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Das jüdische Echo · 1920-11-26 · 48 (26.11.1920) · p. Seite 453

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
7 (1920)
Issue
48 (26.11.1920)
Date
1920-11-26
Page
Seite 453 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 48 Das Jüdische Echo 453 Totz des Ausländerparagraphen muß man zugestehen, daß das neue Wahlrecht eine bedeutende Verbesserung darstellt, umsomehr als ebenfalls das Verhältniswahlrecht — gebundene Listen mit Listenverbindung — angenommen wurde und dadurch den Minoritäten den ihnen zukommenden Einfluß sichert. Es ist zu hoffen, daß neues Leben in die Gemeinde kommen wird durch die Heranziehung aller Kreise. Auch ist anzunehmen, daß bei einer zweifellos kommenden neuen Revision der Stimmrechtsordnung auch der Ausländerparagraph fallen wird, da nach dem jetzt neu geltenden Recht sehr viele Mitglieder Stimmrecht erhalten haben, die zweifellos gegen jede Beschränkung des Wahlrechts der Ausländer sind. T. Berlin. Mit dem Eintritt von Vertretern der jüdischen Volkspartei in die Verwaltung der Berliner Jüd. Gemeinde kam auch Leben in diese Körperschaft. Es waren zwar früher auch einige konservative Repräsentanten in dieser meist aus Liberalen bestehenden Verwaltung vorhanden, allein deren Opposition wußte bei der Art dieser Herren sich wenig Geltung zu verschaffen. ..Erst die letzten Verhältniswahlen sollten eine Änderung hervorbringen, indem 5 Abgeordnete der jüdischen Volkspartei Sitze erhalten hatten. Schon die ersten Sitzungen nach den Wahlen zeigten, daß die Beratungen sich nicht mehr in der gewohnten Weise vollziehen sollten, die Herren Dr. Klee und Professor Heinrich Löwe verstände es in ihrer temperamentvollen Art, die von tiefer Kenntnis der Verhältnisse durchdrungen war, ihren Anschauungen auch bei den Gegnern Aufmerksamkeit zu erringen. Ganz besonders Dr. Klee ist es, der gegen eine bestimmte Psychologie des alten Geistes aufs Schärfste ankämpft. Wie in manch anderen Gemeinden war man auch in Berlin in Bezug auf Teuerungszulagen wenig großzügig und ein Aufrütteln kann nur begrüßt werden. Ganz besondere Anerkennung verdient das Verlangen der Vertreter der jüd. Volkspartei bei Beratungen über die Besoldungsreform und die damit verbundene Reorganisation der Verwaltung, die Beamten als gleichberechtigte Faktoren zu den Beratungen he- Tanzuziehen. Zu einem heftigen Aufeinanderprallen der Gegensätze kam es anläßlich der Frage der Aufnahme der Reformgemeinde in die Gemeinde. Die Redner der Volkspartei stellten sich auf den Standpunkt, daß die Reformgemeinde, welche alle national-historischen Elemente, den Sabbath, die hebräische Sprache, alle Volkserinnerungen und Volkshoffnungen in ihrem Kultus ausgemerzt habe, als eine eigene Sekte, nicht aber als ein gleichberechtigter jüdischreligiöser Faktor angesehen werden könne. Weitere wichtige Fragen sollen von der Volkspartei in den nächsten Sitzungen angeschnitten werden und ist zu hoffen, daß das Auftreten der jungen Partei auch in anderen Städten Nachahmung findet. Spendenausweis Münchner Spendenausweis. Nationalfonds : Farn. N. Nußbaum grat. z. Vermählg. Eben-Hönig 5.—, Farn. Holzmann grat. Hermann u. Else Stepper z. Geb. ihr. Sohnes 5.—, dieselben gratul. Farn. Weinberger z. Geb. ihres Sohnes 5.—. Gold. Buch Haschachar München: Meta Lichtenstein z. Jahrzeit von Helene Rosenblüth 5.—. Elisabeth Mahler-Garten: Eli Steinberg grat. z. Vermählg. Leo Cohn-Edith Schwarz u. Sophie Honig 1 Baum 10.—, Jakob Teitel u. Frau grat. Jakob Wilschinski u. Frau geb. Scheer 1 B. 10.—, Tina Kohn grat. herzlich Sophie Honig 1 B. 10.—. Lilli Theilheimer s. A.- Garten: Ludwig Theilheimer auf deren Namen zum Andenken 10 B. 100.—. K. J.V. er Hain : V.J.St. „Jordania“ grat. s. 1. A. H. Männe Roer z. Verlobung 10.—, Leo u. Ruth Lippmann 2 B. 20.—, einige ehemalige Freiburger Bbr. in München versammelt ihrem 1. Tryfus zur Verlobung 2 B. 20.—. Aus dem Münchner Spendenbuch: Anl. ihrer Vermählung Fritz Rothschild und Frau Jenny geb. Königsberger 50.—, N. Weinberger anl. d. Geb. seines Sohnes 50.—, Simon Goldfarb anl. d. Geb. seines Sohnes Wolf 50.—. K. J.V. Büchsenleerungen (nicht in der Münchner Kartothek): Max Nußbaum 9.90, Walter Falk 7.—, Paul Hirsch 6.90, Ernst Levy 62.17, Dr. Karl Benjamin 7.—, V.J.St. Jordania 1.25, Franz Thannhauser 20.—. Münchner Büchsenleerungen: Philipp Schnapp 3.65, Etienne Basch 22.—, Julius Motulski 25.40, Dr. Gutmann 30.75, Sidney Rieser 18.10, Heinz Hänlein 1.16. Turn- und Sportverein Bar Kochba München: Teilerlös beim Versteigern des Benschen b. d. Verlob. Mysliborski-Mizrahi 200.—. Ges. b. Verlob. Josef Mysliborski-Ida Glückauf, Frankfurt a. M., 500.—. Gesamtausschuß der Ostiuden: Ein Nichtgenanntseinwollender dch. M. Engelhard 100.—; desgleichen 300.—; Farn. Hebenstreit, Bernstein, Engelhard z. Andenken d. Jahrzeit a. ihre sei. Mutt, u. Großmutter 1. Marcheschwan 5680 100.—; ges. b. Verlobung Rosoff-Landmann 250.—; Teilerlös b. Versteig. d. Benschen b. Verlobg. Myliborsky- Mizrahi 300.—; J. Epstein anl. der Barmizwah ihr. Sohnes 25.—; bei einer Verlobung in Kempten ges, 115.—; L. Spielmann 20.—; M. Kohn 100.—. JJtundjner 3teueffe iJlacftndjferu Die große pofifi'fdje fübbeuffcße Seifung > Xdgfi'd? jtoci Sfu^goben 2( n e r f a n n f fefyr erfolgreichem 3n|erfion$organ. p

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