Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- 9 (3.3.1922)
- Date
- 1922-03-03
- Page
- Seite 122 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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122 Das Jüdische Echo Nr. 9 die um sie saßen, betrachteten sie erstaunt; aber sie sahen die Krone nicht und verstanden nicht und. erkannten nicht, daß Milrjam, die hier saß, eigentlich nicht Mirjam, sondern Maria Magdalena war. Hiemit ist diese Erzählung zu Ende. Denn es erübrigt sich eigentlich, zu berichten, daß Mirjam des Abends nach Ne'ile, dem Schlußgebet des Versöhn ungstages, nicht wie die anderen nach Hause ging, sondern durch die Stephaniiestraße amDianabad vorbei auf die Brücke kam, die über den Donaukanal führt, und dort lange stand — so lange, bis siie das Dunkel der Nacht umfing — und daß sie am nächsten Morgen tot aus dem Wasser gezogen wurde. Denn solche Dinge ereignen sich ja alle Tage. Gemeindenu. Vereins-Echo Klavierabend Marie Zweig, Berlin: Wir weisen besonders darauf hin, daß am 7. Marz die Pianistin Marie Zweig im Museumssaal einen Klavierabend — den einzigen dieser Saison — geben wird. Marie Zweig, die wir als eine äußerst ernste und talentvolle Künstlerin schätzen, hat bei ihrem Vortragsabend in Berlin den besten und verdientesten Erfolg gehabt; wir hoffen, daß das jüdische Publikum in München Marie Zweig Gelegenheit geben wird, ihre Fähigkeiten hier zu zeigen und zu beweisen durch entsprechendes Interesse und zahlreichen Besuch. (Näheres siehe Inserat.) Der Verband jüd. Jugendorganisationen gibt bekannt: Dienstag, den 7. März 1922 abends 8 Uhr spricht im Rückgebäude des Gemeindehauses, 1. Stock (nicht im Kommissionszimmer) Herr A. Stiefelzieher über „Ostjudenfrage in München“. Die Gemeindevertretung ist hierzu herzlich eingeladen. Jüd. Jugendverein München. Montag, 6. März, abends 8 Uhr im Bibliotheksaal Frau Minna Lewin: Jugend einst und jetzt. Gäste willkommen! Jüdische Arbeitsgemeinschaft. Samstag 8 Uhr Peterhof. Der Ball der Jüdischen Arbeitsgemeinschaft München: Einen sympathischen Erfolg hatte die noch so junge Jüdische Arbeitsgemeinschaft München mit ihrer Veranstaltung am 19. Februar 1922. Zuerst sprach Bruno Kluger einige herzliche Worte des Grußes, worauf die künstlerischen Darbietungen folgten. Unter diesen leuchtete hell als Stern des Abends Lilly Freud-Marie, die in ihrer einzigartigen Weise lyrische Dichtungen zum Vortrag brachte, und besonders bei Wiedergabe eines Andersen’schen Märchens flogen ihr wohl alle Herzen zu. Nichts mehr konnte ihr den Erfolg streitig machen, einen so angenehmen Eindruck auch die darauf folgende Vorlesung Ludwig Donaths (Kammerspiele) auf das literarisch-interessierte Publikum machte. — Besonders zu begrüßen ist auch, daß die Jüdische Arbeitsgemeinschaft für ihren Abend einen Pianisten wie Heinrich Schalit zu gewinnen wußte, dessen Künstlerschaft weit bekannt und anerkannt ist. Und er hat aufs Neue diese Künstlerschaft bewiesen. Er brachte vier Sonaten von Scarlatti in vollendeter künstlerischer Ausführung zu Gehör. — Mit Kompositionen von Josef Ziegler wurde man schon bei einzelnen Gelegenheiten bekannt gemacht. Nun lernte man wieder drei Lieder von ihm kennen, die aufs Neue sein starkes kompositorisches Talent bewiesen. Den stärksten Eindruck machte auf mich das „Ehelied“, das auch Sonja Fleischer am besten gelang. Sie ist keine Sängerin größten Stils, keine, die durch außergewöhnliche Schönheit ihrer Mittel blendet, aber sie erfreut durch die feine, stille, unaufdringliche Art ihres Gesanges und die Mühelosigkeit der Tonerzeugung. Obwohl sie stets bemüht ist, ihr ganzes Können von der besten Seite zu zeigen, vermochte sie den übrigen zwei Liedern nicht vollkommen zu ihrem Rechte und der ihnen gebührenden Achtung zu verhelfen. Schade! — Der Komponist begleitete seine Lieder selbst geschickt und musikalisch. — Zu Beginn des musikalischen Teils erfreute Curt Stern (infolge Erkrankung von Sali Hoyda) durch Wiedergabe einer Mozartsonate, deren erste beiden Sätze ihm besonders gut gelangen. — E. K. Der diesmalige Spendenausweis wird wegen Platzmangel erst nächste Woche erscheinen. Die Redaktion. Die Geburt ihres Sohnes Ernst Gabor zeigen an Dr. ELIAS STRAUS und Frau Dr. RAHEL geb. Goitein München, 25. Februar 1922 Statt Karten MOSCHE KÖNIGSBERG u. FRÄU HEDDÄ geb. FLEISCHMÄNN zeigen hocherfreut die Geburt eines kräftigen Jungens an u. beehren sich alle Freunde u. Bekannte zu der Sonntag, den 5. März, 930 Uhr stattfindenden n^D nnn herzlichst einzuladen. MÜNCHEN, den 5. fldar 5682 Königinstr. 15/1 IsiiiiiiäistflrliiM Münohner Möbel* u. Raumkunst Rasenstr.3(Ro«ipaihavs) Frei eugängllche Ausstellung MPaa bolaaglioho Keiaa*« §u Mimuiiiimiiiimiiiiiimiiiiiiimiiiiimis 1 IDA BERGER I §s GIHckstraBe 9 | Damenhüte Ausführung %Umar beiten und Umfassonieren bei billigster Berechnung^ SiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiimmimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiimiiimiiiifH Einziger Klavier-Abend Marie Zweig / Berlin Dienstag, 7 März abends 8 Uhr Museumsaal, Promenadestr. Werke von Bach und Mozart Neu eingetroffen! ®efd)mackoolle3erufaIem*9ltüenf)ol3=6eber=6d)üffeln mit fdjöner Sdjni&erei, Ijebr. Sluffdjrift unb 9Rofaikeinlagen, 3*teilig gerlegbar, 6atim)ort)ang m. ©olbborte Stei^enbe ^urim«, 95erlobungsu. f)od)3eitegefd}enhe Näheres L. Jacob München, Jatinsfir. 24/1 N. B. 5ür Gerufalem nerfanbfätjige ^Baren (Uejrtil _u. ä.) nehme id) in 3abhmg 3008026462095