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Das jüdische Echo · 1922-04-21 · 16 (21.4.1922) · p. Seite 205

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
9 (1922)
Issue
16 (21.4.1922)
Date
1922-04-21
Page
Seite 205 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 16 Das Jüdische Echo 205 schani und Bakau gute Resultate erzielt. Nach zahlreichen Massenversammlungen wurde am 15. Januar die intensive Werbearbeit eingeleitet, nachdem die Mitglieder des rumänischen Keren Hajessod-Komitees bereits große Summen gezeichnet hatten. Es wird erwartet, daß Jassy allein 5 000 000 Lei aufbringen wird. In Botoschani und Bakau wurde die großzügige Arbeit in der zweiten Januarhälfte eingeleitet, während die Arbeit in Galatz, Konstanza, Ploesti und in der Hauptstadt Bukarest in den nächsten Wochen beginnen wird. An der Spitze der örtlichen Keren Hajessod-Komitees stehen zumeist Großkaufleute, die sich der Arbeit mit besonderem Eifer widmen. Tschechoslowakei Die Keren Hajessod-Aktion in Prag Aus Prag wird uns berichtet: Vorigen Sonntag fand im Festsaale des jüdischen Rathauses eine große Versammlung statt, welche die neue Kampagne für den Palästinaaufbau, die nun in Prag in allen Kreisen des Judentums einsetzen soll, einleitete. Die Versammlung war von einem vorbereitenden Komitee einberufen worden, welchem u. a. die Herren Robert Fuchs-Robetin, Prof. Dr. Egmont Münzer, Direktor Ludwig Elisehak, Dr. Friedrich Kaufmann, Finanzrat Dr. Fr. Pick und andere hervorragende Nichtzionisten angehören, und fand vor geladenen Gästen statt. Nach einer Begrüßungsansprache von Herrn Fuchs-Robetin sprach Herr Univ.-Prof. Dr. Egmont Münzer über den Wiederaufbau Palästinas. Der Redner, der als Nichtzionist bekannt ist, betonte, daß der Aufbau Palästinas eine allgemein jüdische Angelegenheit sei und polemisierte gegen diejenigen seiner Gesinnungsgenossen, die diese Sache den Zionisten allein, überlassen wollen. Die Beteiligung an diesem Werk sei gegenwärtig die bedeutendste ethische Pflicht aller Juden und habe mit dem nationalen Bekenntnis nichts zu tun. Nach Prof. Münzer hielt Herr Dr. Arthur Hantke ein Referat über den gegenwärtigen Stand des Palästinaaufbauwerkes, in welchem er in gründlicher und sachlicher Weise ein großes Bild des ganzen Aufbauwerkes entrollte. Beide Vorträge machten auf die Anwesenden, welche sich — aus allen Schichten des Prager Judentums — in großer Zahl eingefunden hatten, einen tiefen und überzeugenden Eindruck. Die Sammlungen für den Keren Hajessod — die bei den Zionisten bereits so ziemlich abgeschlossen sind, — haben auch unter den Nichtzionisten bereits begonnen. Die ersten Zeichnungen, sowie die Stimmung lassen hoffen, daß die Juden Prags hinter den Juden der ganzen Welt nicht zurückstehen werden. Gelegentlich der Landeskonferenz :der tschechoslowakischen Misrachisten trat Oberrabbiner Dr. Heinrich Brody aus Prag sehr warm für den Keren Hajessod ein und machte den anwesenden Delegierten die intensivste Unterstützung der Keren Hajessod-Arbeit zur heiligsten Pflicht. Im Laufe der Tagung wurde Oberrabbiner Dr. Brody zum Vorsitzenden der Misrachiorganisation für die Tschechoslowakei gewählt. (Ziko.) England und englische Kolonien Der Fortschritt in der Keren Hajessod- Arbeit in England Das Zentralkomitee des englischen Keren Hajessod bereitet gegenwärtig eine große Werbeaktion vor, die sich über das ganze Land erstrecken soll. In zahlreichen Provinzstädten bestehen bereits Keren Hajessod-Komitees, die durch die Entfaltung ihrer Tätigkeit andere Städte zur Gründung weiterer Komitees anregen. In London allein sind mehr als zwanzig Distriktskomitees gebildet worden, damit die einzelnen Bezirke der großen Stadt besser erfaßt werden können. Besonders energisch wird die Arbeit in Manchester und Glasgow betrieben. Die Leitung des englischen Keren Hajessod ist Dr. Schwartzmann anvertraut, der großzügige Pläne für den weiteren Gang der Keren Hajessod-Kampagne in England ausgearbeitet hat. Die Arbeit in Südafrika Während des kurzen Aufenthaltes Dr. Schmarjahu Lewins in Südafrika wurde dort eine Vereinigung gebildet zwecks Schaffung einer Gesellschaft für ökonomische Arbeiten in Palästina. Diese, Südafrikanische Baugesellschaft für Palästina genannte Vereinigung, soll sich mit der Errichtung von Wohnhäusern, Fabriken, öffentlichen Instituten, Hotels usw. befassen. Die Initiatoren hoffen, binnen kurzem ein Aktienkapital von 100 000 £ aufzubringen. Bei einer vor kurzem stattgefundenen privaten Beratung wurden von 20 Anwesenden Aktien im Betrage von 10 000 £ übernommen. — Auch an der Verlagsgesellschaft „Dwir“ soll sich eine Gruppe südafrikanischer Juden aktiv zu beteiligen beabsichtigen. (J. P. Z.) Amerika Neue Eingänge in den Vereinigten Staaten Die Vorbereitungen für die Werbetätigkeit für den Keren Hajessod, die, um nicht auf die Kampagne des „Joint-Hilfskomitee“ störend einzuwirken, vom 16. April auf den 1. Mai verschoben worden ist, werden mit Erfolg fortgesetzt. 1500 freiwillige Sammlerinnen haben sich bereit eranjsu ’zm-Jtoden tt./andejfkuyjc/weideeei cTleruseirSrasxe

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