Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- 24 (16.6.1922)
- Date
- 1922-06-16
- Page
- Seite 303 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Jüdische Echo Nummer 24 16. Juni 1922 9. Jahrgang Aufruf! Erfolg und Ausmaß der zionistischen Arbeit in Deutschland und in der ganzen Welt sind unabhängig von der Stärke der Mittel, die der Trägerin dieser Arbeit, der Zionisischen Organisation, zur Verfügung gestellt werden. Der Keren Haiessod hat die Aufgabe, die Aufbauarbeit in Erez Israel zu stützen, die Zionistische Organisation die Aufgabe, die Wege dorthin zu ebnen. Starke zionistische Organisation und Arbeit im Galuth sind Vorbedingungen für erfolgreiche Palästinaarbeit. Beschaffung der Mittel für Palästina, Bereitstellung und Ausbildung des Menschenmaterials, hat im Galuth zu geschehen. Kulturarbeit — hebräische Sprachbewegung — muß von der Zionistischen Organisation gefördert werden, soll nicht der Zusammenhang zwischen Galuth und dem neuen Palästina verloren gehen. Ein leistungsfähiges Palästinaamt ist nötig! Soziale Arbeit und Fürsorge dienen dem Aufbau jüdischen Lebens und damit des jüdischen Landes. Propaganda jeglicher Art muß die abseitsstehenden Kreise der Judenheit, insbesondere die Jugend, gewinnen. Alle diese Arbeit setzt eine schlagkräftige, in sich geschlossene Organisation voraus! Sie kann fruchtbringend nur sein, wenn nicht jeder Schritt gehemmt wird, nicht jede Möglichkeit unausgenutzt bleiben muß aus Mangel an Geld und Menschen. Die Exekutive der Zionistischen Organisation verlangt von den Zionisten aller Länder für den Aufbau ihrer politischen Arbeit einen Sonderbeitrag. Die Aktionskomitee-Sitzung in Wien hat die Berechtigung dieser Forderung anerkannt. Bis jetzt standen der Exekutive für alle ihre Aufgaben nur die Eingänge aus den Schekelsammlungen zur Verfügung. Sit reichen bei weitem nicht aus, wenn die Arbeit erweitert und großzügig ausgestaltet werden soll! Der Geldbedarf der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ist entsprechend der fortschreitenden Geldentwertung gestiegen. Erkennen alle Zionisten die Notwendigkeit starker zionistischer Anbeit in Deutschland an, muß es ein Leichtes sein, die Organisation so zu finanzieren, daß sie ihren Aufgaben gerecht werden kann. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland ist auf Grund ihrer eigenen Finanzlage und infolge der berechtigten Geldforderungen der Exekutive gezwungen, an alle Zionisten zu appellieren. Die Zionistensteuer ist der Fonds, aus dem alle Zweige unserer Arbeit gespeist werden. Die Zionistensteuer wird in Zukunft nicht nur die gesamten zionistischen Aufgaben in Deutschland finanzieren, sondern auch der Exekutive Mittel zur Durchführung der großen politischen und organisatorischen Arbeit geben. Wir appellieren an Euch, Zionisten! Wollt Ihr, daß die Keren Hajessod-Aktion in Palästina fruchtbar werden soll, dürft Ihr die Voraussetzungen für jede Arbeit dort nicht vernachlässigen. Es darf keinen Zionisten geben, der sich nicht im entsprechenden Verhältnis zu seiner Keren Hajessod-Zeichnung mit seinen Mitteln an der Zionistensteuer beteiligt! Jed^r von uns trägt eine große Verantwortung! Zionisten! Erfüllt Eure Pflicht gegenüber der Organisation! Zahlt Zionistensteuer! Erhöht, verdoppelt, verdreifacht Eure bisherigen Zeichnungen! Der Landesvorstand: Dr. Israel Auerbach Kurt Blumenfeld Dr. Arthur Hantke Max Kober Dr. Siegfried Moses Dr. Walter Moses Dr. ArthurJRau _ Dr. Egon Rosenberg R.-A. Felix Rosenbiüth R.-A. Max Strauß ~ Max Wollsteiner Jl im Das Zentralkomitee: Alexander Adler-Wandsbeck. J.-R. Dr. Bodenheimer-Köln, R.-A. Dr. Dobrzynski-Beuthen, E. Feist- Frankfurt a. M., Siegmar Ginsburg-Königsberg, Dr. Grüneberg-Elberfeld, Dr. Ernst Kalmus-Hamburg. Ober-Ing. J. Landau-Dresden, Dr. F. Lesser-Mannheim, Dr. Prager-Cassel, Dr. Jul. Rosenfeld- Karlsrube, Dr. Hugo Schachtel-Breslau, S. Schocken jun.-Zwickau, Dr. Hermann Stahl-Berlin, Dr. Viktor-Wandsbeck, R.-A. Dr. Albert Baer-Berlin, J. Boschwitz-Berlin, Frau Dr. Dresel-Stettin, Alfred Frank-Berlin, M. Goldreich-Beuel, Dr. Sally Hirsch-Halberstadt, Dr. Kaufmann-Frankfurt a. M., Dr. G. Landauer-Cöln, Dr. Fritz Löwenstein-Berlin Dr. Rabin-Breslau, Zahnarzt Rothschild-Lübeck, Karl Sch 1 eißner-Hannover. Dr. M. Smoira-Heidelberg, Dr. Walter Stein-Königsberg, Jacob Wolff- Frankfurt a. M„ Dr. Zadik-Hamburg, Dr. Arnold Barth-Berlin, Dr. Chamizer-Leipzig, Dr. H. Epstein- Duisburg, Dr. A. Fränkel-Marburg, R.-A. Gronemann-Berlin, R.-A. Dr. Jacobsohn-Breslau, Leopold Landau-Hamburg. R.-A. Dr. Landsberg-Wiesbaden, Dr. M. Nußbaum-Nürnberg, Dr. Frieda Reichmann-Weißer Hirsch b. Dresden, Dr. Sandler-Berlin, J. Schnelling-Cöln, Fritz Sondheimer-Frankfurt a. M., Dr. Elias Strauß-München, Dr. Wolfheim-Erfurt.