Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 16/17 (25.4.1919)
- Date
- 1919-04-25
- Page
- Seite 204 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9072829-9102975-9139994--02767-9075587- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
204 Das Jüdische Echo Nr. 16/17 tung des Vorsitzenden Herrn Rabbiner V. Schönfeld, Herrn Oberrabbiner Dr. J. H. Hertz und Herrn C. Bublick. Diese Neueinrichtung beeinträchtigt selbstverständlich in keiner Weise das Zentralkomitee der Misrachi-Weltorganisation mit ihrem Sitz in Berlin unter der Leitung von Herrn Hermann Struck. Neue Judenpogrome in Polen. In Kalisch, Busk und Wielun, sowie in vielen anderen Orten Polens fanden aufs neue furchtbare Ausschreitungen gegen Juden statt, wobei es eine große Anzahl von Verwundeten gab. Geschäfte und Häuser wurden ausgeraubt und zerstört. Volksmiliz und polnisches Militär verhielten sich in einigen Fällen indifferent. in anderen nahmen sie tätigen Anteil an den Pogromen. Spendenausweis Münchener Spendenausweis. Notstandsaktion: Lina Strumpf grat. herzl. z. Verlobung Helene Baer, Halberstadt-Leo Barth, Berlin 2.—. Nationalfonds: Elisabeth Mahler dankt Lilly u. Arnold Marie für den schönen Abend 2.—; gesammelt bei Familie N. Sturm durch Adele Hecht 30.50; Michel Mahler grat. Herrn u. Frau Kohn z, Vermählung, desgl. Miriam Hohnberger 3.—, Goldenes Buch Praktikanten-Bund Blau- Weiß, München-Land: Hans Altertum, Martin Goldschmidt und Ernst Lehmann danken allerseits herzlichst für erwiesene Gastfreundschaft 15.—; Hans Altertum grüßt Leo Cohn 5.—; Max Hirsch u. Sidney Haskel kondol. Dr. Schwabacher 4.—; Paul Lorenz u. Rene Lew treten dem Praktikanten-Bund München-Land bei 8.—; dieselben freuen sich über die Probefahrt im Praktikanten-Bund 4.—; verlorene u. gewonnene Wette v. Praktimax, Praktisid, Praktilör, Praktilew u. Praktipaul 2.50; Max Hirsch, Sidney Haskel und Hermann Mahler gratulieren Marie Lewy, danken den Münchener Blau-Weißen für Seder-Einladung und sonstige Gefälligkeiten 15.—; Leo Cohn und Ernst Davidsohn danken für Seder-Einladung und für Besuch in Riemsting; Theo Harburger freut sich dies. Seders 2.—; Oskar Steinitz 2.—; F. Rosenhaft 3.—; Hans Altertum dankt für Einladung 2.—; die Blau-Weiß- Führer danken für die Sedervorbereitung u. Wein 27.70; E. H. u. M. 1.—. Goldenes Buch Haschachar: Familie Lichtenstein dankt Familie Rosenblüth u. Wiener für die freundl. Einladung der Sederabende 10.—. Goldenes Buch Dr. David Rück sei. Ang., Gunzenhausen: Sammlung auf dem Konvent am 30. März 1919 der Jordania, München 61.—. K. J. V. e r. Hain: Michael Rosenfelder grat s. lb. Louis Marcus v. ganzen Herzen 1 B. 6.—; Max Marcus auf den Namen Esther Gewirzmann- Louis Marcus z. i. Verlobung 1 B. 6.—. Karl Beifus sei. And. Garten: Aron Isserlin u. Julius Motulsky, München, a. d. Namen von Frau Dr. A. Feuchtwanger z. Dank f. d. Sederabend 1 B. 6.—. Fritz Benjamin sei. Ang. Elberfeld Garten: Motulsky, Markus, Leven (V. J^ St Jordania, München) auf den Namen s. 1. a. H. Krojanker 1 B. 6.—. Gemeindenu.Vereins-Echo (Unsero Leser sind zur Einsendung von littellungen aus Ge* meinden und Vereinen und von Personalnaohriohten, die in diesen Spalten gern» Aufnahme finden, höfllohst eingeladen.) Breslau. Anfang März wurde hier eine Ortsgruppe des „Misrachi“ gegründet, die heute nach kaum einmonatigem Bestehen bereits mehr als hundert Mitglieder zählt. Etwa die Hälfte waren schon Schekelzahler, die andere Hälfte aber hatte sich der zionistischen Bewegung aus religiösen Bedenken bisher ferngehalten. Am 23. März veranstalteten wir unsere erste öffentliche Versammlung. in welcher Dr. Arnold Barth-Berlin über das Thema: „Wie bauen wir Palästina jüdisch auf?“ sprach. Die Ausführungen waren formvollendet sie verrieten ebenso gründliche Kenntnis des zionistischen und misrachischen Stoffes wie auch von Thora und Talmud und machten auf die nach hunderten zählenden Hörer einen sichtlich starken Eindruck, der sich am deutlichsten durch den Gewinn von etwa 30 neuen Mitgliedern dokumentierte. Wie überall sind auch hier die Widerstände nicht nur der Liberalen sondern auch der Orthodoxen bezw. Agudisten zu besiegen. Wir Misrachisten wollen den Kampf nur mit geistigen Waffen und in versöhnlicher Form führen. Wir erstreben daher — was die Abhaltung von Schiurim anlangt — eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Verein „Machsike Thauro“ und1 der „Agudoh“, die beide seit Jahren Tüchtiges auf dem Gebiete des Lernens leisten. Wir hoffen, daß man in den Reihen unserer bisherigen Gegner mit der Zeit zu einer wohlwollenden Beurteilung unserer Anschauungen kommen und unserm Ziel die gebührende Anerkennung nicht versagen wird. Gruppe jüdischer Sozialisten München. Sonntag, den 4. Mai: Vortrag des Herrn Sidney Rieser über „Die jüdische Jugend und der Sozialismus“. Siehe Anzeige in dieser Nummer. — Was ist Judentum?“ ist das Thema eines Vortrags, den Herr Leser Schindler am 27. April hält. Freie Aussprache. Siehe Anzeige in dieser Nummer. JJlündjner Jleueffe Jladjndjfen j <?$r&fjfe,tägl.2nial erfdjeinenbe 3ehuna ©üb* unb 3flittelbeutfd)* lanbl. Hauffräftiger£eferfrei4 unb über jDeuffdjlanb&Sheujen hinauf gefyenbe Verbreitung. ®rofjerfauf<* männ. u. getperbl.©teflenmarft Sfnerfannt fefyr erfolgreich für Sinnigen aller 21H. Sfngeigen* prell unb Stadjlaji nach Sartf. Äejuglpreil monatl. 3JW.2.—bei allen beutföen poffanffelten SäglicbeSCuffage 2mai 160oooGiemplare/Übet V* Million Xefer