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Das jüdische Echo · 1919-02-07 · 6 (7.2.1919) · p. Seite 73

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
6 (1919)
Issue
6 (7.2.1919)
Date
1919-02-07
Page
Seite 73 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 6 Das Jüdische Echo 73 1900 geboren wurden und sich gegenwärtig in Wien aulhalten, aufgefordert, vor einer Assentierungskommission für das polnische Heer zu erscheinen. Polen. Den Juden wird! das Landtagswahlrecht entzogen. In Miechow, Gdow, Wolbrom, Olkusz Slomnik und in vielen andern Orten wird den Juden das Wahlrecht zum Landtag entzogen. Die jüdischen Wähler in Wolbrom erhielten folgende Benachrichtigung: Nach § 1 der Wahlverordnung zum polnischen Landtag sind einzig Bürger des polnischen Reiches zur Wahl berechtigt. Da nun die in unserm Wahlkreis wohnenden Personen mosaischer Konfession sich, sofern sie ehrlich sind, als Juden erklären und nach der Gründung eines jüdischen Reiches streben, die unehrlichen aber sich als Deutsche (?) ausgeben, wie die 1915 durch die Okkupationsmächte vorgenommene Bevölkerungszählung zutage brachte, so können sie nicht als Bürger des polnischen Reiches betrachtet werden, sondern als Ausländer. Nur durph eine feierliche Erklärung vor der Wahlkommission, daß er Pole sei, die polnische Republik sein einziges Vaterland sei, kann der Jude das Wahlrecht erlangen. — Dies bedeutet mithin für jeden Juden die Preisgabe seiner jüdischen Nationalität. Rußland. Die russischen Juden für die hebräische Universität. Um das nötige Material für die Jerusalemer hebräische Universität vorzubereiten, hat ein Zentralkomitee der russischen zionistischen Organisation ein spezielles Komitee gewählt, das sich aus d^ Herren J. D. Bruzkus, A. B. Salkind, A. D. Idelson, R. B. Rubinstein und Saul Tschernichowsky zusammensetzt. Ferner wurden je ein Vertreter der juristischen, medizinischen, technischen und philosophischen Fakultät in das Organisations-Komitee gewählt. Die Gesellschaft „Mada“ hat ihre Tät;or1^;t wieder aufgenommen und1 bereitet wissenschaftliche hebräische Wörterbücher und die Übersetzung wissenschaftlicher Werke ins Hebräische vor. In Moskau wurde eine jüdische philosophische Gesellschaft gegründet, um die philosophische Fakultät an der Universität voxzubereiten. Amerika. Einwauderungsbeschränkung in Amerika. Die Times meldet vom 28. Januar aus Washington: Die Einwanderungskommission des Repräsentantenhauses hat den Gesetzentwurf, der die Einwanderung nach Amerika für die Dauer von vier Jahren nach Unterzeichnung des Friedensvertrages verwehrt, in günstigem Sinne erledigt. Die Kommission hat Berichte empfangen, nach welchen Hunderttausende von Menschen auf die erste Gelegenheit warten, um nach Amerika zu reisen, darunter auch eine Anzahl Deutscher. Der Gesetzentwurf macht eine Reihe von Ausnahmen für gewisse Personen; er bezieht sich auch nicht auf Kanada, Neufundland und Mexiko. Gemeindenu. Vereins-Echo Stuttgart. In einer Versammlung der zionistischen Ortsgruppe entspann sich im Anschluß an den Bericht über den Delegiertentag eine lebhafte Debatte. Von einer Seite wurde der Zionismus als eine rein politische Bewegung vertreten; dagegen trat Herr Lichtinger auf, der die Verinnerlichung des Zionismus forderte. Er betonte, daß der Zionismus den ganzen Menschen durchdringen müsse und daß unser Zionismus nicht von den jetzt gerade für uns günstigen politischen Verhältnissen abhängig sei. Der Redner erntete großen Beifall, Nationalfondsspenden. Erna Lichtenstein zur Genesung ihrer Schwester M. 50.—; Leser Schindler gratuliert Israel Hauser und Frau zur Geburt ihres Sohnes M. 1.50; Balduin für eine Premierenkarte M .3.—; Mehrbetrag bei der Verlobung Saposchnik-Jolles M. 2.— Dr Oscher u. Dr. Salm. Singer Garten: Paul Ordenstein, R.-A. Karpf, Zahnarzt Singer, Max Singer, R.-A. Stern, Dr. Lewin, Mendelsohn und R.-Pr. Thalmann in Erinnerung an Frau Dr. Singer und Frau Jettchen Japha bei dem Begrüßungsessen von R.-A. Karpf und Paul Ordenstein 3 ölbäume: M. 18.—. Max Singer, Breslau aus Freude über das gemütliche Besammensein in Nürnberg mit R.-A. Karpf und Paul Ordenstein und aus Liebe zu seinem Bruder Alex. Singer auf deren Namen je 1 Ölbaum, 3 ölbäume: M. 18.—. Dr. Goldscheider Garten: Flora Fränkel freut sich über die Genesung von Meta Lichtenstein und pflanzt auf ihren Namen einen Ölbaum: M. 6.—. Erna Lichtenstein zur Genesung ihrer Schwester 1 Baum: M. 6.—. Goldenes Buch Paul Ordenstein, Nürnberg: Anläßlich des durch Paul1 Ordenstein und R.-A. Karpf veranstalteten Begrüßung^ soupers zu Ehren der aus dem Felde zurückgekehrten Freunde Zahnarzt Singer und R.-A. Stern, spenden diese und die Herren Dr. Lewin, R.-P. Thalmann, Max Singer und Mendelsohn M. 15.—. Goldenes Buch R.-Pr. Kahn, Nürnberg: Dieselben Herren spenden aus gleichem Anlaß M. 15.—. Goldenes Buch Michel Mahler und Dora Fleischer: Gesammelt bei der Ver- Jbbungsfeier Fleischer-Mahler M. 187.—. Julius Koronczyk gratuliert zur Verlobung Fleischer- Mahler M. 5.—. Hermann Mahler dankt Jakob Reich und spendet aus verschiedenen Anlässen M. 10.—. Elisabeth und Michel Mahler wünschen ihrem lieben Hermann viel Glück auf den neuen Weg M. 6.—. Dora Fleischer und Michel Mahler danken allen, die ihrer anläßlich ihrer Verlobung gedachten M. 20.—. Hennv und Jakob Reich gratulier^ zur Verlobung Fleischer-Mahler M. 2.—. Fanny und Paul Grünbaum gratulieren ebenfalls M. 2.—. Isaak Tannenzapf und Frau desgleichen M. 2.—. Henny und Jakob Reich gratulieren Mathilde Saposchnik und Norbert Jolles zur Verlobung M. 2.—. Isaak Tannenzapf und Frau desgleichen M. 2.—. Büchsenleerung: Friedl Krell M. 40.47, Tina Kohn 2.49. Wegen Aufstellung von neuen Büchsen wende man sich an Elisabeth Mahler, Baderstraße 53/1. Jüdischer Wanderbund! „Blau-Weiß“ München, Sonntag, 9. Febr. 1. Gruppe: 8 Uhr Ostfriedhof, Billet nach Grünwald, 75 Pfg. 2. Gruppe: 8.30 Uhr, Endhaltest. Linie 26 Talkirchen, 5 Pfg. 4. Gruppe: 9 Uhr Starnbergerbahnhof, 95 Pfg. 1. Zug: 8 Uhr Endhaltestelle der Linie 26 Talkirchen, 45 Pfg. 3. und 4. Zug: 9.30 Uhr Waldfriedhof oder 12 Uhr Hauptbahnhof, 60 Pfg.

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