Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- 2 (13.1.1922)
- Date
- 1922-01-13
- Page
- Seite 24 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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24 Das Jüdische Echo r. 2 Zahl der Äroplane und der Panzerautos entsprechend vergrößert werden,, um die Schlagkraft der in Palästina zurückbleibenden wenigen indischen Bataillone und Reiterregimenter bedeutend zu erhöhen. Es ist jedoch noch nicht endgültig entschieden, durch welche Truppen die britische Garnison zu ersetzen wäre, ebensowenig, ob der Ersatz in der Bildung eingeborener Regimenter gefunden werden soll. Die Abbaumaßnahme als solche gilt im Kolonialministerium als beschlossene Sache, auch der Durchführungsplan sei; vom Koionialamt bereits fertiggestellt. Der Beschluß hängt mit den Empfehlungen des Geddes-Komitees für Durchführung von Ersparnissen in den Regierungsausgaben zusammen. Mißerfolg der arabischen Delegation. London. (J. C. B.) Wie wir erfahren, hat sich die arabische Delegation einen neuen Aktionsplan zurechtgelegt, da sie durch ihren Londoner Aufenthalt zur Überzeugung gelangt, daß die ursprüngliche Forderung nach Widerrufung der Balfour- Deklaration und die hiefiir gemachten Anstrengungen fehlschlagen müssen. Die Mitglieder der Delegation sind tief enttäuscht und haben beschlossen, London zu verlassen. Die Delegation will noch einen letzten Versuch in Paris machen, da sie von der französischen Politik doch eine Unterstützung ihrer Wünsche erhofft. Inzwischen hat sich auch die finanzielle Lage der Delegation verschlimmert, die aus arabischen Kreisen in Amerika und aus gewissen katholischen Kreisen in Rom ihr zugeflossenen Geldmittel gehen zur Neige, weshalb sich die Delegation entschlossen hat. ehestens nach Palästina zurückzukehren, ohne die politische Aktion zu wiederholen. jüdischer Protest gegen die Bodenverteilung. J erusale m. (J. C. B.) Die palästinensische Regierung hat mit der Verteilung der Staatsländereien unter wirklich landwirtschaftlich tätige Leute begonnen. Jedes Areal soll 150—200 Dun am Bodens nebst Wiesen enthalten. Der Waad Leumi (Natiönalkomitee der palästinensischen Judenheit) erhob dagegen Einspruch beim High Commissioner und wies darauf hin, daß jede Familie mit bloß 100 Dunam ihr Auslangen reichlich finden könne und daß bei den gegenwärtigen Verteilungsmethoden für die jüdischen Bewerber kein Staatsboden übrig bleiben könne. —'Der High Commissioner genehmigte am 19. Dezember den im Juli zwischen der jüdischen Bodeneinkaufsgesellschaft und dem griechischen Patriarchat in Jerusalem abgeschlossenen Landkaufsvertrag im Werte von 250 000 Pfund Sterling. Der erworbene Boden soll zur Aufführung von zahlreichen Häusern und Geschäftsläden verwendet werden. Gemeinden-u.¥ereifgs-Schc Zionistische Ortsgruppe München. Der Zionistenabend am 10. Januar war der Besprechung wichtiger aktueller sozialer Arbeiten gewidmet. Hierauf berichtete Dr. Eli Strauß über die Tagung in Berlin mift Chaim Weizmann, den Stand der Keren Hajessodvorarbeiten in Deutschland und über die Angelegenheit Jabotinsky. Es wurde die Gelegenheit wahr genommen, sich über die Gemeindearbeit und einige interne Gemeindefragen auszusprechen. Herr Paul Grünbaum berichtete über die Chaluzimfürsorge in Berlin, Triest und München. — Das Thema des nächsten Abends — 24. Januar — wird noch bekanntgegeben. Blau-Weiß München. Samstag, den 14. Januar 5.30 Uhr Blauweißheim, Sidrekurs (alle jüdischen) Wandergruppen sind eingeladen). 1. Zug 8.30 Uhr Westfriedhof Linie 4 (Kartoffel und Konserven). 2. Zug Samstag 4.30 Uhr Heimnachmittag für Jüngere bei Erich Deutsch, Gliickstr. 3. Sonntag- Fahrt ins Heim 8.30 Uhr Giesinger Bahnhof. Zum Kochen: Palmin, ungekochte Kartoffel, Würstchen, fleischiges Geschirr und Besteck! Mittwoch 5.45 Uhr Handfertigkeits- und Laubsägekurs im Heim. 7.15 Uhr Heimabend für Ältere im Heiim. Verband der Jüdischen Jugendorganisationen Münchens. Dienstag, den 17. Januar Vertretersitzung abends 8 Uhr Gemeindehaus (Kommissionszimmer). Jüd. Turn- und Sportverein Bar Kochba. Nach einem Jahre reicher Arbeit wird unseren Mitgliedern Bericht erstattet in der ordentlichen Hauptversammlung Dienstag, dem 17. Januar ab 8 Uhr im kleinen Saal des Wittelsbacher Gartens, Theresienstr. 38. Tagesordnung: Jahresbericht, Kassenbericht, Bericht der Kassenprüfer. Entlastung der Vorstandschaft. Neuwahlen, Statuten, Verschiedenes. Schriftliche Anträge müssen bis 15. Januar bei Masur, Kobellstr. 15, eiSngereicht sein. Die großen Aufgaben des neuen Vereinsjaihtres erfordern weitaus regere Mitarbeit aller Alitglieder als bis jetzt. Wir hoffen, diaß alle, die Interesse für den Bar Kochba und seinem Ziele haben, am Versammlungsabend pünktlich erscheinen. Mädchen- und Knaben-Abteilung: Sonntag, 15. Januar, Tagesausflug nach Geiselgasteig. Treffpunkt der Mädchen 9.30 Uhr Frauenhoferbrücke (Ohlmüllerkino). Der Knaben 9 Uhr Ostfriedhof. Rückkunft zirka 6 Uhr. Die Kosten betragen die Trambahnrückfahrt. Fridl Goldfarb, Gustav Meyerstein. T u r n p 1 a n. Halle in der Schwind-Schule, Schellingstraße. Herren-Abteilung: Montag von 7.30—9 Uhr; Damen-Abteilung: Donnerstag von 7.30—9 Uhr; Mädchen-Abteilung: Donnerstag von 6—7.30 Uhr. — Halle im neuen Realgymnasium Klenzestraße: Zöglinge von 6—8 Uhr. Am Samstag, den 19. Februar abends 7 Uhr findet nur für unsere Mitglieder undi besonders eingeführte Gäste im Spiegelsaal und Nebenräumen des Hotel „Rheinischer Hof“ ein Tanzabend mit Masken statt. Eintritt vollkommen kostenlos. Humoristische Darbietungen von verschiedenen Mitgliedern. Chaukahfeier des iüdischen Gesangvereins. (Unlieb verspätet.) Der Verein darf mit seiner Chanukafeiler auf einen erfolgreichen Abend zurückblicken, sowohl künstlerisch als materiell! Der stimmungsvollen Wiedergabe des gemischten Chors: „Seht, er kommt“ aus Juda Makkabäus folgte eine vom Dirigenten Herrn Josef Ziegler komponierte Variation über „Moaus zur“ und nach dem Entzünden durch Herrn Hesky an Stelle des leider erkrankten Herrn Prof. Kitschner „Mcaus zur“ in verschiedenen Variationen. Glänzende Sopransolis von Frl. Fleischer. Gedichte durch Herrn Rekazizow sympathisch gesprochen, meisterhaft gespielte 2 Sätze aus der Apassionata von Beethoven durch Frl. Hoyda, 2 gemischte Chöre „Schön Rothtraude“ und „Morgen“ bildeten den ernsten Teil, dem sich von Frl. Fried! Hechinger reizend gesungene Lieder, ein humoristischeT Vortrag von Herrn Kluger und zum Schluß selbstverfaßte Vorträge des Herrn Justizrat Dr. Frankel, von Herrn Dr. Feuchtwanger komponiert und