Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Echo · 1920-03-12 · 11 (12.3.1920) · p. Seite 131

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
7 (1920)
Issue
11 (12.3.1920)
Date
1920-03-12
Page
Seite 131 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/9072829-9102977-9140652--03400-9076225
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

"Nr. 11 Das Jüdische Echo 133 seitdem verflossenen 25 Jahren in unermüdlicher Hingebung für die Waisenanstalt geleistet hat, ist nur den vertrautesten Mitarbeitern voll bekannt und läßt sich in wenigen Worten nicht zur Darstellung bringen. Neben seiner eigentlichen Berufstätigkeit übt Dr. Deutsch durch Unterrichtserteilen, öffentliche Vorträge und Lernkurse, hervorragenden Einfluß auf Alt und Jung aus und seine Geltung innerhalb der Israelitengemeinde ist darum groß und bedeutend. Dort fördert er neben den kulturellen Einrichtungen auch alle auf Erhaltung des konfessionellen Friedens in der Bürgerschaft gerichteten Bestrebungen, wozu er oft schon auch das Wort in diesen Blättern genommen hat. In weiten Kreisen der Bürgerschaft ist er darum gekannt und geachtet.“ — Auch wir wünschen Herrn Dr. Deutsch, dessen Amtsführung dem jüdischen Namen alle Ehre macht, eine weitere, erfolgreiche Tätigkeit. Aus der Jüdischen Welt Palästina. Die jüdische Flagge. In der „Neuen Züricher Zeitung“ schildert Dr. A. B. die Einweihung der jüdischen Handelsflagge zu Jaffa: „Am 15. Dezember, am Vorabend des Makkabäerfestes, wurde die jüdische Flagge im Jaffaer Hafen eingeweiht. Am 12. Dezember morgens erschien in der Richtung von Haifa am Horizonte unserer Stadt ein mittelgroßer Motorsegler und fuhr langsam in den Hafen ein. Es war der erste jüdisch - palästinensische Handelsschoner , über dessen Bau ich in einer früheren Notiz berichtet hatte. Während der nächsten Tage pilgerte die ganze Stadt hinaus nach dem Standort des blauweiß angestrichenen Seglers, die Wandervogelorganisationen der Schüler besuchten ihn in wohlgeordneten Gruppen; kein Jaffaer, welcher Konfession oder Nationalität er auch sei, ließ es sich trotz des strömenden Regens und dem wüsten Sturme nehmen, das erste jüdische Schiff zu besichtigen. Am 15. Dezember, als sich das Wetter besserte und der wolkenlose Himmel Meer und Land lächelnd umspannte, fand die feierliche Einweihung statt. In Anwesenheit eines zahlreichen Publikums aller Bevölkerungsschichten hißte die Patronin, Frau Major June, die Gattin des Küstenkommandanten, die Flagge. Diese besteht aus einem weißen Felde, in dessen oberer Ecke ein Winkel für die Farben der „Union Jack“ reserviert ist; in der Mitte, zwischen zwei breiten tiefblauen Streifen ist ein ebenfalls blauer Davidstern angebracht, in dessen sechseckigem Felde das Wort „Zion“ prangt. Auf dem blauen Streifen ist der Name des Seglers „Hechaluz“ (Pionier), sowie der Stadt Jaffa als Ausgangshafen und die Jahreszahl nach hebräischer Zeitrechnung angegeben. Frau Major June hatte Tränen der Rührung in den Augen, als sie, im Augenblick, wo die neue Flagge über dem Schiff zu flattern begann, den Wunsch aussprach, dieser Tag möge den Anfang einer Ära von Frieden und glücklicher Entwicklung des Volkes Zion bilden. Mit wehender Flagge unternahm das Schiff, unter persönlicher Führung des Küstenkommandanten, eine Rundfahrt in der Bucht. Und während bei Champagner und Süßigkeit die Glückwünsche an die Schiffseigentümer toastiert wurden, machte die junge Flagge die erste Bekanntschaft mit dem Seewind, den blauen Wellen und der herrlichen Sonne des Südens und wurde vom zufällig im Hafen anwesenden Lloyddampfer „Gastein“ begrüßt. Unter dem Beifall der am Ufer versammelten Menge kehrte der „Pionier“ wieder in den Hafen zurück, während am Horizont die blutroten Vorhänge der Abenddämmerung die in die dunkelblauen Fluten hinabsinkende Sonne immer mehr verhüllten.“ Gemeindenu. Vereins-Echo „Ohel Jakob“ (Israel. Religionsgemeinschaft München. Im Hinblick auf die bevorstehende Neuregelung der staatskirchenrechtlichen Verhältnisse in Bayern haben die Mitglieder in der letzten Generalversammlung vom 28. Februar einstimmig die beiden folgenden Resolutionen gefaßt, die weitere Kreise interessieren dürften: 1. Mit der gesetzlichen Neuregelung der staatskirchenrechtlichen Verhältnisse in Bayern erlischt auch die Wirksamkeit des im Jahre 1907 zwischen der Kultusgemeinde München und unserem Verein geschlossenen Abkommens. Mit Rücksicht darauf ersucht die Mitgliederversammlung die Vorstandschaft, bei der Verwaltung der Kultus-Gemeinde die baldige Aufnahme von Verhandlungen zur Neuregelung dieses Verhältnisses anzuregen. Leitender Gesichtspunkt bei diesen Verhandlungen soll sein, daß unter Aufrechterhaltung der Organisation der Gesamtgemeinde für unseren Verein und seine Organe die uneingeschränkte Bewe- HJie fuöffct im Hßeitfrieg nimmt (Sie ftlümfyner flugenö autff 6eira HHcÖccauffraii öes fizitöen# if)te ausgeprägte -Stellung unter den deutfrfjcn iüußrierten 3eitßf|riftcn ein. -Sie iß narfj tote öot die Ekftlmgslcflüce JtÖeti/ der ernß und öorurteflsio* den 3*fU geiß tierfolgt Bezugspreis öferteifdhrlid) Ulf. 10.— (&ucfß)Qnde( oder poß) Unmittelbar com Oering in Hotten öerpatft mit Porto, in Oeutfdjiand mt 12.50 im Ausland UTf. 13.— pro6e6ände 4 Hummern enthaltend iltl Ufo «injeine Hummern Ulf. 1.— Ueriog Act JugcnA' JMndjcn, Eeffingßt. 1

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.