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Das jüdische Echo · 1919-11-21 · 47 (21.11.1919) · p. Seite 533

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
6 (1919)
Issue
47 (21.11.1919)
Date
1919-11-21
Page
Seite 533 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 47 Das Jüdische Echo 569 forderlichen Energie und politischen Umsicht führt, erstattete den Tätigkeitsbericht. Den rücksichtslosen Angriffen, denen die Ostjuden immerfort ausgesetzt sind, konnte durch das öffentliche Auftreten entgegengetreten werden. Herr Reich wies ferner auf die Beteiligung an den Wahlen in der Gemeindeverwaltung hin, die Zentralisierung des Wohltätigkeitswesens, besprach ferner die ganze soziale Fürsorge, welche vielen vorübergehend sich aufhaltenden Kriegs- und Pogromopfern zugute kam, und forderte zum intensiven Ausbau der Gesamtorganisation auf. Herr Dr. Israel Taubes sprach über „Die kulturellen und politischen Aufgaben einer ostjüdischen Kolonie in Deutschland“. Redner verwies auf die Notwendigkeit der Erhaltung und Pflege der jüdischen Werte gerade jetzt, wo die ostjüdische Gemeinschaft vom eigentlichen jüdischen Leben losgerissen den Lockungen einer fremdländischen Weisheit preisgegeben ist, die bei einer innerlich jüdisch nicht gefestigten Kulturwelt zum versteckten Assimilantentum und „Deutschtum“ im Judentume führt, beschäftigte sich mit der Erziehung der ostjüdischen Jugend, die gezwungen ist in einem unjüdischen Milieu zu leben, streifte die Arbeit einer ostjüdischen Kolonie auf sozialem Gebiete und erörterte die große Bedeutung des Ostjudentums in der Weltpolitik. In der Diskussion sprachen Herr Sturm über eine systematische Kulturarbeit, die der Gesamtausschuß zu leisten hätte; Herr Glaser über das Problem Ost und West und Herr Reich über die systematische Durchführung einer ostim HPelffcieg nimmt dl* fflfimtyntr flugend muff 6*lm IDteöccaufbau Ujtt aulgeprägtt Stellung unter den deutfrfjen Ulufhfcritn ^eitfdMten ein. •01* Iß nad) ml* öot dl* Ute&lmgöleftfire eine* fleöen, der etnß und aomcttllllo* den Jett* geff! Oerfolgt Seguodpteftf öierteljfifjrhcftfllf. 10.— (&uxtyf)nnd*J oder paß) Ihtiüfttctöat üom Oering In Rollen üerporft mit porto, in Oeutfdftand JW. 12.50 Im 3fti*lan6 fllf. 13.— ptodeddnde 4 Hummern enthaltend mi 1.50 Clnjeln* Hummern Hit 1.— Öeclcg fler /fugend7 lUunt^en/ teljingjh. i jüdischen Aufklärungsarbeit im Lande, welche zweifellos die moralische Geltung unserer Gesamtheit bessern müßte. In Bezug auf den inneren Ausbau des G.-A. wird derselbe in fünf Sektionen zerfallen, denen die gewählten Beauftragten angehören und deren Vorsitzenden die Exekutive des Gesamtausschusses der Ostjuden Münchens bilden. Die auf der Generalversammlung Gewählten bilden folgende Sektionen: Politische Sektion: Jakob Reich, Paul Grünbaurrir J akob Kluger, David Horn, Isidor Fett; Kultursektion: Jakob Reich, Paul Grünbaum, ArnolcTKohn, Nofbert Sturm, Jakob Kluger, Max Fleischer, Wolf Engel; Finanzsektipn: David Horn, M. Diamand, M. Lieber, hl. Sturm, T. Reich, L. Spielmann, W. Engel, J. Minikes, Z. Honig, A. Gidalewitsch, S. Orljansky, J. Tannenzapf; Unterstützungs- Sektion: D. Horn, J. Minikes, M.iJiamahd, j. Rosenwasser, A. Gidalewitsch, Max Fleischer, J. Tannenzpf; JSchiedsgerichtssekjmp: T. Reich, J. Rosenwasser, ^. Orljansky,’ Z. Honig, D. Horn, M. Eisen, J. Tannenzapf. Zum Präsidenten, wurde Herr Jakob Reich einstimmTg^wiedergewählt, die Agenden des ^Vizepräsidenten wird Herr D. Horn, die des /Kasslers F¥§rr~’MrTieber versehen. Das Büro des" samtausschusses“ befindet sich ab "TTÖezember Hans Sachsstraße Nr. 8 (Mittelbau). Sekretariat des zionistischen Gruppenverbandes für Bayern und Württemberg Der zionistische Gruppenverband für Bayern und Württemberg hat ein Parteisekretariat in Nürnberg als Zentralstelle für die zionistische Arbeit in Bayern und Württemberg errichtet. Dorthin sind alle Anfragen, Mitteilungen. Anforderungen in Sachen des Gruppenverbandes zu richten. Die Adresse des Bureaus lautet bis auf weiteres: Nürnberg. Karolinenstr. 42. Handelsschule Grobe. Zahlungen gehen unter der Aufschrift: „Für den zionistischen Gruppenverband“ auf das Postscheckkonto des Verbandes Nr. 5342, Fa. Artur Körösi, Nürnberg, beim Postscheckamt in Nürnberg. Aus der jüdischen Weit Tschecho-Slowakischer Staat. Dem bekannten Schriftsteller und Zionisten Max Brod wurde für sein jetzt vorliegendes prosaisches Gesamtwerk der diesjährige Fontane-Preis verliehen. Hufruf. Das Jüdische Arbeitsamt in Berlin bittet alle diejenigen Gesinnungsgenossen, die ihren Beruf auf Palästina eingestellt haben, sich bei ihm zu melden, damit es einen genauen Überblick zum Zwecke der Berufberatung bekommt. Es bittet, folgende Angaben zu machen: a) Name und Adresse, b) jetzige Beschäftigung, c) Art der Ausbildung, d) Beschreibung und Kritik der Ausbildungsstelle, e) empfehlenswerte Wege für Gesinnungsgenossen, die gleiche Berufsbildung genießen wollen. Jüdisches Arbeitsamt E. V„ Berlin N 24. Monbijouplatz 1.

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