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Das jüdische Echo · 1921-06-03 · 22 (3.6.1921) · p. Seite 279

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
8 (1921)
Issue
22 (3.6.1921)
Date
1921-06-03
Page
Seite 279 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 22 Das Jüdische Echo 279 Erstens: Weil er Chaikel-Chajim. den Urheber des Planes, nicht ausstehen konnte, denn ein grober Mensch wie er. dazu noch ein ungebildeter Frömmler, kann eben zivilisierte Menschen nicht leiden. Zweitens wurmte es ihn, daß Chaikel- Chajim allmählich den Platz der Leibeies sich aneignen könnte und dann die ganze Ehre für sich allein hätte. Drittens möchte er nicht mit dem Gutsherrn anbandeln, das könnte ihm sein Geschäft verderben. Und viertens, ein Mann wie Reb Schmelke muß immer dagegen sein. Sagt jener weiß, sagt er aus Trotz natürlich schwarz . . . Und deswegen hielt sich Reb Schmelke vorsichtig beiseite und begnügte sich damit, hohnlächelnd Fragen zu stellen, wie etwa solche: Wollt ihr euch, meine Lieben, des Platzes bemächtigen, dann vergeßt nicht, daß er dem Gutsherrn gehört! — Der Gutsherr hat doch nur den Platz einbehalten, wegen Gezels Schulden. Lösen wir ihn aus. — Und Geld? Und Geld? meine lieben Brüder! Wer wird das Geld geben, vielleicht euer Chaikel- Chajim? — Geduld, Reb Schmelke! Geld wird schon da sein, wenn Kabzansk nur will. — Kabzansk! Das ist ein Gelächter. Ich soll so leben. Zum Nehmen gibts in Kabzansk viele Liebhaber, aber zum Geben? Und was wird schließlich für Kabzansk dabei herauskommen? Ganz Kabzansk wird doch nicht auf den Misrachplatz hinaufkriechen. Wozu also die ganze Geschichte? — Still, laß dir sagen, Reb Schmelkele, fällt ihm einer aus der Masse in die Rede. Das geht nicht mehr an! Hat wieder ein Jude den Platz, dann gewinnt ganz Kabzansk. Denn das ganze Städtchen weiß dann, daß es wieder sein heiliges Plätzchen besitzt. Und das wird ihm gesunde Kraft und Frische geben und ihren Mut stärken. Und was man so Leben nennt, wird wirklich ein Leben sein. Ei, ruft da Reb Schmelke mit höhnisch verzogener Miene aus, wird das ein Leben sein! Ei, wird man dann wissen, was es heißt, den Gutsherrn erzürnen! Mehr hat Reb Schmelke nicht gesprochen. Aber daß er mehr getan als gesprochen, ergab sich später. Und damals fing es an, bitter, bitter zu werden. (Fortsetzung folgt.) Gemeindenu.Vereins-lche Bar Kochba München. Leichtathletik- Abteilung: Zum Staffellauf Grünwald-München am 5. Juni treffen sich die Läufer 1 mit 20 der I. und II. Mannschaft in der Turnhalle Sendling, Plinganserstraße 84, Läufer 21 mit 30 der I. Mannschaft bei Masur, Kobellstraße 15/0. Läufer 21 mit 30 der II. Mannschaft bei Saposchnik, Lindwurmstraße 129/1 1.; alle mittags pünktlich um 12.15 Uhr. Auf die Sportkleidung ist besonderer Wert zu legen, weiße Hose, weißes Trikot mit Mögen David und Turnschuhe. Nach dem Lauf sammelt sich alles in der M.T.V.-Halle, Häberlstraße 11. Der Sportwart. Turntafel. Neue Turnzeiten: In der Schwindschule an der Schellingstraße sind ab 6. Juni folgende Turnzeiten eingerichtet: Mädchen und Damen Montag abends von 6—9 Uhr; Herren Mittwoch abends von 7—9 Uhr; alte Herren und Vorturner Donnerst a g von 7—9 Uhr. Es ist uns gelungen, für die Turnleitung einen bekannten Münchener Vorturner zu verpflichten und hoffen wir, daß alle unsere Mitglieder die neugeschaffenen Turngelegenheiten aufs eifrigste benützen. Ganz besonders aber laden wir zur Beteiligung unsere alten Herren ein, denen ebenfalls unter fachmännischer Leitung nunmehr die Möglichkeit turnerischer Betätigung geboten wird. Neuanmeldungen, sowie Anmeldungen zur Vorturnerriege werden jeweils am Turnabend vom Abteilungsleiter entgegengenommen. Sonst von Josef Orljansky, Neuhauserstr. 29 Tel. 54561, D. Masur, Kobellstr. 15/0, Tel. 55356. Blau-Weiß Nürnberg. Fahrten am 5. Juni. 1. Zug 6 Uhr Plärrer, 2. Zug 6.20 Uhr Südfriedhof, 2.30 Uhr Gibitzenhof. Treffpunkt Rednitz bei Schwarzaeh. 3. Zug 7 Uhr Luitpolddenkmal, 2 Uhr Mögeldorf. Treffpunkt Kr^merweiher. Heimnachmittage: Für Ältere Mittwoch 4 Uhr bei Bernhard Freimann, für Jüngere Samstag 4 Uhr Dutzendteich. Rudern und Spielen. Monta^ 5 Uhr Dutzendteich. Turnen: Mittwoch 5 Uhr für Jüngere, 8 Uhr für Ältere, Landgrabenstraße. Turnhalle des Männerturnvereins. Bereschith Samstag 5 Uhr bei. Gutmanns. Spendenausweis Münchener Spenden-Ausweis. Nationalfonds: L. Davidson, Sachverständigengebühr 20.—. Gold. Buch Meta Moch, München: Meta Moch und Theo Harburger grat. Hans und Alice Riesenfeld herzliehst zur Vermählung 10.—, J.St.V. Kadimah grat. Meta Moch herzl. z. Verlob. 10.—. Gold. Buch Hanna Deborah Feuer, München : Familie David Horn grat. zur Hochzeit Git]er-Spira 5.—, diecolben grat. Farn. Zinn zur Barmizwah ihres Sohnes 5—, dieselben grat. zur Barmizwah Spinne- 5.—, dieselben grat. zur Verlobung K*einhaus-Bacharach 5.—, Familie S. Nottewitsch grat. herzl. Adele Hohenberger nachträglich zum Geburtstag 10.—, dieselben grat. zur Barmizwah Helfeld 5.—. Büchsenleerung : K.J.V. er Büchsen: F. W. 90.46, Siegfried Freund 14.55, Walter Heilbrunn 28.80. Stuttgarter Spenden-Ausweis. Oberkirch. Dr. Th. Kroner Garten: Anl. Jer Barmizwah Arthur Rimpel: Ad1. Rimpel 35.—, Freund 20.—, M. Rimpel 10.—, N. Kellermann 5.—, D. Horowitz 5—. 3 B. 75.—. Thora-Spenden: J. Fuchs anl. Geb. einer Tochter 25.—, Schattenfeld 20.— B. Läufer 30.—, Zellerkraut 10.—, Frau Rosenthal 2.35, Nowytarger M. 5.—, M. Rimpel 5.—, Ch. Fußmann 10.—, Arthur Rimpel 5.—, Klaphold, Ulm 10.—, M. Teuehsler 5.—, J. Gottlieb 5.—. /lussiaiianostiaustur WotinDedarl Münchner Möbel-u. Raumkunst Rosenstr.3(RoSiPaihaus) Frei zugängliche Ausstellung „Das behagliche Heim“ sucht Stelle in kaufm. Betrieb. Samstag frei. Br. unter Nr. 1696 an die Exped. des Blattes. LEHRLING

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