Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- 41 (13.10.1922)
- Date
- 1922-10-13
- Page
- Seite 513 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 41 Das Jüdische Echo 513 6. Aufrechterhaltung der geistigen Verbindung der aus Deutschland stammenden Chaluzim mit den Schätzen des deutschen Geisteslebens und Unterstützung und Ausrüstung von Chaluzim. 7. Sorgfältige Untersuchung der Rückwirkungen des Palästina-Aufbaues auf die Verhältnisse der Juden in den übrigen Ländern. Mit der Leitung des Palästina-Dezernates wird eine Kommission, bestehend aus: Dr. Alfred Apfel- Berlin, 1. Vorsitzender, Dr. Paul Block-Cöln, Dr. Ludwig Frank-Nürnberg, Dr. Fritz Noaek-Gotha, Kurt Zacharias-Bremen, betraut. Verband Bayer. Israelitischer Gemeinden Rat und Tagung des Verbandes treten in der Zeit vom 29.—31. Oktober d. J. in München zusammen. Am 29. tagen Rat und verschiedene Ausschüsse im Sitzungssaal der Kultusgemeinde. Der Verband hält am 30. und 31. Oktober seine Sitzungen im alten Rathaussaale und ist die Tagesordnung recht umfangreich. Während sich die Mitglieder des Rates und der Tagung an den Abenden des 29. und 31. Oktober im Saale der Concordia treffen, hat die Kultusgemeinde München dieselben für den 30. Oktober zu einer geselligen Zusammenkunft im alten Rathaussa^le eingeladen. Über die Verhandlungen werden wir seinerzeit berichten. Hys der Jüdischen Weil Palästina Die palästinensische Verfassung Schutz der zionistischen Arbeit in Palästina Jerusalem. (Tel. der „Wr. Morgenzeitg.“) Der englische Kronrat, welcher die Verfassung für Palästina bestätigt hat, hat an den Hohen Kommissär Instruktionen erlassen, welche im offiziellen Organ der palästinensischen Regierung veröffentlicht sind. Diese Weisungen sind für die Zionisten von größter Wichtigkeit, denn in denselben werden neuerlich alle politischen Beschlüsse und Verfügungen in Palästina an das Mandat geknüpft. So heißt es im § 16 dieser Instruktion, daß dem gesetzgeberischen Rate keine Beschlüsse unterbreitet werden dürfen, die gegen den Sinn des Mandats (das heißt gegen die Errichtung des jüdischen Nationalheims) verstoßen würden. Im § 18 wird bestimmt, daß alle Beschlüsse des gesetzgebenden Rates der Gegenzeichnung des Hohen Kommissärs bedürfen, daß aber in gewissen Angelegenheiten der Hohe Kommissär die Gegenzeichnung nicht früher erteilen darf, als er vom Kolonialministerium die Genehmigung dazu erhalten hat. Unter diese Angelegenheiten fällt insbesondere die Frage der Einwanderung, das bedeutet, daß die Verfügungen über die Einwanderung zum Zwecke der Errichtung des jüdischen Nationalheims unter der direkten Kontrolle der Mandatsmacht bleiben, wodurch Vorstößen der Araber oder der Regierung gegen die jüdische Einwanderung vorgebeugt wird. ProSelyten nach Palästina Jerusalem. Aus Podolien wird nach Jerusalem berichtet, daß sich zehntausend russische Bauern und Handwerker aus der Gegend von Minkowci, nachdem sie regelrecht zum Judentum übergegangen sind, auf dem Wege nach Palästina befinden. Sie besitzen alle Dokumente, die ihre Aufnahme ins Judentum bezeugen und haben, vom Glauben an die nahende Erlösung geleitet, den starken Willen, an dem Aufbau Palästinas mitzuarbeiten. Landkauf Es wird berichtet, daß die Cooperative Colonisation Society (Achusah) „Samuel Pinneles“ aus Galatz gegen 350 000 Quadratmeter Boden unweit von Petach Tikwah zwecks Errichtung einer Gartenstadt gekauft hat. (Ziko.) Deutschland Bewilligung von Staatsmitteln für leistungsschwache jüdische Gemeinden Berlin. Auf Grund von Verhandlungen der beiden Gemeindeverbände mit der preußischen Staatsregierung werden in dem nächstjährigen Etat Staatsmittel für leistungsschwache Gemeinden bereitgestellt. Berücksichtigt werden Gemeinden, die dem Preußischen Landesverband gesetzestreuer Synagogengemeinden (Sitz Halberstadt) oder dem Preußischen Landesverband Jüdischer Gemeinden (Sitz Berlin) angehören. Für die notleidenden Gemeindebeamten Berlin. Der Deutsch-Israelitische Gemeindebund teilt mit, daß er neuerdings weitere 100 000 Mark an eine Reihe von jüdischen Beamten als Teuerungszulage zur Verteilung gebracht hat. Bei der Auswahl hat der Vorsitzende des Verbandes der Jüdischen Lehrervereine Deutschlands, Herr Mittelschullehrer Stern, mitgewirkt. }€SFiSdL> mn-J/cdcn u./aristt///afii'J(fmeider£i', Cfäerufxtffrafxe