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Das jüdische Echo · 1922-09-15 · 37 (15.9.1922) · p. Seite 469

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
9 (1922)
Issue
37 (15.9.1922)
Date
1922-09-15
Page
Seite 469 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 37 Das Jüdische Echo 469 nische Armee durch Mörderhand. Durch seine Dramen „Der Stumme“, „Im Feuer“ und andere Werke wurde Weiter berühmt. Auch als Redakteur verschiedener literarischer und künstlerischer periodischer Ausgaben ernsten Charakters hat sich Weiter einen Namen gemacht. Seine freien und offen bekannten fortschrittlichen Ideen sind es gewesen, die seinen Lebensweg zu einem Martyrium stempelten. Dr. Siegmund Kaznelson, Zionismus und Völkerbund. Herausgegeben von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Mk. 3.50. In dieser kurzen, aber inhaltsreichen Broschüre erörtert der Verfasser die Beziehungen zwischen Zionismus und Völkerbundgedanken, dem „nationalen“ und dem „internationalen Pazifismus“. Seine Auffassung, daß die politischen Erfolge der zionistischen Bewegung weder realpolitisch noch materialistisch, sondern lediglich aus der i d e e 1 - 1 e n Stärke des zionistischen Gedankens zu erklären sind, ist nicht nur vom Standpunkte des Zionisten, sondern1 auch von dem aller anderen geistigen Bewegungen der Zeit besonders interessant. Die Schrift bringt auch Ausführungen zum Natiönalitätenproblem und eine Auseinandersetzung mit Gedankengängen des bekannten Pazifisten Walter Schücking. Die Judenstatistik des preußischen Kriegsministeriums von Prof. Dr. Franz Oppenheimer, München 1922. Prof. Dr. Franz Oppenheimer, der bekannte Nationalökonom und Soziologe setzt sich mit der vom General v. Wrisberg verwerteten berüchtigten Judenstatistik des preußischen Kriegsministeriums in dieser Schrift auseinander. Mit unerbittlicher Logik weist er die Unhaltbarkeit der Ergebnisse dieser Statistik und ihre fehlerhafte Fundierung nach. Er zeigt, wie die elementarsten wissenschaftlichen Grundgesetze nicht beachtet wurden. Es ist keine polemische Auseinandersetzung mit dem antisemitischen General und dem Kriegsministerium, sondern lediglich eine wissenschaftliche Abhandlung — was die kindliche Naivität der preußischen Generäle in statistischen Fragen nur stärker hervortreten läßt. Eine gute und wertvolle Schrift, die jeder lesen sollte. 1-. $eme8nden-u.Vereins-Echo München. Der Münchener Israelitische Kalender für 1922/23 — 5683 — ist dieser Tage erschienen und wurde den Gemeindemitgliedern zugesandt. Er liegt in der „Ewer“-Buchhandlung, Wagmüllerstraße 19, und in der Buchhandlung Aug. Wertheimer, Westenriederstraße 4, zum Verkauf aus. Aus den darin enthaltenen Bekanntmachungen der Kultusgemeinde dürften nachstehende Punkte allgemeineres Interesse haben: Gebühren. Am 1. April 1922 ist das Honorar für Mitwirkung der Rabbiner und Kantoren bei Trauungen. Beerdigungen, Scheidungen und Chalizah in Wegfall gekommen. Es ist abgelöst durch die an die Gemeindekasse nach Tarif zu zahlenden Gebühren. Der Barmizwahunterricht ist gebührenfrei. Die Herren Rabbiner. Kantoren und Lehrer bitten daher entsprechend den einschlägigen Bestimmungen des bayerischen Beamtenrechtes und gemäß ihren Vereinbarungen mit der Gemeinde von jeglicher direkten Zuwendung abzusehen. Betstühle in der Synagoge können jederzeit gemietet werden. Die Gebühren für Grabplätze und Grabreservate sind auch am Gemeindesekretariat zu erfragen. Die Gebühren für Benützung des Ritualbades sind im Bade angeschlagen. Die Gebühren für das Schächten von Geflügel sind im Schächtlokal bekannt gemacht Bibliothek und Lesehalle. Bibliothek und Lesehalle im Bibliotheksaal der Gemeinde sind am Montag bis Donnerstag 9—12 und 21/2—7, am Freitag 9—12 und 2—4 geöffnet. Bücherabgabe findet Sonntag von 10—12, Montag und Mittwoch von 5—7, Freitag von 2—4 statt. Der Bibliotheksaal kann an den noch freien Abenden gemeinnützigen jüdischen Vereinen für Versammlungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Die näheren Bedingungen sind1 auf der Gemeindekanzlei zu erfragen. Grabdenkmäler. Dem von der Gemeindeverwaltung eingesetzten Friedhofsdenkmalsausschuß, dem sachkundige Persönlichkeiten, auch Künstler angehören, ist jeder Denkmalsentwurf vor seiner Ausführung zur Prüfung vorzulegen; er hat das Recht, Änderungen zu verlangen oder vorgelegte Entwürfe, als zur Ausführung nicht geeignet, zurückzuweisen. München. Im Sitzungssaale der hiesigen Kultusgemeinde, Herzog Maxstraße 7/1, liegt von Mittwoch, den 13. September bis einschl. Mittwoch, den 20. September 1. J. in den Vormittagsstunden von 9—12 Uhr eine Liste auf, in welche die Namen derjenigen, welche anläßlich des Roschhaschonofestes die Enthebung von schriftlichen Beglückwünschungen vornehmen wollen, gegen Entrichtung eines dem Wohltätigkeitssinn des Einzelnen anheimgegebenen Betrages eingezeichnet werden. Die Liste wird am Mittwoch, den 20. September 1. J. mittags 12 Uhr abgeschlossen und es werden die Namen derjenigen, welche sich einzeichneten, durch Zusendung an die Mitglieder der .hiesigen Kultusgemeinde zur Veröffentlichung gelangen. Die durch Einzeichnung sich ergebenden Einnahmen werden nach Abzug der erwachsenden Auslagen zu Wohltätigkeitszwecken verwendet u.KRBJL-UCKO DAS HAU SB^(F«hftt&~^%VWMrTHEATINERSTFM8 TELEFON 27831 — 32 BIETET BESONDERE PREISVORTEILE IN: KLEIDERSTOFFEN - SAMT UND SEIDE DAMEN- UND JUNG MÄDCHEN-KONFEKTION TEPPICHEN-GARDINEN-DECKEN

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