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Das jüdische Echo · 1921-06-24 · 25 (24.6.1921) · p. Seite 314

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
8 (1921)
Issue
25 (24.6.1921)
Date
1921-06-24
Page
Seite 314 (sequence 8)
Language
German
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314 Das Jüdische Echo Nr. 25 Die Arbeiterbank für Palästina genehmigt. Wie aus Jerusalem gemeldet wird, hat die palästinensische Regierung das Statut der neuen Arbeiterbank genehmigt. (Ziko.) Organisierung der Arbeiter in Jaffa. Die aus 700 Köpfen bestehende Arbeiterschaft in Jaffa wurde nach Gewerkschaften organisiert. Es wurde ein fünfzehngliedriges Komitee gewählt, welches zwischen der Arbeiterschaft in Jaffa und der allgemeinen Arbeiterorganisation Palästinas die Verbindung aufrechterhalten soll. Menorahfund in Palästina. Bei den Ausgrabungen in der Nähe von Tiberias, die von der Jüdischen Archäologischen Gesellschaft unter Leitung von Dr. Sloutsch unternommen werden, wurde ein weiterer Raum freigelegt, in dem sich verschiedene Marmorgegenstände, Inschriften, Tafeln, Mosaiken usw. vorfanden. Es wurde ferner eine Menorah (siebenarmiger Leuchter) gefunden, der den Beschreibungen der Bibel entspricht, und den Dr. Sloutsch als aus der Zeit vor der Zerstörung des Tempels stammend hält. Es handelt sich um eine echte Menorah, wie sie im Tempel benutzt wurde. (Ziko.) Rußland Antisemitische Szenen ln der russischen Nationalversammlung von Paris. In der letzten Sitzung der jetzt hier tagenden russischen Nationalkonferenz kam es während der Rede Dr. Pasmaniks, der gegen die Denikinschen Pogrome auftrat, zu antisemitischen Szenen, die einen peinlichen Eindruck machten. Die Vertreter der Rechtsparteien versuchten durch Lärm und antisemitische Zwischenrufe den Redner an seinen Ausführungen zu hindern und forderten den Vorsitzenden auf, ihm das Wort zu entziehen. Pasmanik schloß seine Rede mit dem Ausruf: „Ihr werdet nie imstande sein, Rußlands Glück auf jüdischem Blute aufzubauen.“ Trotzdem ließ sich Dr. Pasmanik zusammen mit Sliosberg in die Exekutive des russischen nationalen Kongresses wählen. Die jüdische Auswanderung aus Sowjetrußland. Zufolge einer hier von Mr. Balkin, dem Vertreter des ukrainischen Verbandes in Kanada, der sich jetzt in der Ukraine aufhält, erhaltenen Nachricht gestatte die Sowjetregierung auf Einschreiten der Poale Zion 12 000 Flüchtlingen, die Grenze bei Raszkow zu überschreiten. Es erübrigt noch, die Bewilligung der rumänischen Regierung zum Passieren des rumänischen Gebietes zu erwirken. Balkin wandte sich telegraphisch an den amerikanisch-jüdischen Kongreß und die „Hias“ mit dem Ersuchen, die diesbezügliche Erlaubnis bei der rumänischen Regierung zu erwirken. Feuilleton Froschgesctaichten. 1. Der König und der Frosch. Unsere Altvordern erzählen vom König David, daß er eines Tages von sich rühmte: „Wer ist, der den Schöpfer mit erhabeneren Worten gelobt hätte, als ich? In tausenden ewiger Lieder habe ich seine Herrlichkeit gepriesen.“ Dieses hörte ein Frosch im nahen Sumpf. „Welche Überhebungl“ quakte er. „Auch ich lobe den Schöpfer am Morgen und am Abend mit den herrlichsten Gesängen, und auf jedes meiner Lieder kann man dreitausend Gleichnisse dichten.“ — Ein König, der sich aufbläht, wird immer einen Frosch' finden, der sich ihm ebenbürtig fühlt. 2. Wandlungen. Im Zeitalter des Kapitalismus ist das Märchen unmöglich geworden. Der durch Berührung mit dem goldenen Zauberstab in einen Frosch verwandelte Prinz kann nie wissen, ob die Prinzessin, die ihn heiratet, nicht eine durch denselben Zauberstab verwandelte Kröte ist. 3. Standpunkte. „Niveau ist die Hauptsache,“ predigte ein Frosch, der auf dem Schlamm saß. Da erblickte er eine Schlange, die nach ihm schnappte. „Zuweilen allerdings kann man nicht tief genug sinken,“ setzte er seine Betrachtung fort, indem er dem Boden des Sumpfes zustrebte. 4. Mimikry. Ein Laubfrosch fiel in einen Graben, in dem Wasserfrösche lebten. Sofort nahm er die Farbe seiner Umgebung an. „Weshalb machst 'du dich braun?“ fragten die Frösche. „Weil ihr mir nicht grün seid,“ erwiderte der Laubfrosch. 5. Der Schutz der Schwachen. Ein Frosch sah, wie eine Spinne eine Fliege umgarnte. „Armes Tier,“ seufzte er, Tränen des Mitleids vergießend. Dann verschluckte er die Fliege samt ihrer Peinigerin. 6. Lebensregel. Im Sumpf muß man immer mit der Mehrheit quaken. Wer anders quaken wollte, würde ja doch nicht verstanden werden. Gemeindenu.Vereins-Echo Blau-Weiß München. 2. Zug: Treffp. 26. Juni halb 8 Uhr Giesinger Bahnhof; Fahrt ins Heim (Abkochen, Milchreis!). Bei genügender Beteiligung Bahnermäßigung. Treffpunkt zur Bergfahrt Dienstag, 28. Juni, 6 Uhr abends Hauptbahnhof. Sämtliche Bibliothekbücher sind so bald wie möglich zurückzugeben. i!llii!!illllll!l!lllllll!l!llll!lllllll!illillllllllllllllllillllllllflliiiill!l[!llllllllllllllllil[|liilllllllllllll!!lllllli Bei genügender Teilnehmerzahl werden ab I. Juli d. J. von der Z.O.G. München hebräische Kurse für alle Stufen eingerichtet. Die Unterrichtszeit ist nachmittags von 12.30—3 Uhr und abends von 6—8 Uhr. Honorar 25—30 Mark mtl. für 2 oder mehr Wochenstunden. Meldungen umgehend an das Büro der Zion. Ortsgruppe, Wagmüllerstr. 19. Gesinnungsgenossen und Freunde, die ihre Sommerferien in einem bayerischen Badeorte verbringen, werden gebeten, Namen und Adresse möglichst unter Angabe der in Betracht kommenden Zeit im Büro der Z.O.G. München, Wagmüllerstraße 19, zu melden. i!illllllllllillllll!lllllllllllllilll!lllllllllllilllllllll!llllllll!il!ll!llllllllllllllllllllllllllllllllllll!IIIIIIIllllll!l Spendenausweis Münchener Spendenausweis. Nationalfonds. Apotheker Harwig Lewin u. Frau kond. Dr. M. J. Gutmann 5.—; Familie Bothie grat. herzl. z. Verl. Kleinhaus-Bacharach 5.—; Herr Conitzer-Hamburg 10.—; Dr. Joseph Schäler kond. herzl. Dr. M. J. Gutmann 5.—; Jos. Schachno u. Fr. desgl. 5.—; Justin Lichtenauer u. Frau grat. Apoth. Lewin u. Frau u. kond. Dr. M. J. Gutmann 10.—; Fritz Wolf grat. herzl. z. Verl.

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