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Das jüdische Echo · 1921-01-07 · 1 (7.1.1921) · p. Seite 8

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
8 (1921)
Issue
1 (7.1.1921)
Date
1921-01-07
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 Das Jüdische Echo Nr. 1 flügel soll ihnen als Übergang zur fleischlosen Kost gestattet sein. Die Kinder in den Kolonien müssen in Theorie und Praxis nach den Grundsätzen der Danieliten erzogen werden. 32. Dre Danieliten brauchen keine Asketen zu sein. Wenn sie den Fleischspeisen und anderen schädlichen Genüssen entsagen, so werden sie dafür umsomehr die Früchte des Geistes, der Musik, Kunst und Wissenschaft genießen. Die Danieliten sind die modernen Nazrräer ohne den asktisch-sektenhaften Anstrich, der die Naziräer seinerzeit auszeichnete. Aus der Jüdischen Welt Palästina. Jeschiwaschüler als Landarbeiter. In der Jerusalemer Jeschiwah „Mea Schearim“ fand, eine Versammlung von 150 Jeschiwaschülern statt, welche den Beschluß faßten, aufs Land zu gehen und sich landwirtschaftlicher Arbeit zu widmen. Sie wählten ein Komitee, welches die Durchführung des Planes ermöglichen soll. Entwicklung des Telefonwesens in Palästina. Das Telefonwesen in Palästina entwickelt sich, laut Zionist. Korresp., neuerdings sehr rasch. Eine Reihe von Behörden und Handelshäusern in Jerusalem haben die Anlage vorgenommen. Auch in Jaffa hat man nunmehr mit der Einrichtung des Telefons begonnen. (Z. K.) Kleine Nachrichten. Am 9. Dezember fand die spezielle Feier des 3. Jahrestages der Einnahme Jerusalems statt. Um 9 Uhr morgens fand ein militärischer Umzug statt. Am Jaffaer Tor defilierten 2000 jüdische und nichtjüdische Schulkinder. Um 11.30 Uhr fand in der St. Georgs-Kirche in Anwesenheit des Oberkommissärs, der Spitzen der Behörden und Vertreter aller Gemeinden und Religionen eine in englischer, arabischer und hebräischer Sprache abgehaltene religiöse Feier statt. — Im Kreise Jerusalem hat man nach der Regenperiode bereits mit dem Ackern begonnen. Die Wasserrohren wurden gereinigt und repariert. Ein Viertel des landwirtschaftlichen Bodens um Jericho ist bereits durchackert. Die Orangen- und Zitronenemte ist fast doppelt so groß als im vorigen Jahre. — In Daganiah wurde eine neue Arbeitergenossen, schaft (Kwuzah), Daganiah III, errichtet, der 60Ö Dunam zur Bearbeitung zugewiesen wurden. Rumänien Staatliche Kurse für Jiddisch in Rumänien. Die jüdische Schulkommission in Beßarabien wandte sich an den Generalsekretär des Departements für Volksbildung mit einer Petition zur Errichtung von jüdischen Lehrerbildungsanstalten für das Studium der jiddischen Sprache. Der Generalsekretär, Herr Tschebay, hat dem Gesuch stattgegeben und die Errichtung solcher Kurse angeordnet. Amerika. Auswanderung nach Argentinien. In Paris weilt auf einem Besuche Europas der argentinische Oberrabbiner Dr. Chalfon, um im Auftrag der argentinischen Regierung die Einwanderung der Juden nach Argentinien zu fördern. Vor seiner Abreise hatte er eine Audienz beim Präsidenten der argentinischen Republik, der ihm erklärte, daß Argentinien seine Entwicklung den eigewanderten Juden verdanke und den Rabbiner aufforderte, in Europa Schritte zu unternehmen, um einen großen Teil des jüdischen Auswandererstroms nach Argentinien zu lenken. Die jüdischen Einwanderer würden besondere Begünstigungen genießen. Nichtzionisten für Palästina. Die Jahresversammlung des „American Jewish Committee“, der führenden nichtzionistischen jüdisch-politischen Organisation Amerikas, beschloß, die Resolution von 1918 zu erneuern, d. h. an der Verwirklichung der Balfour-Deklar.uion bei d^r Gründung einer jüdischen Heimstätte in Palästina behilflich zu sein. (Z. K.) Personalia München. Im Alter von 54 Jahren verschied am 2. Januar Herr Sensal David Weinmann, ein Mann, der sich in weitesten jüdischen und anderen Kreisen größter Wertschätzung erfreute. Dem Verwaltungsausschuß der Kultusgemeinde sowie zahlreichen anderen Korporationen widmete der Verlebte seine unermüdliche Mitarbeit. Mit besonderer Anerkennung verzeichnen wir die Tatsache, daß der Verlebte dem hiesigen jüdischen Turnverein sein tätiges Wohlwollen bewiesen hat. Feuilleton Begreifliches und Unbegreifliches. 1. „Der große Krumme.“ *) Als Hermann Bahr vor einem Menschenalter europäische Berühmtheiten über die Judenfrage aushörte, antwortete ihm Henrik Jbsen: „Über den Antisemitismus kann ich nichts sagen, da die ganze Bewegung mir völlig unverständlich und unbegreiflich ist.“ Noch unverständlicher und unbegreiflicher wäre dem Magus des Nordens sicherlich der Versuch erschienen, seine Geister nach dem Willen deutsch-völkischer Zauberlehrlinge leben zu lassen. Nein, Herr Eckart! *) „Der große Krumme“ ist in Jbsens Nationaldrama „Peer Gynt“ die Verkörperung des eigenen Lügengeists des Helden. Der Jbsendeuter Dietrich Eckart will den „Krummen“ ganz gegen die Absicht des Dichters auf das Judentum beziehen. Habe eine Zahnprajcis eröffnet München, Baaderplatz 1/i Eingang Kohlstrasse H. ULLMRNM, DENTIST frDher Nürnberg / Spez. Laboratorium für feine Zahntechnik fachmännische, individuelle persönliche Behandlung Gedenkt des r" ' NiilouMs Sammelstelle München Sammelstelle Nürnberg Sammelsfelle Stuttgart Elisabeth Mahler S. Heinemann S. Friedrich Postscheckkonto 10121 Karolinenstr. 42 Hlrschstr. 24

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