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Das jüdische Echo · 1922-02-24 · 8 (24.2.1922) · p. Seite 108

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
9 (1922)
Issue
8 (24.2.1922)
Date
1922-02-24
Page
Seite 108 (sequence 12)
Language
German
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108 Das Jüdische Echo Nr. 8 wird auch an dieser Stelle bestens gedankt — Dr. Ettinger hier Mk. 50.—, Moritz Katzenstein hier Mk. 300.—, N. N. Mk. 300.—. Weiteren Spenden sieht entgegen Chaluzimfürsorge stelle Paul Grünbaum, Rothmundstr. 6, Postscheck 15029. Jüdische Arbeitsgemeinschaft. Um irrtümlichen Auffassungen vorzubeugen, stellt die Jüdische Arbeitsgemeinschaft folgendes fest: Als die Hilfsaktion für die Ukraine eingeleitet wurde, war die Abhaltung des Balls am 19. Februar beschlossene Sache und die Vorbereitung bereits soweit gediehen, daß eine Änderung so gut wie ausgeschlossen erschien. Daher und in der Überzeugung, daß es besser sei, etwas als gar nichts zu tun, entschloß sich die Jüdische Arbeitsgemeinschaft, das Reinerträgnis der Veranstaltung der Hilfsaktion zuzuführen und den künstlerischen Teil in den Vordergrund zu stellen. Also hat die Jüdische Arbeitsgemeinschaft nicht etwa einen Ball veranstaltet, um dadurch die Hilfsaktion zu fördern, sondern das Reinerträgnis einer bereits eingeleiteten Veranstaltung diesem Zwecke gewidmet. Nürnberg. Am Donnerstag, den 26. Jan., sprach in außerordentlich gut besuchter Versammlung im großen Saal des Kulturvereins Herr Dr. Nahum Goldmann-Murnau über „Palästina, das Werk der Juden.“ Der Redner suchte aus der jüdischen Geschichte und der besonderen seelischen Einstellung des jüdischen Volkes, das er eine „gläubige“ Nation nannte, die seelische Verbundenheit der Juden mit Palästina abzuleiten. Jetzt freilich sei die aufbauende Kraft des jüdischen Volkes scheinbar schwach geworden, der gläubige Optimismus erloschen, aber gerade alte Nationen können nur leben, wenn sie ihrer Richtung treu bleiben: Die Juden müssen, wollen sie als Juden weiter bestehen, den Mut, sich ihren Stammesgenossen in aller Welt verbunden zu fühlen, den Glauben an ihre Zukunft durch Arbeit und Leistung wiederfinden. Die Ausführungen des Referenten machten einen außerordentlich großen Eindruck. Die Versammlung, die vom Keren Hajessod-Komitee einberufen war, dürfte die Weiterarbeit für diesen Fonds sehr erleichtert haben. Zionistische Ortsgruppe. Am 7. Februar fand die ordentliche Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe München statt. Zunächst berichtete der erste Vorsitzende, Herr Dr. Elias Straus, über die allgemeine zionistische Tätigkeit der Ortsgruppe. Hervorzuheben sind an Veranstaltungen der Vortrag dies Herrn Kurt Blumenfeld und der bayerisch-württembergische Gruppenverbandstag, ferner die Einrichtung der hebräischen Sprachkurse unter Leitung von Fräulein Burchhardt. Es berichteten dann die Leiter der Einzelressorts über die im letzten Jahre geleistete Arbeit. Die Nationalfondssammlungen ergaben Mk. 63 000.—. Der Keren Hajessod brachte Zeichnungen im Gesamtbeträge von Mk. 700 000.— auf. An Zionistensteuer konnte die Ortsgruppe Mk. 24 000.— der Organisation zur Verfügung stellen. Wenn die erreichten Beträge auch ansehnlich zu nennen sind, so mußte doch festgestellt werden, daß bei intensiverer Tätigkeit aller Zionisten nach dem Beispiel der Jugend weitaus mehr hätte erreicht werden können. Bei der Decharge wurde mit besonderer Anerkennung auch der Tätigkeit der unter der Leitung des Herrn Grünbaum stehenden Chaluzimfiirsorgestelle erwähnt, die sich in großzügiger Art der durchziehenden Palästinawanderer annahm. Infolge der Entwertung des Geldes sah sich die Generalversammlung genötigt, die Beiträge neu festzusetzen. Der Beitrag beträgt Mk. 250.— für das Jahr, wobei die Kosten für Schekel. Landesbeitrag, Abonnement der Rundschau und der Gruppenverbandsbeitrag inbegriffen sind. Auf Antrag ermäßigt sich die Summe bei Jugendlichen (ohne Rundschau) auf Mk. 60.—, für Mindermittelte auf Mk. 150.—. Wohlhabende Mitglieder sollen den Beitrag auf Mk. 300.— erhöhen. Ehefrauen bezahlen jährlich Mk. 60.—. — Die Neuwahlen ergaben die Wiederwahl des bisherigen Vorsatndes mit Festsetzung der Verantwortlichkeit für die verschiedenen Einzelressorts. Zionistisches Büro Spendenausweis Münchner Spendenausweis. Die Jahreskonferenz der deutschen Nationalfonds-Vertrauensleute hat sich in Anbetracht der Valutaverhältnisse gezwungen gesehen, die einzelnen Spendenzweige zu erhöhen. Von jetzt ab kostet der einzelne Baum Mk. 50.—, die Eintragung ins Goldene Buch 3000 Mk. bei 300 Mk. erster Rate, das einzelne Telegramm 8 Mk., Einzelspenden unter 10 Mk. und Büchsenergebnisse unter 20 Mk. werden nicht mehr namentlich veröffentlicht. Nationalfonds: Alfred Gadiel dankt Familie Theodor Friedmann statt Blumen (unlieb verspätet) 5.—; Meta und Erna Lichtenstein grat. Anny Fraenkel zur Verlobung, Raja Kulakowsky zum bestandenen Examen 10.—; Fanny Grünbaum und A. Avigdor Francaise-Wette 20.—; Jakob Saposchnik verlorene Schachpartie gegen Benno Epstein 10.—; Familie Both grat. Höniig-Eben und Botie- Stein 10.—; N. N. durch Martha Held 1000.—. Goldenes Buch. Jüdisch. Wanderbund „Blau-Weiß“- München. Rosl Feuchtwanger grat. Meta und Theo Harburger zur Verm. 10.—; Leo und Rosl Feuchtwanger grat. Anny Fraenkel und Max W. Kober zur Verlobg. 20.—; der Blau-Weiß München gratuliert Anny Fraenkel herzlich zur Verlobung 50.—; ferner gratuliert zur Verlobung Fraenkel Kober herzlich: Dr. Elias Straus und Frau 10.—; Dr. Julius Siegel und Frau 10.—; Dr. M. J. Gutmann 10.—; Paul Grünbaum 10.—; Justin Liehtenauer 10.—; Dr. J. Schäler u. Frau 10.—; Arthur Rosenbaum 10.—; Hans Machol 10.—; Jakob und Hugo Fraenkel 10.—, Dora und Schl. Monheit 10.—; Jenny Feuchtwanger 10.—; Etienne, Irma u. Nelly Basch 30.—, Alfred Bonne 10.—, Jakob van Cleef 10.—, Carl Cohen 10.—, Walter Löwenthal 10.—, Erich Sgaller 10.—, Trude Kochmann 5.—, Theo u. Meta Harburger dank, bestens für die ihnen anl. ihrer Vermählung erw. Aufmerksamkeiten 50.—, dies. grat. Farn. Justizr. Fraenkel 10.— u. Sophie Eben 10.—. Aus dem Münchener Spendenbuch: Verlobg. Anni Schmid—Jakob Mischliborsky 300.—. Elisabeth Mahler, München. Kurt Bauchwitz grat. Familien Eben-Hönig 10.—. H a n n a h Deborah Feuer. Arno u. Adele Blitz grat. Herrn u. Frau David Horn nachträglich z. Geburtstag u. senden viele Grüße 15.—; dieselb. danken Geschwister Kohn f. freundl. Entgegenkommen (unlieb verspätet) 40.—. Mennachem Jossef ben Aron Hakohe n - G a r t e n. Arno und Adele Blitz-Meran grat. Klein-Jossi nachtr. z. Geburtstag 1 B. 25.—. Anton Nobel s. A. Hain. Anny Fraenkel- München, Max W. Kober-Berlin, auf den Namen von Rabbiner Dr. Nobel 5 B. 250.—.

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