Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 41 (8.10.1919)
- Date
- 1919-10-08
- Page
- Seite 493 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 41 Das Jüdische Echo 493 Jakob, worin von diesem die Errichtung einer jüdischen Volksschule in München angeregt wird. Am 30. November soll eine Tagung des Verbandes der deutschen. Juden stattfinden. Zu dieser hat die Kultusgemeinde München in der vergangenen Sitzung eine Anzahl von Delegierten benannt und weitere Vertreter in Vorschlag gebracht. Austritt aus dem Judentum. In den letzten Monaten sind folgende Personen in München aus dem Judentum ausgetreten: stud. math. Otto Hausdorf, Hohenzollernstraße 79; stud. ing. Paul Meyershof, Bauerstr. 34; Kommerzienrat Julius Meyer, Galeriestraße 35a; Philipp Nelson, Tengstraße 31; Sidney Model, Leopoldstraße 24. München. Die Verwaltung der Israelitischen Kultusgemeinde hat nunmehr den Beschluß gefaßt, eine Revision des Gemeindestatuts in die Wege zu leiten. Zu diesem Behufe ist die Verwaltung um 9 von der Gesamtgemeinde zu wählenden Mitglieder zu verstärken. Diese Wahl findet Sonntag, den 19. Oktober zwischen 9—12 Uhr statt; die Wählerlisten liegen vom 5.—15. Oktober während der Stunden von 9—12 und 3—6 Uhr zur Einsicht auf. Nur Gemeindemitglieder, deren Namen in der Wählerliste verzeichnet sind, haben das Wahlrecht. Die Vereinbarung, welche bereits zur letzten Gemeindewahl getroffen wurde, gilt auch für diese Wahl; es figurieren neben 7 Liberalen, 1 Orthodoxer und 1 Zionist auf der Liste. Kandidat ^er Zionisten ist Rechtsanwalt Dr. Leopold Amb unn, der Orthodoxie prakt. Arzt Dr. M. Ichc'i li’user. Einen Hauptpunkt des neuen Statuts dürfte die Verhältniswahl bilden; dadurch würde in Zukunft jedes unnatürliche Kompromiß hintangehalten werden und jede Partei die ihr nach ihrer Stärke angemessene Zahl von Kandidaten in die Verwaltung wählen. Im Laufe der betreffenden Verhandlungen in der Verwaltung wird noch eingehender über die Revision zu sprechen sein. — Jüdischer Wanderbund „Blau-Weiß“ München. Sonntag, 12. Oktober 1919. 1. Zug: Ins Heim, Treffp. 8 Uhr Ostbahnhof. 1.—. 2. Zug: In den Süden, Treffp. 8 Uhr Ostbahnhof M. 10.—. 3. u. 4. Zug: In den Osten, Treffp. 8 Uhr Ostbahnhof. 1.—. 5. Zug: Nachtfahrt ins Heim. Gleisental. Treffp. 11. X. 8 Uhr abds. Ostbahnhof 1.—. 1. u. 2. Gruppe: Ins Heim, Treffp. 7.45 Ostbahnhof. —.40. 3. Gruppe: Mühltal. Treffp. 8.30 Uhr Waldfriedhof. 1.20. 4. Gruppe: Nymphenburg-Feldmoching. Treffp. 9 Uhr Rotkreuzplatz. —.60. oftHiEio-sömro Tnnn DANIR-BUN GESELLSCHAFT FÜR ETHISCHE {ERNEUERUNG DES JUDENTUMS Zur Gründung jüdischer Kleingärten. Anmeldungen zur Selbstbewirtschaftung einer jüdischen Kleingartenanlage sind an Dr. med. Julius Adler, Schuberstraße 6, zu richten. — Besichtigung der seit 10 Jahren bestehenden städtischen Mietgärten mit zahlreichen Obstbaumanlagen findet bei gutem Wetter jeweils Sonntag 3 Uhr nachm, statt. Treffp. lEcke Rosenheimer¬ und Orleanstraße, Haltestelle rechts. — Spenden für den jüdischen Kleingärtenfonds sind an den Kassenverwalter des Daniel-Bundes, Dr. Sigbert Feuchtwanger, Residenzstraße 27, Postscheckkonto 14333 zu senden. — Bis zum 1. Oktober haben sich für die jüdischen Kleingärten folgende Personen angemeldet: Privatier Berthold Haymann, Schwanthalerstraße 93, 200 Quadratmeter; Hofrat Dr. A. Teilhaber, Pettenkoferstraße 25, 200; Dr. med. Julius Adler, 200; R.-A. Dr. Gustav Böhm, Schubertstraße 2, 100; Dipl.- Ing. Leo Pindrick, Goethestraße 3, 200; Chemigraph Nathan Chavkin, Bergmannstraße 7, 100; Schneidermeister Leopold Sternberg, Lindwurmstraße 145, 200; Kaufmann Jakob Reich, Ohmstraße 20, 200; Willy Kohn, Landwehrstraße 15, 200; Friedrich Silbermann, Schubertstraße 6, 100; Julius Mayer, Kobelstraße 8, 200; Jakob Guggenheim, Güllstraße 4, 200; Albert Mechlowitz, Lindwurmstraße 42, 300; Paul Grünbaum, Rothmundstraße 6, 200. Der Pachtzins für je 100 qm beträgt jährlich 20 Mark einschließlich Wasserleitung, Umzäunung und Bewachung der Gärten. Die Vorstandschaft des D an i e 1 - B u n d e s Vorsitzender: Hofrat Dr. med. Adolf Theilhaber. Spendenausweis Daniel-Bund (Gesellschaft für ethische Erneuerung des Judentums, E. V.) 6. Ausweis für Münchener Spenden einschließlich der Beiträge für den jüd. Kleingärtenfonds: Dr. med. Otto Bickart 20.—, R.-A. Dr. Gustav Böhm 10.—, Josef Guggenheim 10.—, S. Haas 20.—, Sally Hesselberger 10.—, Emil Himmelreichs Nachf. 20.—, L. L. 5.—, Julius Levy 10.—, Albert Mechlowitz 20.—; Dipl.-Ing. Leo Pindrick 10.—, Zahnarzt Rud. Pinks 20.—, Dr. R. 5.—, Frau B. Richard 5.—, Ludwig Schmidt 50.—, Samson Schmidt 20.—, Gustav Schülein 20.—, Hugo Schwab 5.—, Jos. Stark 50.—, Leopold Sternberg 10.—, Frau Wassermann 5.—, Frau Würzinger 1.—, Ungenannt 50.—, Jakob Guggenheim 10.—, Kassenverw. Dr. S. Feuchtwanger, München, Residenzstr. 27. Postscheckkonto 14 333. Münchner Spendenausweis. Nationalfond ssperiden : Farn. Botie grat. herzl. Arnold Horn u. Frau z. Geburt ihres Söhnchens Schalom 3.—; mehrere Akademiker Laupheims grat. Josef Erich Treitel, Friedrichshafen, zum gewaltigen Erfolg seiner Werbetätigkeit 2.—; Farn. Noe Horn grat. Farn. Weinberg, Stuttgart, z. Geburt des Sohnes 2.—; Farn. Aron Horn desgl. 2.—; Leon Horn wünscht Farn. Grünzeug Glück z. neuen Jahre 2.—. Glückwunschablösung 5680. Nachtrag : •Willy Feuer u. Frau 5.—; Farn. B. Hohenberger 5.—; J. Gegenherz u. Frau, Nürnberg 5.—. Das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds sieht sich infolge der ganz erheblich gestiegenen Unkosten für Grund und Boden und Arbeiterlöhne in Palästina gezwungen, den Preis für einen Ölbaum von 6 auf 10 Mark zu erhöhen. Zahlungen sind zu richten an Elisabeth Mahler. Postscheckkonto 10121.