kurt Mayer 50.—, Max Friedmann 10.—, Dr. Günzburg 50.—, A. Eisenberg 40.—, Weber & Fuchs 50.—, Emil Loewenherz 200.—. Dr. Ambrunn 50.—, S. Wilschinski 100.—, N. N. 10.—, Unleserlich 70.—, N. N. 20—, Max Tolziner 50.—, Turnheim 50.—, Wittmann 10.—, Blattberg 20.—, Hilda Löb‘ 20.—, Unleserlich 20.—, Dr. E. Straus 100.—, Prof. Fraenkel 50.—, Dr. Fraenkel 100.—, M. Schumer 100.—, B. Chary 100.—, N. Sturm 100.—, David Heß 300.—, Dr. E. Feuchtwanger 50.—, L. Strumpf 50.—. Ertrag aus dem Kartenverkauf anl. der Filmaufführung i. München: 41934.50. Der Reinertrag aus unserer Filmvorführung beträgt somit: 16 740.—.