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Das jüdische Echo · 1920-07-30 · 30/31 (30.7.1920) · p. Seite 337

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
7 (1920)
Issue
30/31 (30.7.1920)
Date
1920-07-30
Page
Seite 337 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 30/31 Das Jüdische Echo 337 Herrschaft, den meine Truppen unter dem Befehl des Feldmarschalls Lord Allenby genommen haben, und ich werde mich aufrichtig freuen, wenn ich und mein Volk zu Mittlern werden könnten, um Eurem Gebiet die Segnungen einer weisen und freiheitlichen Verwaltung zu bringen. Ich möchte Euch der absoluten Unparteilichkeit versichern, mit welcher die Pflichten einer Mandatarmacht erfüllt werden sollen, ebenso des Bestrebens meiner Regierung, die Rechte jeder Rasse und Glaubensgemeinschaft unter Euch zu respektieren, sowohl in der Zeit, die noch vorübergehen wird, bis die Einzelheiten des Mandates durch den Völkerbund gutgeheißen sein werden, als auch später, wenn das Mandat zur vollendeten Tatsache geworden sein wird. Es ist Euch wohlbekannt, daß die Alliierten und Assoziierten Mächte beschlossen haben, daß Maßnahmen getroffen werden sollen, um die allmähliche Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk zu sichern. Diese Maßnahmen werden in keiner Weise die bürgerlichen oder religiösen Rechte der allgemeinen Bevölkerung Palästinas berühren oder deren Aufblühen beeinträchtigen. Der High Commissioner, den ich beauftragt habe, diese Grundsätze zur Ausführung zu bringen, wird, dessen bin ich sicher, seine Aufgabe mit ganzem Herzen und nachdrücklichst erfüllen und wird sich bemühen, auf jede Weise die Wohlfahrt aller Klassen und Schichten unter Euch zu hegen und ihre Einigkeit zu fördern. Ich empfinde tief die Bedeutung des Vertrauens, das der Regierung eines Landes entgegengebracht werden muß, das in gleicher Weise den Christen, Mohammedanern und Juden heilig ist, und ich werde mit tiefem Interesse und warmer Zuneigung über dem zukünftigen Fortschritt dieses Landes wachen, dessen Geschichte eine so außerordentliche Bedeutung für die Welt gehabt hat. (gez.) Georg, R.I. Zwei Mitglieder des „Joint“ ermordet Am Dienstag voriger Woche um 11 Uhr vormittags begaben sich die Delegierten des amerikanischen „Joint Distribution Committee“, die Herren Dr. Kantor und Prof. Dr. Israel Friedländer, die zwecks Verteilung der amerikanischen Unterstützungsgelder seit einiger Zeit in Polen und Ukraine tätig sind, von Lemberg nach Jermolinietz in der Ukraine, einem von den polnischbolschewistischen Kämpfen schwer bedrohten Gebiet, um der dortigen jüdischen Bevölkerung Hilfe zu gewähren. Auf der Landstraße wurde das Auto der Delegierten, das eine amerikanische Flagge an sichtbarer Stelle führte, beschossen, weshalb sich der Wagenführer veranlaßt sah, das Tempo zu steigern. Die Angreifer befahlen dem Wagen zu halten, und da sie ununterbrochen denselben weiter beschossen, geschah dies auch. Daraufhin näherten sich die Angreifer den Delegierten und erschossen sie an Ort und Stelle. Dem Wagenführer gelang es, sich unbemerkt zu verstecken und so konnte er nun zuriickkehren und die traurigen Einzelheiten dieses schauerlichen Verbrechens weitergeben. Einigen Delegierten der Warschauer Abteilung des „Joint“ ist es bei einem Aufwand ungeheurer Summen gelungen, an den Tatort zu gelangen, um so alles feststellen zu können. Prof. Dr. Israel Friedländer wurde in Warschau geboren, kam früh nach Berlin und studierte auf dem Hildesheimerschen Seminar, promovierte dann in Breslau und war einige Zeit Professor an der Universität Straßburg. Von dort ging er nach Amerika. Er lehrt dort am jüdisch-theologischen Seminar in New York. Der zweite Ermordete, Dr. Kantor, der Prediger in der Freien Synagoge in New York war, war 27 Jahre alt und sollte vor kurzem im Aufträge des amerikanischen „Roten Kreuzes“ nach Palästina gehen, änderte aber plötzlich seinen Beschluß und kam im Aufträge des „Joint“ nach Polen, um an der Hilfeleistung mitzuwirken. Aus der jüdischen Welt Palästina. jabotinsky frei! Die „Times“ melden vom 8. d. M. aus Jerusalem: Jabotinsky und seine zwölf Kameraden wurden heute in Acco nach Verkündung der königlichen Botschaft in Freiheit gesetzt. Sie kehren morgen nach Jerusalem zurück, wo man für sie einen begeisterten Empfang vorbereitet. Lord Allenby und Herbert Samuel. Lord Allenby beigibt sich nach Palästina, um mit dem hohen Kommissar Sir Herbert Samuel zu konferieren. Nach der Konferenz mit Sir Herbert Samuel wird Lord Allenby einen Urlaub antreten und nach England zurückkehren. Wie in politischen Kreisen. angenommen wird, wird er auf seinen Posten in Ägypten nicht mehr zurückkehren. Als seinen GKÖSSTE AFHWAIIL, IN «EBRAUCHSPORZELUI TÄTLICHE LAWERERGÄNZIJNG PORZGLL4N-NIEDEKLA€iE MÜNCHEN THEATINERSTRASSE >3 gegenüber der Feldherrnhalle

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