Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 14 (2.4.1920)
- Date
- 1920-04-02
- Page
- Seite 158 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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158 Das Jüdische Echo Nr. 14 und wenn die Mazze sich brechen, der Wein sich einschenken ließ, die Sederbetten sich anfühlen ließen usw., dann wäre alles gut, dann wären es Geschenke des Himmels und sie dürften alles genießen. Mit diesem Bescheide gingen sie nun klopfenden Herzens nach Hause. Als sie eintraten, war der Zauberkünstler schon fort. Aber der „Seder“ stand da wie früher. Und die Kissen ließen sich berühren, der Wein ließ sich gießen, die Mazze brechen . . . Und jetzt verstanden sie erst, daß der Prophet Elias bei ihnen eingekehrt war, und hatten ein fröhliches Fest. Seder im Ghetto Wer müde und beladen, trete ein In meines Hauses engumgrenzten Frieden; üb sie auch ängstlich meine Schwelle mieden, Heut’ soll ein jeder hochwillkommen sein. Stets einsam ist mein Tisch und karg mein Mahl, Bin selber fremd in meinem eigenen Haus — Vielleicht treibt man mich morgen schon hinaus, Man raunt im Dorf, daß man ein Knäblein stahl... Doch heute will ich König sein, Ich will euch segnen mit den Priesterhänden, Seid mir willkommen in den kahlen Wänden! Hier steht das Brot bereit und hier der Wein. Der Jüngste an dem Tische soll mich fragen: Warum ist diese Nacht vor anderen Nächten So ausgezeichnet, — wenn gleich Pharaos Knechten Wir zittern vor des Morgens bleichen Tagen?- Gemeindenu. Vereins-Echo Talmud-Thora München: Das erste Betriebsjahr der Talmud-Thora-Schule München schloß mit einer öffentlichen Prüfung unter dem Vorsitz des Herrn Rabbiner Dr. Ehrentreu. Ihr Ergebnis kann dahin zusammengefaßt werden, daß trotz mancher hemmender Störungen, mit denen die Anstalt rechnen mußte, ein sehr guter Anfangserfolg erzielt wurde. Man muß unumwunden zugeben, daß die Lehrkräfte in zielbewußter gemeinsamer Arbeit dem Rohbau eine wohltuend wirkende Fassade gegeben haben. Sie werden auch durch den inneren Ausbau der Schule eine feste Grundlage zu geben wissen. Sämtliche acht Kurse, von den ersten Anfängern bis zu den Schülern des Gemorokurses, wurden vorgeführt, und in jeder Abteilung gewann man den Eindruck, daß der Eifer der Schüler im Erlernen und die Begeisterung der Lehrkräfte im Geben zu diesem schönen Resultat gelangen ließ. Die Opferfreudigkeit der Mitglieder, das unermüdliche Arbeiten der Vorstandschaft, die warmen Herzens diese junge Schöpfung betreut, ist Bürgschaft für ihr fortschreitendes Gedeihen. Die Frage, ob eine solche Anstalt eine Notwendigkeit war, hat das erste Probejahr schlagend gelöst, da auch aus Kreisen, die bislang der Schule femstanden, ihr fortwährend Schüler zugeführt werden. Möge sie weiter segensreich wirken! Ein Thorafreund. Unterstützungen. Aus einer der Verwaltung der hiesigen Kultusgemeinde unterstellten Stiftung sind Unterstützungen an israelitische Kriegsteilnehmer zu verteilen, die im Kriege ihr Augenlicht verloren haben. Die zu Bedenkenden müssen jedoch am 1. August 1914 schon im Besitze der bayerischen Staatsangehörigkeit gewesen sein. Gegebenenfalls können auch Waisen jüdischer Konfession unter 18 Jahren berücksichtigt werden, deren Väter im Weltkriege gefallen sind. Die Väter müssen bayerische Staatsangehörige gewesen sein und in Bayern gewohnt haben. Etwaige Gesuche sind an das Sekretariat der Kultusgemeinde, Herzog Maxstraße 7/i, zu richten. Haschachar München. Wanderung: Dienstag, den 6. April 1920, Treffpunkt: Feilitzschstr. (Endstation der Linie 3) präzis 1 Uhr. Spendenausweis Münchener Spendenausweis. Spenden bitten wir zu richten an Elisabeth Mahler, Postscheckkonto 10121. Eventuell können die Beiträge auch auf der Redaktion des Jüd. Echo einbezahlt werden, jedoch nur in der Zeit von 2—6 Uhr. Daselbst und bei Elisabeth Mahler, Baaderstraße 53/1, sind auch neue Nationalfondbüchsen, Telegramme und Nationalfondsmarken zu haben. National - Fond - Spenden: Karlsberg anläßlich der Gründung des Bundes Zionistischer Korporationen und seiner hoffentlich recht zahlreichen Neuerwerbungen 5.—, Dr. M. J. Gutmann grüßt seine neuen Bundesbrüder 5.—. Gold. Buch Fritz Benjamin S. A., Elberfeld: Alfred Berliner dankt Elisabeth Mahler 5.—. Arnold u. Laura Kohn-Garten : M. Königsberg u. Frau grat. Familie Wilschinski zur silbernen Hochzeit u. Jacob Wilschinski u. Rosa Scheer zur Verlobung 1 Baum 10.—. Michl u. Dora Mahler-Garten: Jacob Teitel u. Frau grat. zur Hochzeit Rackower-Wildmann 1 Baum 10.—. Gesamtausscbüß der Ostjuden. Osias Blau 10.—, Wegner 20.—, T. Reich. Thoraspende 20.—, B. Goldfarb 10.—. Weinberg 5.—, Aron Kahn 50.—, Engel 20.—>, Stubitzky 5.—, A. Strumpf 25.—. Farn. Schenirer grat. z. Hochz. Rakower-Willdmann 5.—, Markus Eisen u. Frau desgl. 10.—, Farn. T. Reich desgl. u. z. Verm. Chulew-Blumenberg 10.—, Farn. Tenzer grat. z. Verm. Chulew-Blumenberg 3.—■, Farn. Riemer desgl. 3.—, Farn. Bier desgh 3.—. Brym-Neumeier b. d. Schewa Broches b. Fam. Mischl'iborski, Kanalstr. 8, 300.—. ges. durch Herrn Kesselmann b. Brithmilah i. Hause Altmann 100.—. Fam. S. Landma*nn grat. nachtr. Fam. Schiuster z. Barmizwah i. Sohnes 3.—. Fam. D. Horn grat. z. Verlobung Kreschower-Blau 3.— u. zur Hochzeit Chulew-Blumenberg 3.—, Herr Schönmann anl. s. 30jähr. Jubiläums 50.—, Fam. Schaller grat. herzl. z. Hochz. Chulew-Blumenberg 2.—, Familie Botie dankt allen Verwandten u. Freunden f. d. Glückwünsche anl. d. Verlobung i. Tochter 10.—, ein Wohltäter, der nicht genannt werden will, spendet d. Herrn M. Eisen 500.—. Recha Mysliborski spend. d. And. i. 1. Kusine Friedl s. A. 25.—, zur 30jähr. Wiederkehr d. Hochzeitstages grat. mnigst ihren Eltern, bezw. Großeltern, bezw. Schwiegereltern Hannerl. Paula. Berta, Liesl. Olga, Siegfried, Viktorle u. Dr. Wanschel 20.—. b. Verlobung Fleischmann-Diamant ges. 150.—. Stuttgarter Spendenausweis. Nathan u. Erna Schlüsselberg-Garten: Ges. d. Js. Pariser bei Hochzeit Berber- Schlüsselberg auf d. Namen. Brautpaar 20.—; M. Schnebalg 20.—; B. Hauflick J. Hauflick, Geschw. Schnebalg, S. Spindel, Golg u. Fr., L. Deutsch, S. Wollheim, Eug. Kittel, Winogrod u. Fr., M. Schlüsselberg u. Fr., J. Schlüsselberg u. Fr., Rob. Berber, Stechler u. Braut, M. Berber, Nowytor-