Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 14 (4.4.1919)
- Date
- 1919-04-04
- Page
- Seite 184 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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182 Das Jüdische Echo Nr. 14 t>isher vom Nationalfonds geleistete und in Zukunft zu leistende Arbeit. Die Nationalfondsbibliothek wird dabei gute Dienste leisten. Verwiesen sei besonders auf die Broschüre von Böhm. Über die Zukunftsarbeit unterrichtet klar und sachlich eine neue Flugschrift der deutschen Zentrale: „Die nächsten Aufgaben des Jüdischen Nationalfonds“, die bereits erschienen ist. Am Schlüsse des Vortrages wird auf alle Sammelmittel hinzuweisen sein, besonders auf die Selbstbesteuerung. Die Organisation für die Schaffung des „Millionentonds“ ist energisch fortzusetzen. Der Begriff „Millionenfonds“ beginnt populär zu werden, und damit ist der Erfolg gesichert! Eine dritte Veranstaltung muß von den Jugendgruppen ausgehen: „Die Jugend und Erez Israel“. Hier wird von Hechaluz und Berufsumschichtung zu sprechen sein. Schließlich soll auch eine nur gesellige Veranstaltung — etwa eine Vorlesung aus neueren jüdischen Dichtern — lediglich zugunsten des Nationalfonds veranstaltet werden. Wo irgend möglich, muß gleichzeitig eine Ausstellung stattfinden. Sie wirkt, auch wenn sie noch so klein ist. Bezalel, Kulturverband (Spitzen), Nationalfonds, Jüdischer Verlag, Welt-Verlag (diese mit ausgewählter Palästinaliteratur) können sich daran beteiligen. Wie -eingangs gesagt, hat die Nationalfondskommission für Deutschland beschlossen, diese Palästinawoche zu veranstalten. Damit sie gelingt, muß sie aber mit allen Teilen der Organisation Zusammenarbeiten. Sobald wie möglich muß ein „Normalprogramm“ für die Ortsgruppen entworfen und diesen übersandt werden. Eine Rednerliste ist aufzustellen, wobei natürlich jede Gruppe oder jeder Bezirk bei den jetzigen Reiseverhältnissen möglichst versuchen muß, mit ihren eigenen Rednern •.auszukommen, Ausstellungsmaterial muß versandbereit gemacht werden, ebenso Broschüren usw. Unsere Presse, sowie die allgemeine jüdische Presse, möglichst auch die allgemeine deutsche, muß auf die Palästinawoche hinweisen. unsere Presse muß Sondernummern herausgeben und ähnliches. Auif diese Weise werden wir es vermögen, auch im deutschen Judentum eine Palästinastimmung zu erzeugen. So werden wir um unseren ^zionistischen Kern, wie bei der Kongreßidee die Bekenner des Volksgedankens, hier die „Palä- .'Stinafreunde“ scharen durch die einheitliche, nach bestimmtem Plan ausgeführte Werbetätigkeit. Können wir auch hier nicht oder noch nicht (wie man es in Warschau machte) ein Referendum für Palästina veranstalten, so wird doch der Erfolg in der ^Gewinnung neuer Mitglieder, in Spenden für den Nationalfonds usw. ersichtlich sein. Und in der Arbeit für Erez Israel sind1 wir ein Stück weiter gekommen. Münch. Spendenausweis. Nationalfondsspende : Auf d. Verlob. Hirsch ges. v. Herrn Anmuth 35.—; Sidney Rieser, Sühnegeld 3.—; M. Pariser u. Frau, Stuttgart, grat. Famil. Tennenbaum z. Vermählung ihrer Kinder David u. Miriam 2.—; dies. grat. z. Verlob. Friedrich-Schwarzwald 1.—; Verein Bne Jehuda grat. Aron u. Laura Kohn z. Vermählg., desgl. Miriam Hohenberger u. Willy Feuer 5.—; Elis. Mahler desgl. 2.—; Jakob Teitel grat. z. Vermählg. Kohn u. Feuer 5.—; Rosa Kutten desgl. 2.—; Geschwister Hecht desgl. 3.—; Leser Schindler desgl. 2.—. Notstandsaktion für Palästina: Elisab. Mahler denkt a. ihrem Geburtstag a. d. letzt. Zusammensein m. ihrem gefall. Freunde Dr. Wolf Erich Kollrausch an ihrem Geburtstage 1918 5.—; David Saslawski dankt Frau Tetax f. d. Zuschuß 5.—. Purim-Sammlung: Verein Jenidze 18.50; Arthur Metzger 5.—. Frau Klara Fränkel s. A.- Garten: Brüder David u. Noe Horn danken Wolf Engel u. Frau f. d. liebevolle Mühe 5 B. 30.—; d. jüd. Turnu. Sportverein pflanzt a. d. Namen s. langjährigen Mitgliedes Miriam Hohenberger anl. d'. Vermählg. 2 B. 12.—; Geschiw. Goldfarb anl. d. Vermählg. ihr. Turnschwester Miriam Hohenberger 1 B. 6.—; Frau Kluger a. d. Namen d. Brautpaars Aß-Bogopolski 2 B. 12.—; dies. a. d. Namen v. Wolf Bohrer anL d. Brith-Milo 1 B. 6.—; J. Lichtenstein anl. einer verlor. Wette a. d. Namen v. Lina Werner 1 B. 6.—. Gold. Buch Haschachar: Henny u. Jak. Reich grat. Laura u. Aron Kohn z. Vermählg. 3.—. Gold. Buch Praktikantenbund Blau- Weiß München-Land: Farn. Justizrat Fränkel dankt Leo Cohn 5.—. Gold. Buch Richard Fränkel s. A.: Anny Fränkel1 grüßt u. dankt d. Frankfurtern 3.—. Selbstbesteuerung: Dr. H. Liebstädter, Nürnberg, 100.—; Dr. J. Bamberger, Nürnberg, 100.—; Paul Ordenstein, Nürnberg, 50.—; Radoschitzky, Nürnberg, 10.—; Frau Claire Katzenberger, Nürnberg, 200.—; Rechtsanwalt Stern, Nürnberg, 50.—; Max Jacoby, Nürnberg, 100.—. Für den Gesamtausschuß d. Ostjuden durch Berta Bier u.*Erna Kreschower gs. 71.50. Nürnbg. Spendenausweis: Selbstbesteuerung: Nathan Nußbaum 50.—, S. Time 10.—, Paul Hamburger 25.—. Hugo Hecht 25.—. Max Hertstein 50.—, Leon Friedmann 50.— A. u. S. Hanemanngarten: Familie Leon Friedmann grat. Herrn u. Frau Hanemann. Charlottenburg, nachtr. z. silb. Hochzeit u. spend. 2 B. 12.—. Gold. Buch von Karl Wolf sei., Köln: AnL ihrer Verlob, spend. Frl. Hildegard Wolf und Alfred Gundelfinger (aus Nürnb. Spendenb.) 50.—; Familie Dr. Katz dank, ihren Freunden f. Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten 10.—. Allen Freunden und Bekannten, von denen ich mich anläßlich meiner Abreise von München nicht mehr persönlich verabschieden konnte, sage ich auf diesem Wege herzlich Scholem. LEO ROSENBERG. Nach vierjährigem freiwilligem ärztlichen Dienst im Heere starb am 8. Dez. 1918 in Bukarest an der Grippe unser lieber A.H. Dr. David. Rück prakt. Arzt in Gunzenhausen. In tiefer Trauer: Die Verbindung Jüdischer Studenten im K. A V. an der Universität München i. A.: JULIUS MOTULSKV.X MÜNCHEN, den 25. März 1919.