Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- 34 (26.8.1921)
- Date
- 1921-08-26
- Page
- Seite 420 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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420 Das Jüdische Echo Nr. 34 teilzunehmen. 5. Die Frage der ersten Besitzergreifung der in letzter Zeit in Palästina erworbenen Bodenflächen sowie derjenigen, welche in den nächsten Jahren erworben werden sollen, wird in einer besonderen, in Karlsbad abzuhaltenden Sitzung der Exekutive unter Zuziehung von Experten behandelt werden. (Wr. Mrgztg.) Aus der jüdischen Welt Universitäts- und National-Bibliothek zu Jerusalem. Auf dem diesjährigen Zionistenkongreß wird auch das Budget der jüdischen National- Bibliothek besprochen und beschlossen werden. Da diese Institution zugleich auch die Bibliothek der in Entstehung begriffenen hebräischen Universität zu Jerusalem ist, so kommt ihr eine doppelte Bedeutung zu. Die Freunde der jüdischen National-Bibliothek werden sehr zahlreich auf und am Kongresse sein, und werden neben dem Kongresse eine besondere Zusammenkunft veranstalten, die voraussichtlich am dritten: Kongreßtage stattfinden wird. Die Versammlung wird durch den Bevollmächtigten der Bibliothek, Herrn Universitätsprofessor Dr. Heinrich Loewe eingeleitet werden, der einen ausführlichen Vortrag über die Geschichte, Bedeutung, den jetzigen Zustand, die Pläne und Aussichten des jüdischen Bibi iothekwesens im heiligen Lande halten wird. Darnach Diskussion und Beschlußfassung. An dler Versammlung werden eine große Reihe von Gelehrten und jüdischen Politikern aus allen Ländern teilnehmen. Ort und Zeit der Versammlung werden in Karlsbad bekannt gegeben. Der Bevollmächtigte der Bibliothek, Professor Dr. Loewe, wiird bereits am 26. August in Karlsbad sein und ist dort im Haus Venedig, Parkstraße, in Bibliotheksangelegenheiten zu erreichen. Kein Freund jüdischer Kultur sollte versäumen, an dieser Versammlung teilzunehmen. Kongreßzeitung. Um Mißverständnissen zu begegnen, wird darauf aufmerksam gemacht, daß die einzige offizielle Berichterstattung über den Kongreß in deutscher Sprache in der vom Kongreßbüro herausgegebenen Kongreßzeitung erfolgt. Die Kongreßzeitung erscheint täglich mit Ausnahme Sabbaths, insgesamt 8—lOmal. Sie bringt an jedem Tag den offiziellen und ausführlichen Bericht über sämtliche Verhandlungen des Kongresses, der Kommissionen usw. und aller Veranstaltungen des vorhergehenden Tages. Sie erscheint morgens so früh, daß sie bereits mit den Frühzügen versandt werden wird. Die Redaktion der Kongreßzeitung hat Herr Dr. Hugo Hermann, Mährisch Ostrau, übernommen. — Alle Besteller der Kongreßzeitung werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie auf pünktliche Zusendung nur dann rechnen können, wenn der Abonnementsbetrag in Höhe von Kr. 25.— vor Beginn des Kongresses beim Kongreßbüro eingetroffen ist. Bestellungen vermittelt die Redaktion des Jüd. Echo. Intervention zugunsten der Ostjuden in Danzig. (Jüd. Korr.-Bur.) Die Danziger Zionistische Organisation intervenierte beim Sekretär des Völkerbundes, M. Colban, in Angelegenheit der in Danzig wohnenden Ostjuden, die von Ausweisungen bedroht sind. M. Colban versprach sein Möglichstes zur Verbesserung ihrer Lage zu tun. Palästina Neue palästinensische Museen. Die letzten Ausgrabungen in Cäsarea, die, wie bereits gemeldet, zu interessanten Skulpturen- und Töpferkunstfunden führten, haben den örtlichen Magistrat zur Errichtung eines besonderen Museums veranlaßt. Alle in Cäsarea ausgegrabenen Gegenstände sollen in diesem neuen Museum aufbewahrt werden, da erfahrungsgemäß jeder Fund unter dem Transport leidet. Das Vorgehen von Cäsarea findet bereits Nachahmung. So soll auch in Askalon ein Ortsmuseum errichtet werden, das die bei der Bloßlegung der Herodes - Bauten gefundenen Skulpturen und Schnitzereien aufnehmen soll. — In der Nähe der Synagoge in Capernacum ist neuerdings ein sechseckiger Vorhof mit Mosaikpflasterung bloßgelegt worden. (Ziko.) Zunahme jüdischer Arbeitskräfte in den Kolonien. Eine der ernstesten palästinensischen Fragen bildete bekanntlich die verhältnismäßig geringe Zahl jüdischer Landarbeiter, die darauf zuriiekzuführien wair, daß die Farmer es fast immer vorzogen, billige arabische Kräfte zu beschäftigen. In den letzten zwei; Monaten hat der palästinensiche Arbeitsmarkt i:n dieser Beziehung eine gründliche Umstellung erfahren. Der „Hapoel Hazair“ veröffentlicht gerade eine Statistik, aus der hervorgeht, daß überall dort, wo früher fast nur arabische Arbeiter verpflichtet waren, nunmehr jüdische Arbeiter eingestellt werden. In den jüdischen Kolonien von Judäa und Samaria sind z. B. gegenwärtig rund 1600 jüdische und nur etwa 350 arabische Arbeiter tätig. Der Tagelohn des jüdischen Arbeiters schwankt zwischen 20 bis 25 Piaster; der höchste Tagelohn beträgt 40 Piaster. Neuankömmlinge erhalten zumeist P/2—2Vs äg. £ pro Monat einschließlich Kost. Der Tagelohn eines arabischen Arbeiters beläuft sich dagegen auf 15 bis 20 Piaster, und nur während der Ernte wird er auf 25 Piaster erhöht. (Ziko.) 8 L. Kielleuthner kgl. bayer. Hoflieferant 43 Maximilianstrasse 43 Bekanntes Haus für erstklassige Herrenbekleidung nach Mass 8 8 8 8 8