Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- 12 (25.3.1921)
- Date
- 1921-03-25
- Page
- Seite 155 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 Das Jüdische Echo 155 Vereins statt, in welcher die zahlreichen Nürnberger und auswärtigen Vereine und Anstalten, zu welchen der Verlebte in Berührung stand, seine Verdienste würdigten. Nathan Chaykin, der bisherige Schriftführer des Dani'elbundes in München, ist Mitte dieses Monats nach Palästina abgereiist, wo er als Chemigraph tätig sein wird. Wie wir hören, will Herr Chavkin die Agitation und die Vorarbeiten für die Gründung von Danieliten-Kolonien, für die er schon bisher in den Mitteilungen des Daniel-Bundes (Geschäftsstelle: München, Herzog Maxstr. 4) eitrigst geworben hat, nun in Palästina fortsetzen. Feuilleton Ein jüdischer Räuber. Ein Jude, der es trotz aller Mühe auf redliche Weise zu nichts gebracht hatte, beschloß endlich, Räuber zu werden. Eines Tages steckte er sich das große Küchenmesser in den Stiefelschaft, ging in den Wald, stellte sich hinter einen Baum und wartete geduldig, daß jemand käme, den er ausrauben könnte. Endlich, als er schon ganz kalte Füße hatte, erinnerte er sich, daß es Zeit sei, das Nachmittagsgebet zu sprechen, und er begann damit. Wie er mitten drin ist, kommt ein Wagen; darauf sitzt ein Jude. Der Räuber betet ruhig weiter, gibt aber dem Wagen ein Zeichen, und der Jude hält an und wartet geduldig, bis jener sein Gebet beendet hat. Der Räuber beeilt sich nicht, tritt dann aber an den Wagen heran. „Scholaum aleichem“, sagte der Räuber. „Aleichem Scholaum“, antwortete der Jude auf dem Wagen, „was treibt ihr hier für Narrischkeiten?“ „Ich bin kein Narr, ich bin ein Räuber,“ sagte jener. „Na und?“ fragte dieser. „Was na und?“ antwortete jener, „ich bin ein Räuber wie jeder richtige Räuber, und Ihr müßt mir Euer Geld geben.“ Der Jude auf dem Wagen schüttelt den Kopf: „Mein Geld brauche ich selbst, Reb Räuber, ich fahr doch zum Markt.“ „Dann will ich Pferd und Wagen!“ „Und ich soll zu Fuß laufen?“ „Dann gebt den Mantel!“ „Soll ich vielleicht frieren?“ „Nun dann,“ ruft der Räuber zornig, „wenn Ihr gar nichts geben wollt, so gebt mir wenigstens — eine Prise Tabak.“ Gemeindenu. Vereins-Echo Jüd. Kultur-Verein München. Am Samstag, den 26. März 1921, abends 7.30 Uhr findet im Cafe Königsbauer, Müllerstr. 28, ein „Purim-Abend“ statt. Rituelles Büfett. Alles wird zum Selbstkostenpreis abgegeben. Sämtliche Mitglieder pünktlich erscheinen! Gäste herzlichst willkommen! Freiwillige Helferinnen werden für einige Abende der Woche in der Nähstube (Jüdische Speiseanstalt, München, Klenzestr. 4) zum Anfertigen von zugeschnittener Säuglingswäsche für arme palästinensische Säuglinge gesucht. Nähere Aufschlüsse erteilt Fr. Dr. Fränkel, Wagmüllerstr. 16. Spendenausweis Münchener Spendenausweis. Nationalfonds : Farn. Sufrin grat. Nathan Tuchmann zur Verlobung 5.— (unlieb verspätet). Berta Bier dankt Herrn Fritz Rothschild f. gef. Pelz 10.—, Th. u. E. Lichtenstein danken Herrn Fritz Rothschild f. d. gute Chokolade 10.—, Farn. Oskar Orljansky-Nbg. grat. ihr. lieb. Vater Herrn J. Saposchnik zum Geburtstag 10.—. R. C. anläßl. ihrer Abreise nach Palästina 170.—. Gold. Buch Leo u. Mathilde Niclas, Ulm s. A.: Siegfried Freund u. Friedl Niclas grat. Alfred Adler u. Frau z. Vermählung, kond. Benno Cohn 20.—, Kadiinah dankt Herrn Justizr. Fränkel 25.—, Kadimah dankt Henny Reich f. d. hebr. Stunden 25.—. K.J.V.er Büchsen : Ernst Levy 5.05, Ernst Simon II 21.50, Kurt Bauchwitz 34.10. Gesamtausschuß der Ostjuden. Enoch 120.—, ges. b. Verlobung Tuchmann 200.—, ges. b. S. Notowitz 40.—, Gellermann 35.—, Versteigerung d. Benschen b. Brith Milloh Scheinmann 250.—, Teilertrag d. Benschen b. Hochzeit Koronczyk- Zilegler 700.—, Keißer 50.—, N. Amper 5.—, Gelbart 30.—, J. Kupfer 30.—, Gebr. Kupfer 20.—, Rackower 10.—, M. Kohn 50.—. Ebbe 5.—, Sommer 10.—, Rauchwerk grat. z. Verlobung Tuchmann 30.—, Sachsenhaus 40.—, Schrauber 50.—, Farn. Schaller grat. herzl. zur Vermählung Lasally- Spielmann 5.—. Isr. Frauenverein (ostjüd.) grat. herzl. z. Verlobung Nathan Tuchmann mit Frl. Regina Tuchmann u. damit zugleich für die bei der Verlobungsfeier gesammelten Mk. 100.—. — Derselbe Verein dankt Familie Mendler für die anläßlich einer Abendunterhaltung gesammelten Mk. 60.— und gratuliert Herrn M. Kohn zum Geburtstage und dankt zugleich für Spende von Mk. 20.—, derselbe dankt auch Fr. Hebenstreit f. Spende von Mk. 20.—. Sud)e für meine Sdjruefter, 27 3af)re alt, Oftjübin, feit il)rem erften Cebensjatyr in Stuttgart, aus beft. front. jrjaufe, ftreng folib, gebilbet, fi)tnpatl)ifd), tüd)tig in <f)ausl)alt unh (Sefdjäft, mit 40—50 SEJIil., guter ^lusfteuer unb eigener eingeridüeter *il3ol)nung, ge* fd)äftstüd)iige«, jüöifd) benfcenbcn #errn. Offert, unter 91r. t(>£0 an bie ©jpebition bes Blattes. HEIRAT! NÜRNBERG zeigen hocherfreut an MOSES SCHALLER und Frau KLARA get>. Kläger MÜNCHEN, im März 1921 Bayerstraße 63 Die Geburt eines Töchterchens LILLY EINHORN J.T.V.N. 69 ALBERT BACH TREUCHTLINGEN Zur Beteiligung an einem Näh-Kurs suchen wir noch einige junge Damen. Zuschriften an die Redaktion unter Nr. 16&&.