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Das jüdische Echo · 1922-02-10 · 6 (10.2.1922) · p. Seite 77

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
9 (1922)
Issue
6 (10.2.1922)
Date
1922-02-10
Page
Seite 77 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 6 Pas Jüdische Echo 77 Kolonie wird östlich von Neurim in der Nähe der Quelle Am-Flavon geschaffen werden und zum Andenken an den Begründer den Namen „Giw’ath Jehezkel“ erhalten. Verbesserung des Eisenbahnverkehrs. Die Eisenbahnverwaltung in Palästina beabsichtigt, zwischen Jerusalem und Haifa besondere Schnellzüge fahren zu lassen, die diese Strecke in viereinhalb Stunden zurücklegen sollen; auf den Strecken Jaffa—Jerusalem und Jerusalem— Kantare wird ebenfalls ein neuer Schnellzugdienst geschaffen. Private Fernsprechverbindung mit Ägypten. Der palästinensische Oberpostmeister gibt bekannt, daß ab Januar Zivilpersonen telephonische Verbindung mit Ägypten erhalten können. In Wirtschaftskreisen wird die neue Einrichtung als großer Fortschritt begrüßt. Aufhebung des Einfuhrzolls für landwirtschaftliche Maschinen. Die Zollbehörden in Palästina veröffentlichen eine Liste von landwirtschaftlichen Maschinen und Werkzeugen., die einem Einfuhrzoll nicht unterliegen. Zu den angeführten Gegenständen gehören: Pflüge, Mäh-, Dresch- und Häckselmaschinen, Sensen, Sicheln, Eggen und Hacken. Frankreich Dr. Weizmann bei General Gouraud. Dr. Weizmann ist über Paris nach London zurückgekehrt. In Paris hatte er mit dem französischen Oberkommissar, General Gouraud. eine Unterredung über die palästinensische Grenzenfrage. Er sprach dort auch in einer Versammlung von jüdisch-französischen Intellektuellen, an der Professor Hodomar von der Sorbonne, Dr. Armand Bemard, ein Bruder des Bernard Lazare. und Dr. Leon Zadok-Cohen, ein Bruder des verstorbenen Großrabbiners von Paris, teilnahmen. Wie die Londoner „Zeit“ mitteilt, soll Weizmann in Paris gesagt haben, daß das Palästina-Mandat vom Völkerbund um die Osterzeit ratifiziert werden dürfte, worauf die Tore Palästinas für Juden geöffnet würden. Das in Paris gegründete Keren Hajessod-Komitee nahm seine Arbeit energisch auf. Amerika Empfang Sokolows bei Präsident Harding. Washington. (J. C. B.) Heute empfing der Präsident der Vereinigten Staaten. Harding, den Führer der zionistischen Delegation, Nahum Sokolow, in längerer Privataudienz. Sokolow erstattete ausführlichen Bericht über die gegenwärtige politische Lage des Zionismus, insbesondere über die Frage des Palästina-Mandats, und schilderte die Lage der Ostjuden. Er war in der Lage, dem Präsidenten auch über die großen Sympathien zu berichten, denen die Keren Hajessod- Bewegung in Amerika nicht nur bei den Juden, sondern auch bei den Gouverneuren der einzelnen Staaten, den Bürgermeistern der Städte und bei vielen führenden Persönlichkeiten Amerikas begegnet. Präsident Harding folgte den Ausführungen Sokolows mit großem Ipteresse, das sich auch durch wiederholte Fragen über verschiedene Punkte des Berichts kundgab. Harding ‘gab seinen großen Sympathien für den Zionismus Ausdruck und versicherte schließlich, daß die Regierung der Vereinigten Staaten immer bereit sein werde, dem Zionismus bei der Erreichung seiner Ziele behilflich zu sein. Amerika und das Palästina-Mandat. J. C. B. will erfahren haben, daß die amerikanische Regierung eine offizielle Erklärung über ihre Stellung zum Palästina-Mandat vorbereitet. Es verlautet, daß dieser Schritt ein Resultat der Verhandlungen ist, die Sokolow mit Präsident Harding und dein amerikanischen Staats-Departement geführt hat Feuilleton Von nun an wird das „Jüdische Echo“ ein Feuilleton haben, das diese Bezeichnung verdienen soll: und ich werde dieses Feuilleton leiten. Es erscheint nicht unangebracht, bei dieser Gelegenheit ein paar Kleinigkeiten zu erwähnen.... Genug sind derer, die das Feuilleton als überflüssig, als unkünstlerisch, als literarisch wertlos ablehnen; mehr noch, denen die eigentliche Bedeutung des Wortes so gut wie unbekannt ist. Feuilleton: ein kleines Blatt-kleinen Blättefn, Blättern im Winde gleichen diese Stimmungsbilder, Skizzen und Novelletten, welche den Dingen des Werktages, den Dingen, die sich heute und alle Tage ereignen und morgen vergessen sind, ein wenig Sonne und Schönheit abzugewinnen suchen. — Ist es mehr als ein Zufall, daß die halb lyrische, halb melancholische Darstellung, die knappe Schilderung eben jener Dinge, an denen wir so achtlos Vorbeigehen, niemandem besser gelungen Ist als Juden — ihres Judentums bewußten Juden? Arthur <?rren-Jtoden u./anffrjffcwJchnade/xir cTieruraftfasxe fmi

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