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Das jüdische Echo · 1920-03-05 · 10 (5.3.1920) · p. Seite 121

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
7 (1920)
Issue
10 (5.3.1920)
Date
1920-03-05
Page
Seite 121 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 10 Das Jüdische Echo 121 Euch! Im Innern sagt Euch etwas, daß Ihr noch einiges zu erleben habt; sucht aber nicht sein Bild in dem gestrigen Tag, malt Euch nicht das „Später“ mit den schwitzenden blutenden Farben der Vergangenheit; hebt aus dem Miste keinen alten Lappen zu einer heiligen Fahne auf. Sucht keine Blumen auf einem Friedhofe. Wollt Ihr Blumen, sucht Euch frische. * * * Teure Steine sind „Ismen“; es sind Lichtfänger, Licht-Schwämme. Denn das, was sie verschlingen, geben sie nicht mehr aus sich zurück. Und außerdem wird auch der Glanz verschiedenartig in den Steinen gebrochen;. Aus ihnen kommt der flammig-funkelnde Glanz, der unser Auge in der Finsternis tröstet, der an den verlorenen und zurückerhofften Tag erinnert; sich mit dem Licht begnügen, das können aber nur Kinder, Weiber und leere Menschen . Beim feinsten Brillanten kann man kein Buch lesen, keinen Brief schreiben, keine Arbeit verrichten — dazu braucht man den Tag, mit seinem einfachen Licht. Aus dem Jiddischen. Dr. Ka'rl Rothschild. Gemeindenu. Vereins-Echo Stuttgart. Am Samstag, den 28. Februar referierte in einer gut besuchten Ostjudenversammlung. die Herr Schäfer leitete, Herr Redakteur Karl Glaser über „Die gegenwärtige Lage der Ostjuden in Deutschland“. Ausgehend1 von den neuerdings besonders scharfen Maßnahmen der Behörden gegen die Ostjuden forderte Herr Glaser sofortigen Zusammenschluß derselben zu einer Organisation. die einerseits berechtigt und imstande wäre, die Ostjuden nach außen zu vertreten, andererseits sich bemühen müsse, jene Stärkung jüdischen Lebens zu erzielen, die allein die schnelle Assimilation der Ostjuden verhindern und sie zu einem wertvollen Bestandteil der jüdischen Bevölkerung Deutschlands zu machen vermöchte. Es würde zu den Aufgaben des Vereins gehören, als eine Art Selbstwehr für Niederhaltung unsauberer Elemente zu sorgen, um dann desto entschiedener gegen unberechtigte Bedrückung Unschuldiger auftreten zu können. Schließlich forderte der Referent die Errichtung eines iiidischen Arbeitsamtes für Süddeutschland. das vor allem der jungen ostjüdischen Generation die Betätigung in produktiven Berufen erleichtern und so zur Gesundung der sozialen, wirtschaftlichen und moralischen Verhältnisse der Ostjuden in Deutschland beitragen solle. In der Diskussion sprach nur Herr Lichtinger; er unterstützte die Forderung einer ostjüdischen Organisation und wies ihre Notwendigkeit an seinen während der Berliner Hetze gemachten Erfahrungen nach. Auf die Aufforderung des Herrn Glaser in seinem Schlußwort, sofort den Verein zu gründen und ihm beizutreten, sowie einen Fonds für das Arbeitsamt zu schaffen, meldeten sich sofort alle Anwesenden als Mitglieder an. Für das Arbeitsamt wurden M. 8000.— gezeichnet. Jüdischer Wanderbund „Blau-Weiß“. München. Sonntag, den 7. März : Purimtreffahr t. 1. Gruppe: 9 Uhr Ostfriedhof. 2. und 3. Gruppe: 8.30 Ostfriedhof (Billet nach Grünwalderplatz). 4. Gruppe: 8 Uhr Ostfriedhof (Billet nach Grünwalderplatz). 1. und 5. Zug: 8.50 Ostfriedhof. 2. Zug: 9 Uhr Ostfriedhof (Billet nach Grünwalderplatz). 3. Zug: 9 Uhr Ostfriedhof. Bibliothekstirnde: Mittwoch 5.30—6.30 Uhr. Bayerstr. 67/69. Haschachar. Sonntag, den 7. März: Ausflug. Treffpunkt 8.30 Uhr Stachus (Tram Pasing). Mittwoch, 10. März: II. Kurs 7—8 Uhr. I. Kurs 8—9 Uhr. Adelheidstr. 34/1. Nationaljüd. Jugendausschuß. Die angesagte Purimfeier fällt wegen unvorhergesehener Schwierigkeiten aus. Dafür findet am Samstag, den 13. Mürz abends 8 Uhr ein Vortrag des Herrn Louis Levinger über „Das Buch Esther“ in den Räumen des K. J. V.. Bayerstr. 67/69, statt. Hebr. Kurs u. Palästinakurs finden wie bisher in der Sabelschen Handelsschule und zwar Hebr. von 7Vs Uhr u. Palästinakurs von 8V2 Uhr ab statt. Spendenausweis Münchner Spendenausweis. Natio-nalfonds: Benno Lamm 20.—; S. Goldfarb 5.—; Helen Rieser grat. Hcnny Niolas z. best. Examen u. dankt Frl. Arnsdorf f. d. entzück. Buch1 je 5.—; J. Jolles grat. z. Hochzeit Tennenbaum-Erteschik u. Stiefelzieher-Wainschel 5.—; Farn. Holzmann grat. z. Vermählg. Friedrich-Katz. Stuttg. 3.—; Fa*m. Schenirer grat. z. Vermählg. Tennenbaum-Erteschik 3.—; Camilla Hohenberger grat. Rosl Scherr u. Rosl Blum herzl. z. Verlobg. 5.—; Farn. Goldner grat. z. Verlobg. Botie-Pariser 5.—; Jizchok Neuwirth grat. z. Vermählg. Tennenbaum-Erteschik u. wünscht ein kräft. Masseltof 5.—; ders. statt Büchsengeld 5.—; Markus Stobezki u. Braut grat. Emil; Mechlowitz u. Frau z. Geburt d. Töchterchens 5.—; B. Sachsenhaus u. Frau desgl. u. graf. z. Vermählg. Stiefelzieher- Wainschel 4.—; b. Vermählg. Stiefelzieher-Wainschel dch. Herrn Ramm. Stgt. u. Frl. Wainschel 80.—; Teilertrag d. Benschens b. silb. Hochzeit Wilschinsky u. Verliob. Scheer-Wilschinsky 500.—■. Münchner Spendenbuch: G. A. 50.—. G 0 1 d. B u c h Praktikanten bund Blau- Weiß München-Land: Leo Cohn dankt Bbr: Löwenstein f. Bemühungen 5.—. Gold. Buch Mathilde u Leo Niclas s. A. Ulm: Maria u. Jul. freuen sich über Verlobg. ih. Schwester Fridl mit Siegfried Freund 150.—; Helen Rieser freut sich unbändig u. graf, herzlichst 10.—; Meta* Moch desgl. 5.—. Gold. Buch Raphael Hirsch Grünbäum: Frau Marie Freud u. Paul Grünbaum f. d. schönen Abend u. grüßen Helene Hanna Cohn 4.—; Paul u. Faliny Griinbaum grat. herzl. z. Vermählung Feuchtwanger-Dr. Oppenheimer, Stiefelzieher-Wanischel, z. Verlobg. Botie-Pariser, Scheer-Wilschinsky u. z. silb. Hochzeit Wilschinsky 10.—. Gold. Buch Blau-Weiß München: Sophie Honig grat. Medi Oppenheimer recht herzlich z. Vermählg. 5.—. Klara Fränkel s. A. Garten: Hugo Fränkel z. 17. Adar 2 B. 20.—. Aron u. Laura Kohn-Garten: seiner lb. Laura z. Geburtstag 2 B., Aron u. Laura' Kohn grat. herzl. Farn. Wilschinsky z. silb. Hochzeit u. Verlobg. 1 B.. Farn. Botie z. Verlobg. u. Farn. Tennenbaum z. Vermählung der Tochter 1 B.

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