Mitteilungen des Daniel-Bundes
- Journal
- Mitteilungen des Daniel-Bundes
- Volume
- 1 (1920)
- Issue
- 2 (9.1.1920)
- Date
- 1920-01-09
- Page
- Seite 8 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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8 Mitteilungen des Daniel-Bundes. Von diesen Gesichtspunkten ausgehend, müssen die jüdischen Kleingärten-Kolonien von vornherein so ausgebaut werden, daß sie manchen Pächtern neben dem rein sportlichen, familiären und wissenschaftlichen Nutzen des Unternehmens auch die Entwicklungsmöglichkeiten für eine spätere intensivere Beschäftigung mit dem Gartenbau bieten. Mit anderen Worten, die jüdische Kleingärten-Siedelung soll eine Art Sonntags- Zur Gründung der jüd. Lehrfarm für Kleingartenbau in München Bisher eingelaufene Anmeldungen: Familie Blattberg, Kaufann, Kohlstr. 4. Geschw. Bohrer, Studierende, Baaderstr. 38. Geschw. Ehrtnhaus, Schüler, Baaderstr. 30. Gebr. Elias, Kaufmannssöhne, Corneliusstr. 26. Familie Engelhardt, Lederw.-Fabr., Klenzestr. 34. Ch. Faktorowitz, Kürschner, Corneliusstr. 12. Familie A. Finkei, Kaufmann, Rumfordstr. 26. Familie Fleischmann, Werkführer, Aventinstr. t. Fr. Klara Freitag, Kaufmannsgattin, Hackenstr. 14. Frl. Freylich, Kaufmannstöchter, Rumfordstr. 6. Familie Goldstein, Schneider, Klenzestr. 38. J. Golomb, Schreinermeister, Ickstattstr. 6. Frau Grünzeug, Kfmwitwe, Hans Sachsstr.il. Gbr. Guggenheim, Kaufmannssöhne, Müllerstr. 31. Geschw. Gutter, Kaufmannskinder, Jahnstr. 36. Familie L. J. Jakob, Kaufmann, Jahnstr. 24. Familie M. Lehr, Kaufmann, Utzschneiderstr. 11. Elisabeth und Heini Mahler, Baaderstr. 53. Frl. Meta Moch, Sekretärin, Holzhofstr. 8. Frl. Dora Monheit, Schülerin, Pestalozzistr. 36. Schwestern Naß, Kaufmannstöchter, Einlaß 3a. Familie Orloff, Kaufmann, Westermühlstr. 28. H. Pumpian, Tabakschneider, Holzstr. 4. Familie Rapeport, Dekorationsmaler, Aventinstr. 9. Frl. Soph. Saslawski, Verkäuf., Corneliusstr. 46. Gebr. Schindler, Kfmsöhne, Buttermelcherstr. 14. Familie M. Schneuer, Kaufmann, Müllerstr. 3. Familie P. Schorr, Kaufmann, Pestalozzistr. 27. Familie A. Stern, Kaufmann, Ickstattstr. 13. Familie Wegener, Kaufmann, Müllerstr. 46. Familie Wohlfeiler, Schneider, Baaderstr. 16. Weitere Anmeldungen sind auf dem in Nr. 1 der „Mitteilungen“ vorgedruckten Formular auszufüllen und an Herrn Dr. S. Feuchtwanger, Residenzstraße 27, einzusenden. Eine Denkschrift des Daniel-Bundes Unter den 5 Bewerbungsschriften, die auf das Preisausschreiben über „Das Programm des Zionismus“ bei der zionistischen Vereinigung für Deutschland eingelaufen sind, befand sich auch eine Abhandlung von Herrn Nathan Chavkin mit dem Untertitel „Entwurf einer Gartensiedelung in Erez Israel auf ethisch-sozialer Grundlage“. Diese Schrift wird, wesentlich umgearbeitet, als „Denkschrift des Daniel-Bundes“ im Druck erscheinen. Anzeigen für Stellenvermittlung von Juden in produktiven Berufen werden nach verfügbarem Raum in den „Mitteilungen des Daniel-Bundes** unentgeltlich aufgenommen. schule für Gartenbau, aber zugleich auch eine rationell betriebene Mustergärtnerei darstellen. Als Vorbild für eine solche jüdische Lehrfarm für Kleingartenbau können uns einerseits die Israelitische Gartenbauschule in Ahlem bei Hannover, anderseits der staatliche Mustergarten in München, Holzapfelskreuth, dienen. Von der Berliner Daniel-Gruppe Die „Jüdische Rundschau“ bringt in Nr. 90 v. J. folgende Mitteilung über die Bestrebungen der Berliner Daniel-Gruppe: Am 24. November konstituierte sich hier eine Zweiggruppe des Münchener „Danielbundes“. Die Gruppe, die eine lebhafte Werbetätigkeit zu entfalten gedenkt, teilt uns über ihre Ziele folgendes mit: Der Daniel-Bund will durch Förderung aller Bestrebungen, die eine physische und sittliche Wiedergeburt des Judentums bezwecken, und zwar unter Berücksichtigung aller humanitären, sozialen und hygienischen Fortschritte eine ethische Erneuerung des Judentums herbeizuführen suchen; er erstrebt Ermöglichung einer seinen Zielen entsprechende Lebensweise durch Gründung jüdischer kooperativer Landsiedlungen besonders in Palästina, möglichst auf gartenbaulich-vegetarischer Grundlage; Vermeidung sozialer Ungleichheit und Ungerechtigkeit durch Ausschaltung des Großkapitals, des Großgrundbesitzes in Palästina und durch Zuteilung eines gleichen Landmaßes an alle; Beseitigung aller Klassen- und Standesunterschiede. In der Errichtung eines jüdischen Volkstums in Palästina erblickt der Bund nicht die Errichtung einer neuen Scheidewand zwischen Nationen, sondern die Lösung bestehender durch die unnatürliche Situation der Juden veranlaßter nationaler, wirtschaftlicher und religiöser Spannungen. Er verlangt die Teilnahme des jüdischen Volkes an völkerverbindenden Bestrebungen. Interessenten mögen sich an Apotheker Mamlock, Berlin W. 3, Potsdamer Sir. 130, wenden. Quittungen über die im Monat Dezember 1919 eingelaufenen Beiträge für den Daniel-Bund. Isidor Bach 50.—; Julius Beiner 5.—; W. Blattberg 5.—; Apotheker Blum 10.—; Josef Braun 20.—; J. Engelhardt 5.—; Ch. Faktorowitz 5.— Siegfried Frank 20.—; Klara Freitag 2.—; R.-A. Dr. Ludwig Friedsam 10.—; J. Golomb 5.—; Hugo Graf 5.—; A. Grünzeug 2.—; S. Gutter 5.—; Jonas Heß 30.—; H. Hirschfelder 5.—; A. Karpolowsky 5.—; Hch. Kohorn 5.—; M. Kohn 10.—; S. Kraus 5.—; S. Lauchheimer 5.—; Bernh. Löwy 5.—; Rob. Minikes 5.—; W. M. 2.—; Emil Neuburger 10.—; B. Orlow (Monatsbeitrag für Jan. 1920) 5.—; S. Orlof 5.—; H. Pumpian 5.—; I. Rosenwasser 5.—; J. Scheinemann 20.—; L. Schindler 5.—; M. Schneuer 10.—; Peter Schorr 5.—; 0’. med. Jul. Spanier 10.—; J. M. Springer 5.—; Ernst Strauß 10.—; St. 5.—; A. Strumpf 10.—; H. Subisky 10.—; Dr. med. E. Szkolny 5.—; Jul. Thanhäuser 5.—; H. Uhlfelder 10.—; L. Weil 2.—; A Wegner 5.—; G. Weiner 5.—; D. M. Neuburger 10.—, A. W. 10.—. Kassenverwalter Dr. Sigbert Feuchtwanger, Postscheckkonto 14333. Für die Redaktion; Dr. Sigbert Feuchtwanger, München. Verlag und Druck: B. Heller, München, Herzog Maxstr. 4 Bezieher des „Jüdischen Echo“ und Mitglieder des Daniel-Bundes erhalten das Blatt kostenlos.